saṃskāra-sākṣātkaraṇāt pūrva-jāti-jñānam ||18|| Analyse ▾ Analyse ▴
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saṃskāra
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Prägungen, alte Eindrücke | |
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sākṣātkaraṇāt
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direkte Wahrnehmung, Vergegenwärtigung | |
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pūrva
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früher, vorangegangen | |
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jāti
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Geburt, Leben | |
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jñānam
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Wissen, Verständnis |
Das Vyāsa-Bhāṣya unterscheidet Prägungen in Gestalt von Dispositionen, die Erinnerung und Kleśas verursachen, von karmischen Prägungen, die Reifung bewirken. Sie können nur zusammen mit Ort, Zeit, Ursache und Erfahrung unmittelbar erkannt werden; daraus entsteht Wissen über eigene und fremde frühere Geburten. Die Erzählung von Jaigīṣavya verdeutlicht, dass selbst himmlische Erfahrungen gegenüber kaivalya als leidvoll gelten.
Das Vyāsa-Bhāṣya deutet das Verständnis des fremden Citta als Ergebnis von saṃyama auf eine Vorstellung (pratyaya):
- Der Yogin richtet saṃyama auf die Vorstellung, die mit einem anderen Geist verbunden ist.
- Dadurch wird der Zustand oder Inhalt dieses anderen Citta erkennbar.
- Es geht dabei zunächst um die Vorstellung selbst, nicht automatisch um jedes Objekt, das dieser Vorstellung zugrunde liegt.
Diese Einschränkung wird im folgenden Sūtra 3.20 ausdrücklich gemacht.
Das Vyāsa-Bhāṣya begrenzt die Aussage von 3.19: Der Yogin erkennt etwa, dass eine fremde Vorstellung gefärbt ist, aber nicht zugleich, worauf sie gerichtet ist. Das Objekt des fremden Citta war nicht selbst Gegenstand seines saṃyama.
Ohne tat lautet die Aussage allgemein, die fremde Vorstellung werde nicht zusammen mit ihrer Stütze erkannt. PE1904 setzt mit tat einen ausdrücklichen Rückverweis. Die Auslassung in PM2026 glättet die Formulierung, verändert den Lehrsinn aber kaum; ein metrisches Kriterium greift nicht.
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Illustrationen: KI-generiert.
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