Das Wort „allein“ (kevalam) legt Brahmānanda zielbezogen aus: Der eigentliche Zweck der Haṭha-Lehre ist Rājayoga, nicht der Erwerb außergewöhnlicher Fähigkeiten. Siddhis können nebenbei entstehen, sind aber nicht das Hauptziel. Über Rājayoga soll schließlich Kaivalya, die endgültige Befreiung, erreicht werden.
Brahmānanda liest den Namen Svātmārāma programmatisch als „einer, der im eigenen Selbst Freude findet“. Er ordnet den Autor damit der höchsten von sieben Erkenntnisstufen zu:
- Śubhecchā: auf Unterscheidung und Loslösung gegründetes Verlangen nach Befreiung.
- Vicāraṇā: Hören und prüfendes Nachdenken über die Lehre.
- Tanumānasā: der Geist wird „dünn“ und fließt gesammelt zu einem einzigen wirklichen Gegenstand.
- Sattvāpatti: unmittelbare Erkenntnis „Ich bin Brahman“.
- Asaṃsakti: selbst gegenüber auftretenden Siddhis besteht keine Anhaftung.
- Parārthābhāvinī: Außer-Brahmanisches wird nicht mehr als eigenständige Wirklichkeit aufgefasst.
- Turyagā: ununterbrochene Versenkung, aus der der Yogi weder von selbst noch durch andere heraustritt.
Damit versteht Brahmānanda die „Lampe“ als Unterweisung eines bereits Befreiten aus Mitgefühl mit Unwissenden.
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Illustrationen: KI-generiert.
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