tad-vairāgyād api doṣa-bīja-kṣaye kaivalyam ||50|| Analyse ▾ Analyse ▴
Der Yogin erkennt nach dem Vyāsa-Bhāṣya auch das reine Unterscheidungswissen als Eigenschaft des aufzugebenden Sattva und wird ihm gegenüber leidenschaftslos. Die verbrannten Kleśa-Samen gehen mitsamt dem Geist in ihre Ursache zurück; mit dem Rückgang der Guṇas endet das dreifache Leiden, und Puruṣa steht in vollständiger Trennung in seiner eigenen Form.
sthāny-upanimantraṇe saṅga-smayākaraṇaṃ punar aniṣṭa-prasaṅgāt ||51|| Analyse ▾ Analyse ▴
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sthāni
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hochstehend, an hohem Ort befindlich | |
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upanimantraṇe
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Einladung, Verlockung | |
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saṅga
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Anhaftung, Hängenbleiben | |
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smaya
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Hochmut, Stolz | |
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akaraṇam
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Nicht-Tun, Unterlassen | |
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punar
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wieder | |
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aniṣṭa
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unerwünscht, unheilsam | |
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prasaṅgāt
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Verstrickung, Anhänglichkeit |
Das Vyāsa-Bhāṣya unterscheidet vier Stufen von Yogins. Dem Yogin der madhumatī-Stufe bieten Götter himmlische Orte, Genüsse, Gefährtinnen, Verjüngungsmittel, einen unvergänglichen Körper und Unsterblichkeit an. Er soll diese Angebote als neue Quellen des Verlangens zurückweisen und weder Anhaftung noch Stolz entwickeln, weil Nachlässigkeit sonst die Kleśas erneut erstarken lässt.
upanimantraṇa und upamantraṇa bezeichnen beide eine Einladung oder Anrufung. PM2026 wählt die einfachere Bildung ohne ni; der praktische Sinn der Warnung vor himmlischen Einladungen bleibt nahezu gleich. Die Variante ist lexikalisch real, aber nicht metrisch entscheidbar.
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Illustrationen: KI-generiert.
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