- vor einem labialen Verschlusslaut wie p den bilabialen Nasal m,
- vor einem dentalen Verschlusslaut wie t den dentalen Nasal n,
- vor einem gutturalen Verschlusslaut wie k den gutturalen Nasal ṅ
- etc.
Beachte: Im Saṃskṛt ist dies meist nur bei Komposita der Fall, deren erstes Glied auf m auslauten. Im Hindi existieren für viele Worte alternative Schreibweisen. Da der Anusvāra einfacher zu schreiben ist als die grafisch komplexen Ligaturen, wird diese Schreibweise in den modernen Sprachen bevorzugt; bei Saṃskṛt-Drucken werden die Ligaturen hingegen meist ausgeschrieben:
- Hindī und Hiṁd
- Mumbaī oder Muṁbaī
Beispiele:
- paraṁ-tapa (Feindetöter) wird gesprochen als para-n-tapa
Anusvāra am Wortende
Entsprechend einer Sandhi-Regel wandelt sich im Saṃskṛt ein auslautendes m vor einem Wort, das mit einem Konsonanten beginnt, zu einem Anusvāra. Die Aussprache ändert sich damit entsprechend der zuvor beschriebenen Ausspracheregeln mit.
Merke: Der Anusvāra wird nur vor Vokalen, Semivokalen und labialen Verschlusslauten als m ausgeprochen. Ansonsten wird, wie oben gezeigt, der entsprechende Klassen-Nasal ausgesprochen.
Anmerkung: Manche Saṃskṛt-Sprecher sprechen den Anusvāra am Wortende ohne diese Regel zu beachten stets als "m" aus. Andere auch innerhalb von Worten. Sie wenden die zuvor beschriebenen Aussparcheregeln also überhaupt nicht an.
Bitte melde Dich an, um eine Nachricht zu schreiben. Hier gehts zum Login
Noch keine Nachrichten.