PYS 1.5–11: Die fünf Vṛtti
PYS 1.5–11: Die fünf Vṛtti

Yogaśāstra 1.5–11: Bewegungen des Citta

Gültige Erkenntnis, Irrtum, begriffliche Konstruktion, Schlaf und Erinnerung bilden fünf leidbehaftete oder nicht leidbehaftete Citta-Vṛtti.

Dr. Ronald Steiner Dr. Ronald Steiner Laura von Ostrowski Laura von Ostrowski
Patañjali Yoga Sūtra 1.5
वृत्तयः पञ्चतय्यः क्लिष्टाक्लिष्टाः ||5||
vṛttayaḥ pañcatayyaḥ kliṣṭākliṣṭāḥ ||5|| Analyse ▾ Analyse ▴
vṛttayaḥ
Nominativ Plural
Substantiv Feminin
Bewegungen
pañcatayyaḥ
Nominativ Plural Feminin
Adjektiv
fünffach
kliṣṭa
Dvandva-Kompositum
Adjektiv
leidbehaftet
akliṣṭāḥ
Nominativ Plural Feminin
Adjektiv
nicht leidbehaftet
Die Bewegungen (vṛttayaḥ | nom pl) sind fünffach (pañcatayyaḥ | nom pl f) [und jeweils] leidbehaftet oder nicht leidbehaftet (kliṣṭākliṣṭāḥ | nom pl f).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Nicht jede innere Bewegung (vṛtti) ist ein Problem. Frage Dich weniger, ob ein Gedanke angenehm ist, sondern ob er Leiden verstärkt oder mehr Freiheit ermöglicht.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Kliṣṭa sind Vṛtti, die aus den Kleśas entstehen und zum Feld für die Anhäufung karmischer Anlagen werden. Akliṣṭa sind auf unterscheidende Erkenntnis gerichtet und wirken der Aufgabe der Guṇas entgegen. Beide können den jeweils anderen Strom unterbrechen. Vṛtti erzeugen gleichartige Saṃskāras und Saṃskāras wiederum Vṛtti; so kreist das Rad von Vṛtti und Saṃskāra unablässig, bis das Citta seine Aufgabe beendet hat und in seinen Ursprung zurücktritt.

Yoga Śāstra Vyāsa-Bhāṣya
The modifications (of the internal organ) are of five kinds, (and they are either) painful or not painful.
James R. Ballantyne - 1852
the functions, are five-fold, painful ( and ) non-painful.
Ganganatha Jha - 1907
Die Funktionen sind fünffach, bedrückt und nichtbedrückt (mit den kleśas behaftet oder nicht behaftet).
Paul Deussen - 1908
The fluctuations are of five kinds and are hindered or unhindered.
James Haughton Woods - 1914
Patañjali Yoga Sūtra 1.6
प्रमाणविपर्ययविकल्पनिद्रास्मृतयः ||6||
pramāṇa-viparyaya-vikalpa-nidrā-smṛtayaḥ ||6|| Analyse ▾ Analyse ▴
pramāṇa
Dvandva-Kompositum
Substantiv Neutrum
gültige Erkenntnis
viparyaya
Dvandva-Kompositum
Substantiv Maskulin
Irrtum
vikalpa
Dvandva-Kompositum
Substantiv Maskulin
begriffliche Konstruktion
nidrā
Dvandva-Kompositum
Substantiv Feminin
Schlaf
smṛtayaḥ
Nominativ Plural
Substantiv Feminin
Erinnerung
Gültige Erkenntnis, Irrtum, begriffliche Konstruktion, Schlaf und Erinnerung (pramāṇa-viparyaya-vikalpa-nidrā-smṛtayaḥ | nom pl) [sind diese fünf Bewegungen des Citta].
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Unterscheide, ob Du gerade wahrnimmst, Dich irrst, etwas sprachlich konstruierst, schläfst oder Dich erinnerst. Diese einfache Orientierung kann verhindern, dass jede innere Bewegung (vṛtti) sofort zur Handlung wird.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Zu diesem Sūtra gibt das Vyāsa-Bhāṣya keine gesonderte Erklärung; es übernimmt die fünf technischen Namen pramāṇa, viparyaya, vikalpa, nidrā und smṛti und erläutert sie in den folgenden Abschnitten.

Yoga Śāstra Vyāsa-Bhāṣya
(The modifications of the internal organ are) evidence (or right notion), misconception, fancy, sleep and memory.
James R. Ballantyne - 1852
Right Notion, Misconception, Fancy, Sleep and Memory.
Ganganatha Jha - 1907
Sie sind: [Richtiges Erkennen durch die] Erkenntnisnormen, Verkehrtheit, Annahme, Schlaf, Erinnerung.
Paul Deussen - 1908
Sources-of-valid-ideas and misconceptions and predicate-relations and sleep and memory.
James Haughton Woods - 1914
Patañjali Yoga Sūtra 1.7
प्रत्यक्षानुमानागमाः प्रमाणानि ||7||
pratyakṣānumānāgamāḥ pramāṇāni ||7|| Analyse ▾ Analyse ▴
pratyakṣa
Dvandva-Kompositum
Substantiv Neutrum
direkte Wahrnehmung
anumāna
Dvandva-Kompositum
Substantiv Neutrum
Schlussfolgerung
āgamāḥ
Nominativ Plural
Substantiv Maskulin
verlässliche Überlieferung
pramāṇāni
Nominativ Plural
Substantiv Neutrum
gültige Erkenntnismittel
Direkte Wahrnehmung, Schlussfolgerung und verlässliche Überlieferung (pratyakṣānumānāgamāḥ | nom pl) [sind] gültige Erkenntnismittel (pramāṇāni | nom pl).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Prüfe einen Eindruck aus drei Richtungen: Was nimmst Du selbst wahr, was folgerst Du daraus, und was stammt aus einer verlässlichen Mitteilung? So wird Erkenntnis (pramāṇa) im Alltag belastbarer.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Das Vyāsa-Bhāṣya bestimmt die drei gültigen Erkenntnismittel genauer:

  1. Pratyakṣa ist die durch die Sinneskanäle entstandene Färbung des Citta durch einen äußeren Gegenstand; seine Vṛtti bestimmt vor allem dessen Besonderheit. Ihr Ergebnis ist das Bewusstwerden dieser Citta-Vṛtti für den Puruṣa.
  2. Anumāna erfasst vor allem das Allgemeine durch eine Beziehung, die bei Gleichartigem vorkommt und von Andersartigem ausgeschlossen ist – etwa Bewegung aus Ortswechsel.
  3. Āgama ist die beim Hörer durch Worte entstehende Erkenntnis dessen, was ein verlässlicher Sprecher selbst wahrgenommen oder erschlossen hat. Hat der Sprecher den Gegenstand weder wahrgenommen noch erschlossen oder ist er unglaubwürdig, ist die Mitteilung unsicher.
Yoga Śāstra Vyāsa-Bhāṣya
The evidences are perception, inference and testimony.
James R. Ballantyne - 1852
Perception, Inference, Testimony are the right Notions.
Ganganatha Jha - 1907
Die Erkenntnisnormen sind: Wahrnehmung, Folgerung, Überlieferung.
Paul Deussen - 1908
Sources-of-valid-ideas are perception and inference and verbal-communication.
James Haughton Woods - 1914
Patañjali Yoga Sūtra 1.8
विपर्ययो मिथ्याज्ञानमतद्रूपप्रतिष्ठम् ||8||
viparyayo mithyā-jñānam atad-rūpa-pratiṣṭham ||8|| Analyse ▾ Analyse ▴
viparyayaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Irrtum
mithyā
Karmadhāraya-Kompositum
Adverb
falsch
jñānam
Nominativ Singular
Substantiv Neutrum
Wissen
atad
Karmadhāraya-Kompositum
Präfix
Pronomen dem
nicht dies
rūpa
Upapada-Kompositum
Substantiv Neutrum
in der Form
pratiṣṭham
Nominativ Singular Neutrum
Adjektiv
gegründet
Irrtum (viparyayaḥ | nom sg) [ist] falsches Wissen (mithyā-jñānam | nom sg), das auf einer Form beruht, die nicht diejenige [des Gegenstands] ist (atad-rūpa-pratiṣṭham | nom sg n).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Wenn Deine Vorstellung nicht zur Wirklichkeit passt, darfst Du sie verändern. Einen Irrtum (viparyaya) zu erkennen ist kein Scheitern, sondern ein Moment neuer Beweglichkeit.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Viparyaya ist falsche Erkenntnis, weil sie durch ein gegenstandsgetreues pramāṇa aufgehoben wird – wie die Wahrnehmung zweier Monde durch die richtige Wahrnehmung eines Mondes. Das Bhāṣya setzt diese Verkennung zugleich mit der fünfgliedrigen Unwissenheit gleich: avidyā, asmitā, rāga, dveṣa und abhiniveśa; ihre traditionellen Namen sind tamas, moha, mahāmoha, tāmisra und andhatāmisra.

Yoga Śāstra Vyāsa-Bhāṣya
Misconception ist incorrect notion. Not staying in the (proper) form of that (in respect whereof the misconception is entertained).
James R. Ballantyne - 1852
Misconception is false notion, abiding in a form, which is not that (of the object).
Ganganatha Jha - 1907
Verkehrtheit ist die falsche Erkenntnis, welche bei dem stehen bleibt, was nicht das Wesen der Sache ist.
Paul Deussen - 1908
Misconception is an erroneous idea not based on that form [in respect of which the misconception is entertained].
James Haughton Woods - 1914
Patañjali Yoga Sūtra 1.9
शब्दज्ञानानुपाती वस्तुशून्योविकल्पः ||9||
śabda-jñānānupātī vastu-śūnyo vikalpaḥ ||9|| Analyse ▾ Analyse ▴
śabda
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
Wort
jñāna
Upapada-Kompositum
Substantiv Neutrum
Erkenntnis
anupātī
Nominativ Singular Maskulin
Adjektiv
nachfolgend
vastu
Tatpuruṣa-Kompositum Instrumentalis
Substantiv Neutrum
eines wirklichen Gegenstands
śūnyaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Adjektiv
ohne
vikalpaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
begriffliche Konstruktion
Begriffliche Konstruktion (vikalpaḥ | nom sg) folgt der Erkenntnis aus Worten (śabda-jñānānupātī | nom sg m) und ist ohne [entsprechenden] Gegenstand (vastu-śūnyaḥ | nom sg m).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Worte können eine ganze Wirklichkeit erzeugen, obwohl noch nichts geschehen ist. Bevor Du auf eine Bezeichnung oder Geschichte (vikalpa) reagierst, schau noch einmal auf das, was tatsächlich da ist.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Vikalpa fällt weder unter gültige Erkenntnis noch unter Verkennung. Obwohl ihm ein entsprechender Gegenstand fehlt, ermöglicht die Kraft sprachlicher Erkenntnis einen sinnvollen Sprachgebrauch. Als Beispiele dienen Aussagen wie „Bewusstsein ist das Wesen des Puruṣa“, „der Puruṣa ist untätig“ oder „der Puruṣa entsteht nicht“: Sprache behandelt hier eine Identität oder die Abwesenheit einer Tätigkeit beziehungsweise Entstehung so, als sei sie eine positive Eigenschaft.

Yoga Śāstra Vyāsa-Bhāṣya
A fancy is (a notion) devoid of A thing (in reality corresponding thereto), following upon knowledge (conveyed) by words.
James R. Ballantyne - 1852
Fancy is (a notion) founded on a knowledge conveyed by words, but of which there is no object (corresponding in reality).
Ganganatha Jha - 1907
Der [bloßen] Erkenntnis durch Worte nachgehend, des Objektes bar ist die Annahme.
Paul Deussen - 1908
The predicate-relation (vikalpa) is without any [corresponding perceptible] object and follows as a result of perception or of words.
James Haughton Woods - 1914
Patañjali Yoga Sūtra 1.10
अभावप्रत्ययालम्बना वृत्तिर्निद्रा ||10||
abhāva-pratyayālambanā vṛttir nidrā ||10|| Analyse ▾ Analyse ▴
abhāva
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
der Abwesenheit
pratyaya
Upapada-Kompositum
Substantiv Maskulin
Vorstellung
ālambanā
Nominativ Singular Feminin
Adjektiv
als Stütze habend
vṛttiḥ
Nominativ Singular
Substantiv Feminin
Bewegung des Citta
nidrā
Nominativ Singular
Substantiv Feminin
Schlaf
Schlaf (nidrā | nom sg) [ist] eine Bewegung des Citta (vṛttiḥ | nom sg), die auf der Vorstellung der Abwesenheit [von Wach- und Trauminhalten] beruht (abhāva-pratyayālambanā | nom sg f).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Auch Schlaf (nidrā) hat eine eigene Qualität und Wirkung. Behandle Erholung nicht als Unterbrechung Deiner Praxis, sondern als einen Teil davon.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Schlaf ist nach dem Vyāsa-Bhāṣya eine besondere Erkenntnisform und nicht bloß das Fehlen von Erkenntnis. Das zeigt die rückblickende Erfahrung beim Erwachen: Man erinnert, glücklich, unglücklich oder tief und dumpf geschlafen zu haben und beschreibt entsprechend einen klaren, unruhigen oder schweren Zustand von Geist und Körper. Ohne eine damalige Erfahrung könnte es keine darauf bezogene Erinnerung geben. Daher ist auch nidrā eine Vṛtti und muss im Samādhi wie andere Vṛtti angehalten werden.

Yoga Śāstra Vyāsa-Bhāṣya
vṛttir ] tamovṛttir TKVD2019
vṛttir ] tamaḥ vṛttiḥ CYS2026
Kritischer Apparat

TKVD2019 bietet das Kompositum tamovṛtti, CYS2026 die getrennte Form tamaḥ vṛttiḥ. Beide fügen damit tamas als Bestimmung von vṛtti ein: Schlaf ist dort ausdrücklich eine dunkle oder verhüllende Bewusstseinsbewegung. Die an Āgāśe 1904 orientierte KYM-Bhāṣyaansicht KYMV2026 stimmt dagegen mit dem kürzeren Basistext überein. Das zusätzliche Wort beeinflusst die Deutung deutlich, ohne die Syntax zu stören. Die Metrumangabe Sūtra liefert kein zusätzliches Entscheidungskriterium; für die Arbeitsübersetzung bleibt PE1904 maßgeblich.

Apparat-Kommentar
Sleep is that modification (of the internal organ) which depends on the conception of nothing.
James R. Ballantyne - 1852
Sleep is the function having for its object the conception of negation.
Ganganatha Jha - 1907
Die nicht auf einer realen Vorstellung fußende Funktion ist der Schlaf.
Paul Deussen - 1908
Sleep is a fluctuation of [mind-stuff] supported by the cause of the [transient] negation [of the waking and the dreaming fluctuations].
James Haughton Woods - 1914
Patañjali Yoga Sūtra 1.11
अनुभूतविषयासंप्रमोषः स्मृतिः ||11||
anubhūta-viṣayāsaṃpramoṣaḥ smṛtiḥ ||11|| Analyse ▾ Analyse ▴
anubhūta
Karmadhāraya-Kompositum Partizip Perfekt Passiv
Präfix
Verbalwurzel
erfahren
viṣaya
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
eines Gegenstands
asaṃpramoṣaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Nicht-Verlust
smṛtiḥ
Nominativ Singular
Substantiv Feminin
Erinnerung
Der Nicht-Verlust eines erfahrenen Gegenstands (anubhūta-viṣayāsaṃpramoṣaḥ | nom sg) [ist] Erinnerung (smṛtiḥ | nom sg).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Erinnerung (smṛti) bewahrt Erlebtes, kann Vergangenes aber auch wie Gegenwart erscheinen lassen. Würdige die Spur und kehre dann zu dem zurück, was Du jetzt siehst und fühlst.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Eine vom Gegenstand gefärbte Erkenntnis zeigt sowohl den Gegenstand als auch dessen Erfassen und erzeugt einen entsprechenden Saṃskāra. Wird dieser wieder angeregt, bringt er eine Erinnerung mit denselben beiden Seiten hervor. Bei der ursprünglichen Erkenntnis steht das Erfassen, bei der Erinnerung der Gegenstand im Vordergrund. Das Bhāṣya unterscheidet vorgestellte Erinnerung im Traum und nicht vorgestellte Erinnerung im Wachen. Alle Erinnerungen gehen aus Erfahrungen der fünf Vṛtti-Arten hervor; diese tragen Freude, Leid oder Verblendung in sich und müssen sämtlich angehalten werden.

Yoga Śāstra Vyāsa-Bhāṣya
Memory is the not letting go of an object that one has been aware of.
James R. Ballantyne - 1852
Memory is the non-relinquishment of an object that has been cognised.
Ganganatha Jha - 1907
Das Nicht-abhandenkommen eines Objektes, dessen man inne ward, ist die Erinnerung.
Paul Deussen - 1908
Memory is not-adding-surreptitiously to a once experienced object.
James Haughton Woods - 1914

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Illustrationen: KI-generiert.

Editor:innen

Dr. Ronald Steiner

Aus Ulm

Dr. Ronald Steiner, der „Yoga Doc“, begründete die AYI Methode: traditioneller Ashtanga, moderne Yogatherapie und lebendige Philosophie – als persönliche Praxis von sportlich-akrobatisch bis meditativ-therapeutisch. Er... mehr ›

Laura von Ostrowski

Ich bin 2004 das erste Mal mit Yoga in Berührung gekommen und habe seitdem unendlich viele Facetten kennengelernt. Einerseits die vielfältigen praktischen Seiten von Yoga - in Form verschiedener Ausbildungen (500 h... mehr ›

Nachrichten und Bewertungen
10 Nachrichten Ø

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S
Hallo Ronald,
ich bin hin und weg ob der hier gebotenen Lernform.
Hast du vielleicht ein Beispiel für einen vr̥tti nidrā? Die anderen kann ich mir vorstellen, aber da fällt es mir schwer.
bei YS 1.6 in der historisch-wörtlichen Übersetzung in der dritten Klammer bei [mentale Konstruktion (viklapa | dv)] hat sich glaube ich ein Dreher eingeschlichen.
Liebe Grüße
Hallo Steve,
spreche mich hierzu in einem Schwerpunkt live an. Im Schwerpunkt "Ashtanga: Beginning Primary" tauchen wir tief in diesen Abschnitt des Yoga Sutra ein. Hier findest Du alle Termine für Ausbildungs-Schwerpunkte:
https://de.ashtangayoga.info/workshops-ausbildung/
Danke für den Tippfehler Hinweis. Den habe ich gleich verbessert.
Namaste und bis ganz bald
Ronald
J
Hallo Ronald,
was ist der Unterschied zwsichen "Wenn alle äußeren Sinneseindrücke (abhāva-pratyaya) zum Erliegen kommen..." und "Schließlich kannst Du Deine Sinne (indriya) von allen äußeren Objekten (svaviṣayā) zurückziehen ..." d.h., wie grenzt sich das vrtti nidra aus 1.10 gegen pratyaharah "Rückzug der Sinne" aus 2.29 und 2.54 ab ? Vielen Dank
Hallo Jan,
wau. Eine super tolle Frage. Wenn man in das Viyasa Bhashya blickt wird es klarer:
- chitta vritti nirodhah (1.1) = nirbija samadhi = Alle Inhalte im chitta (und nach Kommentar sogar der chitta selbst) lösen sich auf.
- pratyahara (2.29) ist nur dass die Sinneseidrücke keine neuen Wellen innerhalb von Chitta erzeugen. Das führt natürlich irgendwann zu chitta vritti nirodhah.
Ich hoffe das hilft Dir weiter.
Viel Freude wünscht Dir
Ronald
Hallo Ronald,
im Yoga Sutra 1.10 heißt es in Deinem Buch zum Yoga Sutra: ...tamo-vr̥ttir-nidra. Hier auf der Internetseite "fehlt" tamo. In andere Übersetzungen bzw. Kommentaren steht es wiederum. Kannst Du mir was dazu sagen? Vielen Dank und liebe Grüße, Katja.
Hallo Katja,
schau mal in der historisch-wörtlichen Übersetzung. Da ist so ein kleines unscheinbares "x". Wenn Du darauf klickst, dann findest Du die Fußnote. Die geht genau hier rauf ein. - Löst das Deine Frage? Wenn nicht, poste hier gerne nochmal die Nachfrage.
Namaste und beste Grüße
Ronald