Die gegenwärtigen Dharmas sind manifest, vergangene und zukünftige subtil und in der Gestalt der sechs aviśeṣa; alle sind besondere Anordnungen der guṇa. Ein zitiertes Lehrwort erklärt die höchste Form der Guṇa für der Wahrnehmung entzogen und das Sichtbare für „wie Māyā“ und äußerst geringfügig. Der Abschnitt behauptet daher weder eine vom Guṇa-Gefüge unabhängige Gegenstandssubstanz noch die bloße Irrealität dieses Gefüges.
Die Gegenstandswirklichkeit (vastu-tattva) beruht auf einer einheitlichen Umwandlung der vielen Guṇa: Als Erkenntnisinstrumente bilden sie etwa ein Sinnesorgan, als Erkennbares einen Laut und in weiteren Anordnungen ein körperliches Ding. Das Bhāṣya weist den Schluss zurück, aus dem Zusammentreffen von Gegenstand und Erkenntnis oder aus gegenstandsloser Traumerkenntnis sei der Gegenstand lediglich eine Erkenntniskonstruktion. Der Gegenstand tritt vielmehr aus eigener Wirksamkeit hervor und kann nicht durch unbegründetes begriffliches Denken beseitigt werden.
Mit AYI Free weitermachen
Illustrationen: KI-generiert.
Bitte melde Dich an, um eine Nachricht zu schreiben. Hier gehts zum Login