Das Vyāsa-Bhāṣya erklärt dhyāna als die gleichförmige Ausrichtung der Vorstellung (pratyayaikatānatā) auf das Meditationsobjekt an dem gewählten Ort. Entscheidend ist der ununterbrochene Strom ähnlicher Vorstellungen, der nicht von anderen Vorstellungen berührt oder unterbrochen wird.
tad evārtha-mātra-nirbhāsaṃ svarūpa-śūnyam iva samādhiḥ ||3|| Analyse ▾ Analyse ▴
Das Vyāsa-Bhāṣya beschreibt samādhi als den Moment, in dem die Versenkung nur noch in der Form des Meditationsobjekts (artha-mātra) erscheint. Die eigene Gestalt der Versenkung tritt gleichsam zurück; durch das Eintreten in die Natur des Objekts wird sie Samādhi genannt.
Das Vyāsa-Bhāṣya fasst dhāraṇā, dhyāna und samādhi als eine Dreiheit (trayam) zusammen. Wenn diese drei Mittel auf ein einziges Objekt gerichtet sind, heißen sie im technischen Sprachgebrauch dieses Lehrsystems saṃyama.
PM2026 nimmt tad etad dhāraṇādhyānasamādhi- in den Sūtra auf und benennt die Dreiheit ausdrücklich. In PE1904 steht dieser Ausdruck im vorangehenden Bhāṣya, während der Sūtra nur mit trayam beginnt. Inhaltlich geht kaum Material verloren; textgeschichtlich verschiebt sich jedoch die Grenze zwischen Sūtra und Kommentar. Die Arbeitsübersetzung bleibt beim kürzeren PE1904-Sūtra.
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Illustrationen: KI-generiert.
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