nirvicāra-vaiśāradye 'dhyātma-prasādaḥ ||47|| Analyse ▾ Analyse ▴
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nirvicāra
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in der Samāpatti ohne subtile Betrachtung | |
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vaiśāradye
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bei vollendeter Klarheit | |
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adhyātma
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des Inneren | |
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prasādaḥ
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Klarheit |
Vaiśāradya ist der klare, stetige Strom des leuchtenden Buddhi-Sattva, dessen Unreinheit und Verhüllung entfernt sind und das nicht mehr von Rajas und Tamas überwältigt wird. Reift Nirvicāra-Samādhi in dieser Weise, entsteht adhyātma-prasāda: ein deutliches Licht der Prajñā, das wirkliche Gegenstände erfasst, ohne ihrer zeitlichen Abfolge zu folgen. Ein zitierter Vers vergleicht den Weisen mit einem Menschen auf einem Berg, der die unten stehenden Leidenden überblickt.
Die im gesammelten Citta entstehende Prajñā heißt ṛtaṃbharā, „wahrheitstragend“, weil sie ausschließlich Wahrheit trägt und nicht einmal eine Spur verkehrter Erkenntnis enthält. Das Bhāṣya zitiert dazu einen Vers, nach dem Prajñā durch Überlieferung, Schlussfolgerung und den Geschmack eingeübter Meditation dreifach ausgebildet wird und so zum höchsten Yoga führt.
śrutānumāna-prajñābhyām anya-viṣayā viśeṣārthatvāt ||49|| Analyse ▾ Analyse ▴
Wissen aus Überlieferung und Schlussfolgerung erfasst nach dem Bhāṣya das Allgemeine, weil Wörter nicht für jedes einzelne Besondere konventionalisiert sind und auch Schlüsse allgemeine Beziehungen bestimmen. Das Besondere an subtilen, verborgenen oder fernen Dingen kann auch gewöhnliche Wahrnehmung nicht erfassen. Es ist jedoch nicht deshalb unwirklich: Die Samādhi-Prajñā erfasst gerade solche Besonderheiten in den subtilen Elementen oder im Puruṣa und hat daher einen anderen Gegenstandsbereich.
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Illustrationen: KI-generiert.
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