SVU 2.1-2.3: Savitṛ sammelt Geist und Sinne
SVU 2.1-2.3: Savitṛ sammelt Geist und Sinne

SVU 2.1-2.3: Savitṛs Antrieb zum großen Licht

Unter Savitṛs Antrieb sammeln sich Geist und Erkenntniskräfte auf die Wahrheit; aus dem irdischen Feuer tritt das große Licht hervor.

Dr. Ronald Steiner Dr. Ronald Steiner Nils Jacob Liersch Nils Jacob Liersch
Śvetāśvatara Upaniṣad 2.1
युञ्जानः प्रथमं मनस्तत्वाय सविता धियः |
yuñjānaḥ prathamaṃ manas; tatvāya savitā dhiyaḥ | Analyse ▾ Analyse ▴
yuñjānaḥ
Nominativ Singular Maskulin Partizip Präsens Medial
Verbalwurzel
sich anschirrend, sammelnd
prathamam
Akkusativ Singular Neutrum
Adjektiv
zuerst, als Erstes
manas
Akkusativ Singular
Substantiv Neutrum
den Geist, Verstand
tatvāya
Dativ Singular
Substantiv Neutrum
zur Wahrheit, zum wahren Wesen
savitā
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Savitṛ, der Antreiber und Beweger
dhiyaḥ
Akkusativ Plural
Substantiv Feminin
die Gedanken, Erkenntniskräfte
अग्नेर्ज्योतिर्निचायिय पृथिव्या अधि आभरत् ||1||
agner jyotir nicāyi*ya; pṛthivyā adhi* ābharat ||1|| Analyse ▾ Analyse ▴
agneḥ
Genitiv Singular
Substantiv Maskulin
des Feuers
jyotiḥ
Akkusativ Singular
Substantiv Neutrum
das Licht
nicāyya
Absolutus
Präfix
Verbalwurzel
nachdem er wahrgenommen, erkannt hat
pṛthivyāḥ
Ablativ Singular
Substantiv Feminin
von der Erde, über die Erde hinaus
adhi
Adverb
darüber, oberhalb
ābharat
3. Person Singular Aktiv Präteritum
Präfix
Verbalwurzel
er brachte hervor, führte herauf
Metrum: Vedische Anuṣṭubh
Sich sammelnd (yuñjānaḥ | nom sg m pcm), zuerst (prathamaṃ | acc sg n) den Geist (manas | acc sg) auf die Wahrheit hin (tatvāya | dat sg), [lenkte] Savitṛ (savitā | nom sg) die Erkenntniskräfte (dhiyaḥ | acc pl). Des Feuers (agner | gen sg) Licht (jyotir | acc sg), nachdem er es erkannt hatte (nicāyya | abs), brachte er von der Erde (pṛthivyā | abl sg) darüber (adhi) hervor (ābharat | 3p sg act pret).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Zu Beginn sammelt Savitṛ den Geist und richtet die Erkenntniskräfte auf die Wahrheit. Nachdem er das Licht des Feuers erkannt hat, hebt er es über die Erde empor.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya versteht den Kapitelbeginn als Gebet um Sammlung des Geistes. Savitṛ soll Geist und Lebenskräfte von äußeren Gegenständen zurückziehen, mit dem höchsten Selbst verbinden und die erhellende Kraft der lenkenden Gottheiten im eigenen Leib wirksam machen, damit wahre Erkenntnis möglich wird.

Śvetāśvatara-Upaniṣad Śaṅkara-Bhāṣya

Śaṅkarānanda nennt Yoga das erste und unentbehrliche Mittel gegen die Außenwendung des Geistes. Wie ein Elefantenhaken hält der Geist Sinne und Lebenskräfte. Im gesammelten Geist wird das selbstleuchtende innere Licht erkannt; daraus entsteht die Einsicht in das Selbst und schließlich die Erfahrung, alles Selbst zu sein.

Śaṅkarānandas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Nārāyaṇa bietet zwei Lesarten. Rituell wird Prajāpati zum kosmischen Geist, der sich als individuelle Geister und Sinneskräfte in die Wesen verteilt. Yogisch beschreibt er Kuṇḍalinī-Yoga: Der Atem entfacht das Licht im Ādhāra, zieht die fünf Elemente aufwärts und führt sie durch die sechs Cakras bis zum Dvādaśānta.

Nārāyaṇas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Vijñānabhagavat erklärt Īśvara zum Ursprung der als Zügelung verstandenen inneren Askese. Zu Beginn des Samādhi verbindet er den Geist mit dem höchsten Selbst, löst die Erkenntnissinne von unheilsamen Regungen und richtet sie sāttvisch aus. Das Licht aller Lichter wird so in der Buddhi als innerstes Selbst offenbar.

Vijñānabhagavats Śvetāśvataropaniṣadvivaraṇa
dhiyaḥ LV1958, ASS1927 ] dhiyam LV1958-app

agner LV1958, ASS1927 ] agnim LV1958-app
Kritischer Apparat
Verstand und Sinn zur Wesenheit Zuerst anschirrt Gott Savitar, Der Agni, als Licht kundmachend, Über die Erde führte hin.
Paul Deussen - 1921
Savitri (the Inspirer), first controlling mind And thought for truth, Discerned the light of Agni (Fire) And brought it out of the earth.<1>
<1: Or possibly dative, ‘to the earth.’>
Robert Hume - 1921
The Creator, first concentrating the mind (on His designed creation) (for becoming that) assumes the form of a (collective or universal) mind, as well as the form of sense-powers, having (then) seen the light of the soul (in the mind) He introduces (or divides) that mind (individually or separately) among created beings.—(Nārāyaṇa)

Or

The Creator, first concentrating the mind on the Supreme Being for the manifestation of the truth, and (checking) the organs of sense (from evil inclinations) and having then realized the Supreme Light of Lights, introduced that Light in the whole of creation.—(Vijñānabhagavat).
Siddhesvar Varma Shastri - 1916
Verstand und Sinn zur Wesenheit Zuerst anschirrt Gott Savitar, Der Agni, als Licht kundmachend, Über die Erde führte hin.
Paul Deussen - 1897
<1>Savitri (the sun), having first collected his mind and expanded his thoughts, brought Agni (fire), when he had discovered his light, above the earth.
<1: The seven introductory verses are taken from hymns addressed to Savitri as the rising sun. They have been so twisted by Saṅkara, in order to make them applicable to the teachings of the Yoga philosophy, as to become almost nonsensical. I have given a few specimens of Saṅkara’s renderings in the notes, but have translated the verses, as much as possible, in their original character. As they are merely introductory, I do not understand why the collector of the Upanishad should have seen in them anything but an invocation of Savitri.>
F. Max Müller - 1884
Concentrating first<1> the mind and the senses of intellect (upon Bramha) for the acquiring of truth<2>, may Savitri, having seen the illuminating fire, bring it to the earth.
<1: The second chapter describes the appliances, by which the concentration upon Bramha is effected. The first four verses contain, as a kind of introduction, the praise of Savitri (the god of the sun) for the accomplishment of concentration. They are almost literally taken from the Sanhitā of the white Yajur Veda.—Vid. Dr. Weber’s White Yajurveda. Vol. I. ii. 1–5.>
<2: Tattvāya “for the acquirement of truth,” is the reading adopted by Śankara. Weber’s edition of the W. Y. gives, instead of this “Tatwāya,” the Vedaic gerund of the verb “tan,” which Mahīdhara in his commentary explains by “tanitwā.” According to this reading the translation would be: “Concentrating first the mind and expanding the senses of intellect, may Savitri &c.”>
Edward Röer - 1853
Śvetāśvatara Upaniṣad 2.2
युक्तेन मनसा वयं देवस्य सवितुः सवे |
yuktena manasā vayaṃ; devasya savituḥ save | Analyse ▾ Analyse ▴
yuktena
Instrumentalis Singular Neutrum Partizip Perfekt Passiv
Verbalwurzel
mit gesammeltem, angeschirrtem
manasā
Instrumentalis Singular
Substantiv Neutrum
mit dem Geist, Verstand
vayam
Nominativ Plural
Pronomen pers 1p
wir
devasya
Genitiv Singular
Substantiv Maskulin
des Gottes
savituḥ
Genitiv Singular
Substantiv Maskulin
des Savitṛ, Antreibers
save
Lokativ Singular
Substantiv Maskulin
unter dem Antrieb, auf Geheiß
सुवर्गेयाय शक्तिया ||2||
suvargeyāya śakti*yā ||2|| Analyse ▾ Analyse ▴
suvargeyāya
Dativ Singular Neutrum
Adjektiv
zu der zum Himmel führenden Meditationshandlung
śaktyā
Instrumentalis Singular
Substantiv Feminin
durch Kraft, nach Vermögen
Metrum: Gāyatrī
Mit gesammeltem Geist (yuktena manasā | ins sg) [handeln] wir (vayam | nom pl), des Gottes (devasya | gen sg) Savitṛs (savituḥ | gen sg) Antrieb [folgend] (save | loc sg), für die zum Himmel führende [Meditationshandlung] (suvargeyāya | dat sg n), nach [unserem] Vermögen (śaktyā | ins sg).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Mit gesammeltem Geist folgen wir dem Antrieb des göttlichen Savitṛ und widmen uns nach unserem Vermögen der Meditation, die zum Himmel führt.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya deutet Savitṛ als den mit dem höchsten Selbst verbindenden Lenker. Durch seine Zustimmung und mit gesammeltem Geist soll der Übende die Meditation aufnehmen, die zum „Himmel“ führt. Dieser Himmel meint hier das höchste Selbst als Ursprung und Vollendung allen Glücks.

Śvetāśvatara-Upaniṣad Śaṅkara-Bhāṣya

Śaṅkarānanda lässt die Mantraseher geloben, den von Savitṛ ermächtigten Geist zur Befreiung einzusetzen. „Himmel“ ist für ihn nicht bloß eine jenseitige Welt, sondern das Ende des Nichtwissens. Die Kraft des selbstleuchtenden Weltschöpfers macht den Geist für dieses Ziel fähig.

Śaṅkarānandas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Nārāyaṇa liest zunächst rituell: Savitṛ gibt Körper und Kraft für Handlungen, die zum Himmel und über Geistesreinigung zur Befreiung führen. In seiner yogischen Zweitlesung wird der Übende durch Savitṛs Ermächtigung zum Yogaopfer zugelassen und auf den Lichtweg zur höchsten Verwirklichung ausgerichtet.

Nārāyaṇas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Vijñānabhagavat macht Savitṛs Zustimmung zur Bedingung der Einspitzigkeit. Aus göttlicher Gnade entstehen Śama, Dama und die weiteren Voraussetzungen; mit der ebenfalls verliehenen Kraft vollzieht der Suchende Hören und andere Erkenntnismittel, durch die sich die mit „Himmel“ bezeichnete grenzenlose Glückseligkeit offenbart.

Vijñānabhagavats Śvetāśvataropaniṣadvivaraṇa
śaktyā LV1958, ASS1927 ] śaktyai LV1958-app; śaktiā conj. LV1958 (m. c.)

śakti*yā conj. ed. ] śaktyā LV1958
Kritischer Apparat
Getrieben von Gott Savitar Sind angeschirrten Geistes wir, Zum Himmelsliede und zur Kraft.
Paul Deussen - 1921
With mind controlled, we are In the inspiration of the god Savitri, For heaven and strength.
Robert Hume - 1921
Under the command of the Self-Luminous Creator, with our mind controlled (by His grace), we try with (all our) strength, for meditation, the means of getting salvation;

Or

We have been created by the Self-Luminous Creator, so that, with our mind controlled and (equipped with) power, (we may reach) Heaven.
Siddhesvar Varma Shastri - 1916
Getrieben von Gott Savitar Sind angeschirrten Geistes wir, Zum Himmelsliede und zur Kraft.
Paul Deussen - 1897
<1> With collected minds we are at the command of the divine Savitri, that we may obtain blessedness.
<1: The second verse is from Taitt. Samh. IV, 1, 1, 1, 3; Vāg. Samh. XI, 2. The Vāgasaneyi-text has svargyāya for svargeyāya, and saktyā for saktyai. Saṅkara explains: “With a mind that has been joined by Savitri to the Highest Self, we, with the sanction of that Savitri, devote ourselves to the work of meditation, which leads to the obtainment of Svarga, according to our power.” He explains Svarga by Paramātman. Sāyana in his commentary on the Taittirīya-samhitā explains svargeyāya by svargaloke gīyamānasyāgneh sampādanāya; Saṅkara, by svargaprāptihetubhūtāya dhyānakarmane. Saktyai is explained by Saṅkara by yathāsāmarthyam; by Sāyana, by saktā bhūyāsma. Mahīdhara explains saktyā by svasāmarthyena. I believe that the original reading was svargyāya saktyai, and that we must take saktyai as an infinitive, like ityai, construed with a dative, like drisaye sūryāya, for the seeing of the sun. The two attracted datives would be governed by save, “we are under the command of Savitri,” svargyāya saktyai, “that we may obtain svargya, life in Svarga or blessedness.”>
F. Max Müller - 1884
By the grace of the divine Savitri (let us) with concentrated mind (strive) according to our power for the attainment of heaven.
Edward Röer - 1853
Śvetāśvatara Upaniṣad 2.3
युक्त्वाय मनसा देवान्सुवर्यतो धिया दिवम् |
yuktvāya manasā devān; suvar yato dhiyā divam | Analyse ▾ Analyse ▴
yuktvāya
Infinitiv
Verbalwurzel
um anzuschirren, zu verbinden
manasā
Instrumentalis Singular
Substantiv Neutrum
mit dem Geist, Verstand
devān
Akkusativ Plural
Substantiv Maskulin
die Götter, Sinne
suvar
Akkusativ Singular
Substantiv Neutrum
zum Himmel, himmelwärts
yataḥ
Akkusativ Plural Maskulin Partizip Präsens Aktiv
Verbalwurzel
die strebenden, gehenden
dhiyā
Instrumentalis Singular
Substantiv Feminin
durch Erkenntnis, Einsicht
divam
Akkusativ Singular
Substantiv Feminin
zum Himmel, den Himmel
बृहज्ज्योतिः करिष्यतः सविता प्रसुवाति तान् ||3||
bṛhaj jyotiḥ kariṣyataḥ; savitā prasuvāti tān ||3|| Analyse ▾ Analyse ▴
bṛhat
Akkusativ Singular Neutrum
Adjektiv
großes, erhabenes
jyotiḥ
Akkusativ Singular
Substantiv Neutrum
Licht
kariṣyataḥ
Akkusativ Plural Maskulin
Adjektiv
die es hervorbringen werden
savitā
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Savitṛ, der Antreiber
prasuvāti
3. Person Singular Aktiv Präsens
Präfix
Verbalwurzel
er treibt an, setzt in Bewegung
tān
Akkusativ Plural Maskulin
Pronomen dem
sie, jene
Metrum: Anuṣṭubh
Um anzuschirren (yuktvāya | inf) mit dem Geist (manasā | ins sg) die Götter (devān | acc pl), die zum Himmel (suvar | acc sg) streben (yataḥ | acc pl m pca), durch Erkenntnis (dhiyā | ins sg) zum Himmel (divam | acc sg) [gelangen und] das große Licht (bṛhaj jyotiḥ | acc sg) hervorbringen werden (kariṣyataḥ | acc pl m), [dazu] treibt Savitṛ (savitā | nom sg) [sie] an (prasuvāti | 3p sg act pres), eben diese (tān | acc pl m).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Savitṛ treibt die Götter an: Mit dem Geist gesammelt und von Einsicht geleitet, sollen sie zum Himmel streben und das große Licht hervorbringen.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya nennt Geist und Sinne „Götter“. Savitṛ soll sie von ihren Gegenständen abwenden und nach innen führen, damit sie nicht Sinnesobjekte, sondern das große Licht des vollkommenden Brahman enthüllen. Erkenntnis erscheint damit als Umkehr der gesamten Wahrnehmungsrichtung.

Śvetāśvatara-Upaniṣad Śaṅkara-Bhāṣya

Śaṅkarānanda versteht die „Götter“ als Sinne, die gewöhnlich zum Genuss streben und Gegenstände hervortreten lassen. Werden jedoch alle Erscheinungen als Wirkung Savitṛs erkannt, verliert diese Auswärtsbewegung ihren eigenständigen Grund. Die Sinne werden nicht mehr von Gegenständen erzeugt und beherrscht, sondern in ihrem Ursprung gesammelt.

Śaṅkarānandas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Nārāyaṇa erklärt rituell, der Geist richte die Lebenskräfte auf das Opfer, das die Sonne als großes Licht stärkt. Yogisch führt Savitṛ die gereinigten Sinne und die Buddhi auf dem Lichtweg: Sie sollen das Selbstlicht offenbaren und den Übenden über Brahmaloka zur Selbsterkenntnis bringen.

Nārāyaṇas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Vijñānabhagavat liest die „Götter“ als Indra und die übrigen Erkenntniskräfte. Im einspitzigen, einwärts gerichteten Geist enthüllen sie durch die Einsicht „Ich bin Brahman“ das nichtduale Bewusstseinslicht. Selbst die Götter seien erst durch die Gnade des höchsten Herrn zu dieser Vollendung gelangt.

Vijñānabhagavats Śvetāśvataropaniṣadvivaraṇa
Anschirrend Sinne und Verstand, Andächtig himmelwärts zu ziehn Und großes Licht zu schaffen uns, Soll Savitar sie treiben an.
Paul Deussen - 1921
With mind having controlled the powers That unto bright heaven through thought do go, May Savitri inspire them, That they may make a mighty light!
Robert Hume - 1921
Having controlled with mind the organs of sense which go to the world of sensuous pleasure (or heaven) and which manifest (by) insight (or wisdom) the Light (in the form of) the Luminous Brahm (or the Self-Luminous Sun), the Creator stimulates those organs.

Or

Having employed, with (a controlled) mind, the Gods, Indra, &c., who go to Brahm, the abode of bliss, and who manifest, by their insight or wisdom, the Light (of) the Self-Luminous Brahm, the Creator commands those gods.
Siddhesvar Varma Shastri - 1916
Anschirrend Sinne und Verstand, Andächtig himmelwärts zu ziehn Und großes Licht zu schaffen uns, Soll Savitar sie treiben an.
Paul Deussen - 1897
<1> May Savitri, after he has reached with his mind the gods as they rise up to the sky, and with his thoughts (has reached) heaven, grant these gods to make a great light to shine.
<1: The third verse is from Taitt. Samh. IV, 1, 1, 1, 2; Vāg. Samh. XI, 3. The Taittirīyas read yuktvāya manasā; the Vāgasaneyins, yuktvāya savitā. Saṅkara translates: “Again he prays that Savitri, having directed the devas, i.e. the senses, which are moving towards Brahman, and which by knowledge are going to brighten up the heavenly light of Brahman, may order them to do so; that is, he prays that, by the favour of Savitri, our senses should be turned away from outward things to Brahman or the Self.” Taking the hymn as addressed to Savitri, I have translated deva by gods, not by senses, suvaryatah by rising to the sky, namely, in the morning. The opposition between manasā and dhiyā is the same here as in verse 1, and again in verse 4.>
F. Max Müller - 1884
Having united the senses (devāḥ) through which heaven is gained, with the mind (and) with intellect, let Savitri cause them to manifest the divine infinite light.
Edward Röer - 1853

Mit AYI Free weitermachen

Illustrationen: KI-generiert.

Editor:innen

Dr. Ronald Steiner

Aus Ulm

Dr. Ronald Steiner, der „Yoga Doc“, begründete die AYI Methode: traditioneller Ashtanga, moderne Yogatherapie und lebendige Philosophie – als persönliche Praxis von sportlich-akrobatisch bis meditativ-therapeutisch. Er... mehr ›

Nils Jacob Liersch

Meine Begeisterung für Yoga, indische Philosophie und Sanskrit führte mich zum Studium der Indologie und Religionswissenschaft an der Universität Heidelberg. Seit 2004 befinde ich mich auf meinem persönlichen Yogaweg... mehr ›

Nachrichten und Bewertungen
1 Nachrichten Ø

Bitte melde Dich an, um eine Nachricht zu schreiben. Hier gehts zum Login