Herz und Becken auseinander: Dein Körper sollte Kraft durch Zugspannung übertragen, nicht durch Druck. Auf die Wirbelsäule bezogen, entsteht so Stabilität und gleichzeitig zwischen den Bandscheiben Raum. Du kannst das erreichen indem Du zwischen Becken und Brustbein eine gegenläufige Spannungsrichtung aufbaust. Stelle Dir hierzu vor Du möchtest mit des Beckens weg vom Herzraum kippen und mit der Vorderseite des Herzraumes umgekehrt weg vom Becken kippen. So entsteht Zug an der Vorderseite Deines Körpers zwischendiesen beiden Bereichen.
Kreuzbein und Hinterkopf verlängern: Doch für eine wirklich dreidimensionale Stabilität reicht diese Spannung an der Vorderseite des Körpers nicht aus. Baue hierzu ganz analog auch über die Rückseite des Körpers Spannung auf. Lasse hierzu in Deiner Vorstellung Hinterkopf und Kreuzbein auseinander wachsen. Achte jedoch darauf durch diese Spannung über die Körperrückseite weder die Spannung an der Körpervorderseite, noch die Weite des Iliosakralgelenkes zu opfern.
Alternative Form
Jede Körperhaltung kannst Du in verschiedenen Formen ausführen. Eine Form ist eine alternative Haltung, die einen Teil der Wirkungen und Charakteristik übernimmt, jedoch eine oder mehrere Schwierigkeiten vermeidet.
Die Schultern sind in dieser Purvottanasana durchaus herausgefordert. Denn für die gesunde Ausrichtung der Schulterblätter und Schwebespannung zwischen Schulterblatt und Oberarm ist einiges an Kraft notwendig. Um Dir die Schulterblatt Ausrichtung zu erleichtern beginne die Haltung mit noch stärker an gebeugten Beinen und etwa hüftbreiten Füßen. Die Knie bleiben dann beim Anheben etwa rechtwinklig gebeugt. So ist der Hebel für Dein Körpergewicht kürzer und es wird Dir leichter fallen die Schulterblätter gegen die Schwerkraft zu stemmen. Zugleich wird es leichter, Spannung zwischen Becken und Herzraum sowie zwischen Kreuzbein und Hinterkopf aufzubauen.
Das nach hinten Absenken des Kopfes erzeugt eine Extension in der Halswirbelsäule. Dies ist bei einer gesunden Halswirbelsäule eine unproblematische Haltung. Doch viele Menschen leiden unter Vorschädigungen in diesem Bereich. Dann kann es helfen das Kinn auf der Brust zu belassen.
Fotograf: Richard Pilnick - www.richardpilnick.com
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