jāgrat-svapna-suṣupta-bhede turyābhoga-sambhavaḥ ||1.7|| Analyse ▾ Analyse ▴
Kṣemarāja erklärt in der Vimarśinī: Klar ist: Der höchste Zustand ist kein vierter Raum neben den drei bekannten Zuständen.
In der Vārttika wird erläutert: Dieser Satz bildet den Übergang vom Śakticakra zur Zustandslehre: In der Unterscheidung von Wachen, Traum und Tiefschlaf kann die Erfahrung von Turya aufleuchten.
jñānaṃ jāgrat ||1.8|| Analyse ▾ Analyse ▴
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jñānam
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Wissen, Erkenntnis | |
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jāgrat
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jāgrat
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Wachen, Wachzustand |
Kṣemarāja erklärt in der Vimarśinī: Wachen meint hier die nach außen gerichtete Erkenntnis gemeinsamer Gegenstände.
In der Vārttika wird erläutert: Traum ist das von inneren Vorstellungen geformte Wissen, das nicht auf gemeinsam wahrgenommenen Gegenständen beruht.
Kṣemarāja erklärt in der Vimarśinī: Traum bezeichnet nicht nur Schlafbilder, sondern jedes Erleben, das vor allem aus innerer Vorstellung entsteht.
In der Vārttika wird erläutert: Im Tiefschlaf bleiben Nicht-Unterscheidung und Māyā bestehen, obwohl die bestimmte Wahrnehmung ruht.
Kṣemarāja erklärt in der Vimarśinī: Tiefer Schlaf steht für das Dunkel, in dem weder klare Unterscheidung noch wahres Wiedererkennen da ist.
In der Vārttika wird erläutert: Wachen ist das gemeinsame, sinnlich geteilte Wissen.
Kṣemarāja erklärt in der Vimarśinī: Wer das eigene Bewusstsein als Herr der drei Zustände erkennt, wird nicht mehr von Wachen, Traum und Schlaf verschluckt.
In der Vārttika wird erläutert: Der Yogin erlebt die drei Zustände als einen einzigen Turya-Raum.
Illustrationen: KI-generiert.
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