Solange die Kleśa als Wurzel bestehen, kann der Karma-Speicher wie ein ungeschältes, unverbranntes Samenkorn keimen. Seine drei Früchte sind Geburt (jāti), Lebensdauer (āyus) und Erfahrung (bhoga).
Das Vyāsa-Bhāṣya fasst die zwischen Geburt und Tod angesammelten karmischen Anlagen als ein bei Eintritt des Todes wirksam werdendes Gefüge auf: Es bringt grundsätzlich eine neue Geburt samt Lebensdauer und Erfahrungen hervor. Nicht fest zur Reifung bestimmtes Karma kann durch gegensätzliches Karma vernichtet, einem stärkeren Karma untergeordnet oder lange zurückgehalten werden. Davon unterscheidet der Kommentar die anfangslosen Vāsanā als Erinnerungsursachen.
Geburt, Lebensdauer und Erfahrung bringen, wenn sie aus Verdienst (puṇya) hervorgehen, Freude und, wenn sie aus Schuld (apuṇya) hervorgehen, Schmerz. Für den Yogi ist jedoch selbst im Augenblick sinnlichen Glücks Leid enthalten.
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Illustrationen: KI-generiert.
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