Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya fordert, durch Savitṛs Gnade das uralte Brahman zu verehren und in ihm die Festigkeit des Samādhi zu schaffen. Geläuterte frühere Handlungen binden dann nicht erneut: Ihre keimfähige Kraft ist im Erkenntnisfeuer verbrannt, wie die Schrift vom Verbrennen aller Verfehlungen sagt.
Śaṅkarānanda identifiziert Savitṛ mit dem anfanglosen Brahman und lässt den Übenden in ihm seinen inneren Standort schaffen. „Yoni“ kann auch die Māyā als Weltmutter bezeichnen, die erkannt werden soll. Gutes wie schlechtes früheres Karma vermag den in Brahman gefestigten Geist nicht mehr nach außen zu treiben.
Nārāyaṇa setzt seine Geburtsdeutung fort. Der neu entstandene Geist dient den Lebenskräften und der uranfänglichen Speise; Savitṛ bringt ihn je nach angesammeltem Karma in eine hohe oder niedrige Geburt. Keine vollzogene Handlung gehe selbst in unermesslicher Zeit verloren, bevor ihre heilsame oder unheilsame Frucht erfahren wurde.
Vijñānabhagavat gibt eine präzise Meditationsanweisung: Der am Dvādaśānta vorgestellte Mond soll Nektar durch die Suṣumṇā herabströmen lassen; im Mūlādhāra wird das Feuermaṇḍala als Sitz Brahmans errichtet. So meditiert, verzögere Brahman die Frucht nicht, sondern gewähre sie rasch.
<1: Such is the traditional interpretation of a line which, even in its original source (RV. 6. 16. 18a with a very slight alteration), is of doubtful meaning.>
Or
One should serve Brahm, existing from time without beginning, with nectar produced from the moon (during the practice of Yoga); in that place (called mūlādhāra) thou shouldst make a locality called (pratimaṇḍala) for the worship of Brahm. In that way the fruit will not be delayed to thee.
<1: We must read krinavase, in the sense of “do this and nothing will hurt thee,” or, if thou do this, thy former deeds will no longer hurt thee.>
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Illustrationen: KI-generiert.
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