śivāṃ giri-tra tāṃ kuru; mā hiṃsīḥ puruṣaṃ jagat ||6|| Analyse ▾ Analyse ▴
Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya bittet Rudra, seinen Pfeil heilbringend zu machen und Mensch wie Welt zu verschonen. Der Kommentar verbindet dies mit dem Wunsch, der Herr möge den Betenden stattdessen seine sichtbare, gestalthafte Brahmanform offenbaren.
Śaṅkarānanda richtet Rudras Pfeil gegen das Böse, nicht gegen die lebendige Welt. giritra wird zum Beschützer des Berges, der Wissenden oder der eigenen Verehrer. Damit wird die gefährliche Waffe in ein Mittel des Schutzes umgedeutet.
Nārāyaṇa weitet die Bitte um Nichtverletzung ausdrücklich aus: Rudra soll weder den angeredeten Menschen und seine Angehörigen noch überhaupt das lebendige Weltganze treffen. Die Schutzbitte umfasst so Familie und Kosmos.
Vijñānabhagavat liest die furchtbare, mit Eigenschaften versehene Rudragestalt im Dienst der Erkenntnis. Der zerstörungsfähige Pfeil soll Leib, Organe, Vedānta-Lehrer und andere Voraussetzungen verschonen, bis die unmittelbare Schau des eigenschaftslosen Selbst vollendet ist.
<1: Vers 5–6 = Vāj. Saṃh. 16,2–3 (Nīlarudra-Up. 8. 5).>
<1: Vers 5–6 = Vāj. Saṃh. 16,2–3 (Nīlarudra-Up. 8. 5).>
<1: See Vāg. Saṃh. XVI, 3; Taitt. Saṃh. IV, 5, 1, 1; Nīlarudropan. p. 274.>
<1: Mahīdhara, the commentator of the Vāj. S., gives the meaning of Giriśanta in accordance with Śankara.>
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Illustrationen: KI-generiert.
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