Sālamba Sarvāṅgāsana: shoulder stand

Besonderheit: Sālamba Sarvāṅgāsana ist im Aṣṭāṅga Yoga die erste Haltung der Abschlusssequenz. In der Abschlusssequenz wird der Atem ruhiger und Du verweilst länger in den Haltungen. Ganz traditionell wechselte der*die Übende im Unterricht von Sri K. Pattabhi Jois zur Abschlusssequenz sogar den Raum. Diese Tradition hilft, die ruhige Energie der Abschlusssequenz bewusst wahrzunehmen.

Direkt aus dem Halt des nach unten blickenden Hundes der vorherigen Bewegungsfolge.

Vinyāsa 7 - Einatmung, Ausatmung

Stoße Dich einatmend aus dem “Nach unten blickenden Hund” ab. Gleite so nach vorne oben in eine Balance auf den Händen. Senke mit der Ausatmung Deine Beine, während Du diese fest geschlossen hältst und Deine Arme in die Länge schiebst. So kannst Du die immer noch gestreckten Beine zwischen den Armen durch nach vorne schwingen. Nutze die Bewegung und lege Dich flach und mit Körperspannung auf dem Rücken ab.

Besonderheit: Pattabhi Jois pausierte hier seinen Count meist, damit der*die Übende einige extra Atemzüge verweilen konnte.

Vinyāsa 8 - Einatmung, 10 Atemzüge

Hebe einatmend erst Deine Beine gestreckt in die Luft. Wenn diese die Senkrechte erreichen, rolle Deinen Rücken hinterher. Schiebe gleichzeitig Deine Schulterblätter aktiv hinter dem Rücken zusammen. Stütze zum Abschluss mit Deinen Händen den Rumpf. Deine kleinen Finger sollten sich dabei berühren und entlang der Wirbelsäule nach oben weisen. Deine Füße sind gepointet. Die Fußrücken setzen so die nach oben strebende Gerade aus den Beinen fort. Verweile hier bis zur fünften Ausatmung.

Beachte: Der Schulterstand ist kein Nackenstand. Um Deine Halswirbelsäule zu schützen ist es wichtig, dass Du auf den Schulterblättern und dem Hinterkopf stehst. Zwischen Deinen Schulterblättern sollte daher etwas Abstand zum Boden sein. Dein Hinterkopf liegt auf, Deine Halswirbelsäule befindet sich jedoch ebenfalls in der Luft. Das erreichst Du, indem Du Deinen Hinterkopf bewusst in den Boden drückst.

Im traditionellen Count: Wechsele hier direkt weiter in den Bewegungsfluss der nächsten Haltung.

Beachte: Bei jeder Umkehrhaltung verengen sich die Blutgefäße zum Gehirn. So fangen diese den durch die Körperhaltung erhöhten Blutdruck auf das Gehirn ab. Umkehrhaltungen trainieren also die Anpassung der Gefäße zum Gehirn und wirken daher präventiv gegen migräneartige Kopfschmerzen. Bei exzessiv langem Verweilen in einer Umkehrhaltung ermüdet jedoch dieser Mechanismus. Dann steigt der Druck im Gehirn und auch der Augeninnendruck erhöht sich. Bleibe daher nur moderat lange in einer Umkehrhaltung.

Wirkung: Der Schulterstand, Sālamba Sarvāṅgāsana, erleichtert als Umkehrhaltung den Rückfluss des Blutes und der Gewebeflüssigkeit Richtung Herz. Dadurch vermehrt sich das zirkulierende Blutvolumen. Du fühlst Dich wacher. Die Haltung fördert Deine Regeneration und ist daher ideal nach der vorherigen intensiven Körperpraxis.

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Photographer: Richard Pilnick - www.richardpilnick.com

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Dr. Ronald Steiner

From Ulm

The "Yoga Doc" - Dr. Ronald Steiner is the founder of the AYI method. This method links traditional Ashtanga Yoga with innovative Yogatherapy and living Philosophy. This forms a practice that is personal for each and... more ›

Richard Pilnick

Richard Pilnick is a great photographer who exhibited his work around Europe and Asia. For Richard, photography is the doorway to different cultures and traditions, it is a moment captured, a feeling, an emotion, a... more ›

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