Virañcyāsana A2: Haltung des Virañcya
Aus Virañcyāsana A1 entsteht A2: Arme binden hinter dem Rücken, der Blick hebt sich. Präzise Ausrichtung macht die Form stabil – nicht Kraft, sondern Organisation trägt die Haltung.
Im traditionellen Count: Beginne direkt aus der vorherigen Haltung.
Vinyāsa 9 – Ausatmung, 5 Atemzüge:
Fasse ausatmend mit dem linken Arm von unten hinter den Rücken. Führe den rechten Arm von oben hinter den Rücken über das rechte Bein und greife Deine Hände. Dein Blick geht nach oben. Verweile hier bis zur fünften Ausatmung. Mit der fünften Ausatmung setze Deine Hände auf dem Boden ab.
Tipp: Es ist deutlich leichter, wenn Du zuerst die linke (untere) Hand hinter den Rücken führst und dann langsam am Rücken nach oben „wanderst“. Sobald Deine Finger die rechte Wade berühren, bewege die Hand ein Stück weiter Richtung Knöchel: Das ist Dein Referenzpunkt, von dem aus die rechte Hand die linke leichter findet. Anfangs berühren sich oft nur die Fingerspitzen. Wenn Du sie anbeugst, kannst Du die Hände schrittweise ineinander „einrasten“ lassen.
Im traditionellen Count: Der Bewegungsfluss läuft von hier direkt in die nächste Haltung weiter.
Wirkung: Virañcyāsana A2 vertieft gegenüber A1 vor allem die Schulteröffnung (Bindung der Arme) und fordert gleichzeitig Stabilität im Lotus. Durch den nach oben gerichteten Blick und die Bindung entsteht mehr Aufrichtung im Brustkorb und ein klarer Fokus im oberen Rücken. Achtung: Wenn der Lotus nicht stabil ist oder die Rotation aus dem unteren Rücken „gezogen“ wird, wandert die Belastung schnell ins Knie oder in die Lendenwirbelsäule—also Becken ruhig halten, Bandhas aktiv, Öffnung primär über Hüfte und Brustkorb.
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Fotograf: Richard Pilnick - www.richardpilnick.com
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