Äußere Welt, Traum und Tiefschlaf öffnen sich in eine alle durchdringende vierte Stille.
Äußere Welt, Traum und Tiefschlaf öffnen sich in eine alle durchdringende vierte Stille.

Wachen, Traum, Tiefschlaf und der Vierte

Drei Erfahrungsweisen werden beschrieben und im Vierten überschritten, der als still, heilvoll und nicht-zwei erkannt wird.

Dr. Ronald Steiner Dr. Ronald Steiner Nils Jacob Liersch Nils Jacob Liersch
Māṇḍūkya Upaniṣad 3
जागरितस्थानो बहिष्प्रज्ञः सप्ताङ्ग एकोनविंशतिमुखः स्थूलभुग्वैश्वानरः प्रथमः पादः ||3||
jāgarita-sthāno bahiṣ-prajñaḥ saptāṅga ekona-viṃśati-mukhaḥ sthūla-bhug vaiśvānaraḥ prathamaḥ pādaḥ ||3|| Analyse ▾ Analyse ▴
jāgarita
Tatpuruṣa-Kompositum Lokativ
Substantiv Neutrum
im Wachen
sthānaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Substantiv Neutrum
seinen Bereich habend
bahis
Adverb
nach außen
prajñaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Adjektiv
erkennend
sapta
Bahuvrīhi-Kompositum
Zahlwort
sieben
aṅga
Nominativ Singular Maskulin
Substantiv Neutrum
Glieder habend
ekona
Karmadhāraya-Kompositum
Adjektiv
um eins vermindert
viṃśati
Dvigu-Kompositum
Zahlwort
zwanzig
mukhaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Neutrum
Mund, Gesicht
sthūla
Upapada-Kompositum
Adjektiv
das Grobe
bhuj
Nominativ Singular Maskulin
Verbalwurzel
erfahrend
vaiśvānaraḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Vaiśvānara, der allen Menschen Gemeinsame
prathamaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Adjektiv
der erste, anfänglich, ursprünglich, der älteste
pādaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Viertel
Metrum: keines
[Mit] dem Wachzustand als Bereich (jāgarita-sthānaḥ | nom sg), nach außen erkennend (bahiṣ-prajñaḥ | nom sg m), siebengliedrig (saptāṅgaḥ | nom sg m), mit neunzehn Mündern (ekonaviṃśati-mukhaḥ | nom sg m), das Grobe erfahrend (sthūla-bhuk | nom sg m), [ist] Vaiśvānara (vaiśvānaraḥ | nom sg), das erste Viertel (prathamaḥ pādaḥ | nom sg).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Das erste Viertel ist Vaiśvānara: Sein Bereich ist das Wachen; sein Erkennen richtet sich nach außen; er hat sieben Glieder und neunzehn Zugänge und erfährt das Grobe.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Gauḍapādas Kārikā liest die Stelle im Horizont von Ajāti (Nicht-Entstehung) und erläutert Vaiśvānara als das nach außen gerichtete Bewusstsein des Wachzustands. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Gauḍapāda-Kārikā zur Māṇḍūkya Upaniṣad

Śaṅkara erklärt Vaiśvānara als das nach außen gerichtete Bewusstsein des Wachzustands. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Māṇḍūkya-Upaniṣad Śaṅkara-Bhāṣya

Ānandagiri präzisiert Śaṅkaras Argument und hebt hervor: Vaiśvānara als das nach außen gerichtete Bewusstsein des Wachzustands. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Ānandagiris Ṭīkā zum Māṇḍūkya-Bhāṣya

Śaṅkarānanda fasst die Stelle meditativ-systematisch und betont Vaiśvānara als das nach außen gerichtete Bewusstsein des Wachzustands. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Śaṅkarānandas Māṇḍūkyopaniṣaddīpikā
The waking state (jāgarita-sthāna), outwardly cognitive, having seven limbs,<3> having nineteen mouths,<4> enjoying the gross (sthūla-bhuj), the Common-to-all-men (vaiśvānara), is the first fourth.
<3: Śaṅkara refers to the enumeration of the several parts of the universal Self at Chānd. 5.18.2; there, however, the list is longer than seven.>
<4: Śaṅkara explains the nineteen as five organs of sense, five organs of action, five vital breaths, mind, intellect, egoism, and thinking.>
Robert Hume - 1921
Der im Stande des Wachens befindliche, nach außen erkennende, siebengliederige, neunzehnmündige, das Grobe genießende Vaiśvānara ist sein erstes Viertel.
Paul Deussen - 1921
The first quarter is Vaiśvānara whose sphere is the state of waking, who is cognisant of the objective, who has seven members and nineteen mouths, and whose fruition consists of the gross.
Manilal Nabhubhai Dvivedi - 1894
The first condition is Vaisvānara, whose place is in the waking state, whose knowledge are external objects, who has seven members, who has nineteen mouths, (and) who enjoys the gross (objects).
Edward Röer - 1853
Māṇḍūkya Upaniṣad 4
स्वप्नस्थानो ऽन्तःप्रज्ञः सप्ताङ्ग एकोनविंशतिमुखः प्रविविक्तभुक्तैजसो द्वितीयः पादः ||4||
svapna-sthāno 'ntaḥ-prajñaḥ saptāṅga ekona-viṃśati-mukhaḥ pravivikta-bhuk taijaso dvitīyaḥ pādaḥ ||4|| Analyse ▾ Analyse ▴
svapna
Tatpuruṣa-Kompositum Lokativ
Substantiv Maskulin
im Traum
sthānaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Substantiv Neutrum
seinen Bereich habend
antaḥ
Adverb
nach innen
prajñaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Adjektiv
erkennend
sapta
Bahuvrīhi-Kompositum
Zahlwort
sieben
aṅga
Nominativ Singular Maskulin
Substantiv Neutrum
Glieder habend
ekona
Karmadhāraya-Kompositum
Adjektiv
um eins vermindert
viṃśati
Dvigu-Kompositum
Zahlwort
zwanzig
mukhaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Neutrum
Mund, Gesicht
pravivikta
Upapada-Kompositum
Adjektiv
das Feine
bhuj
Nominativ Singular Maskulin
Verbalwurzel
erfahrend
taijasaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Adjektiv
aus Licht bestehend
dvitīyaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Adjektiv
zweites
pādaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Viertel
Metrum: keines
[Mit] dem Traumzustand als Bereich (svapna-sthānaḥ | nom sg), nach innen erkennend (antaḥ-prajñaḥ | nom sg m), siebengliedrig (saptāṅgaḥ | nom sg m), mit neunzehn Mündern (ekonaviṃśati-mukhaḥ | nom sg m), das Feine erfahrend (pravivikta-bhuk | nom sg m), [ist] Taijasa (taijasaḥ | nom sg), das zweite Viertel (dvitīyaḥ pādaḥ | nom sg).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Das zweite Viertel ist Taijasa: Sein Bereich ist der Traum; sein Erkennen richtet sich nach innen; er hat sieben Glieder und neunzehn Zugänge und erfährt das Feine.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Gauḍapādas Kārikā liest die Stelle im Horizont von Ajāti (Nicht-Entstehung) und erläutert Taijasa als das nach innen gerichtete Bewusstsein des Traumzustands. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Gauḍapāda-Kārikā zur Māṇḍūkya Upaniṣad

Śaṅkara erklärt Taijasa als das nach innen gerichtete Bewusstsein des Traumzustands. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Māṇḍūkya-Upaniṣad Śaṅkara-Bhāṣya

Ānandagiri präzisiert Śaṅkaras Argument und hebt hervor: Taijasa als das nach innen gerichtete Bewusstsein des Traumzustands. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Ānandagiris Ṭīkā zum Māṇḍūkya-Bhāṣya

Śaṅkarānanda fasst die Stelle meditativ-systematisch und betont Taijasa als das nach innen gerichtete Bewusstsein des Traumzustands. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Śaṅkarānandas Māṇḍūkyopaniṣaddīpikā
The dreaming state (svapna-sthāna), inwardly cognitive, having seven limbs, having nineteen mouths, enjoying the exquisite (pravivikta-bhuj), the Brilliant (taijasa), is the second fourth.
Robert Hume - 1921
Der im Stande des Träumens befindliche, nach innen erkennende, siebengliederige, neunzehnmündige, das Auserlesene genießende Taijasa ist sein zweites Viertel.
Paul Deussen - 1921
The second quarter is the Taijasa whose region is dream, who is cognizant only of the subjective, who has seven members and nineteen mouths, and whose fruition consists of the subtile.
Manilal Nabhubhai Dvivedi - 1894
His second condition is Taijasa, whose place is in dream, whose knowledge are the internal objects, who has seven members, nineteen mouths (and) enjoys the subtle (objects).
Edward Röer - 1853
Māṇḍūkya Upaniṣad 5
यत्र सुप्तो न कंचन कामं कामयते न कंचन स्वप्नं पश्यति तत्सुषुप्तम् |
yatra supto na kaṃ-cana kāmaṃ kāmayate na kaṃ-cana svapnaṃ paśyati tat suṣuptam | Analyse ▾ Analyse ▴
yatra
Adverb
wo, wohin
suptaḥ
Nominativ Singular Maskulin Partizip Perfekt Passiv
Verbalwurzel
eingeschlafen
na
Partikel
nicht
kam
Akkusativ Singular Maskulin
Pronomen inter
irgendeinen
cana
Partikel
auch nur, irgendeinen
kāmam
Akkusativ Singular
Substantiv Maskulin
Begierde, Wunsch, Lust
kāmayate
3. Person Singular Medial Präsens
Verbalwurzel
er empfindet, er begiert, er liebt, er wünscht sich
na
Partikel
nicht
kam
Akkusativ Singular Maskulin
Pronomen inter
irgendeinen
cana
Partikel
auch nur, irgendeinen
svapnam
Akkusativ Singular
Substantiv Maskulin
Schlaf, Traum
paśyati
3. Person Singular Aktiv Präsens Indikativ
Verbalwurzel
er sieht
tat
Nominativ Singular Neutrum
Pronomen dem
das
suṣuptam
Nominativ Singular
Substantiv Neutrum
Tiefschlaf
सुषुप्तस्थान एकीभूतः प्रज्ञानघन एवानन्दमयो ह्यानन्दभुक्चेतोमुखः प्राज्ञस्तृतीयः पादः ||5||
suṣupta-sthāna ekī-bhūtaḥ prajñāna-ghana evānanda-mayo hy ānanda-bhuk ceto-mukhaḥ prājñas tṛtīyaḥ pādaḥ ||5|| Analyse ▾ Analyse ▴
suṣupta
Tatpuruṣa-Kompositum Lokativ
Substantiv Neutrum
im Tiefschlaf
sthānaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Substantiv Neutrum
seinen Bereich habend
ekī
Upapada-Kompositum
Zahlwort
eins
bhūtaḥ
Nominativ Singular Maskulin Partizip Perfekt Passiv
Verbalwurzel
geworden
prajñāna
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Neutrum
des Bewusstseins
ghanaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
dichte Fülle
eva
Partikel
allein
ānanda
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
der Wonne
mayaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Adjektiv
bestehend aus
hi
Partikel
denn, fürwahr
ānanda
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
der Wonne
bhuj
Nominativ Singular Maskulin
Adjektiv
genießend
cetas
Bahuvrīhi-Kompositum
Substantiv Neutrum
Bewusstsein als Zugang
mukhaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Neutrum
Mund, Gesicht
prājñaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Prājña, der Erkennende
tṛtīyaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Adjektiv
drittes
pādaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Viertel
Metrum: keines
Wo (yatra) ein Eingeschlafener (suptaḥ | nom sg m ppp) keinerlei Wunsch (na kaṃcana kāmam | acc sg) begehrt (kāmayate | 3p sg med pres) und keinerlei Traum (na kaṃcana svapnam | acc sg) sieht (paśyati | 3p sg act pres), das (tat | nom sg n) [ist] Tiefschlaf (suṣuptam | nom sg n). [Mit] dem Tiefschlaf als Bereich (suṣupta-sthānaḥ | nom sg), eins geworden (ekī-bhūtaḥ | nom sg m ppp), allein eine Bewusstseinsfülle (prajñāna-ghana eva | nom sg), aus Wonne bestehend (ānanda-mayaḥ | nom sg m), Wonne erfahrend (ānanda-bhuk | nom sg m), mit Bewusstsein als Zugang (ceto-mukhaḥ | nom sg m), [ist] Prājña (prājñaḥ | nom sg), das dritte Viertel (tṛtīyaḥ pādaḥ | nom sg).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Wo ein Schlafender keinen Wunsch mehr begehrt und keinen Traum mehr sieht, dort ist Tiefschlaf. Dessen Bereich ist der Tiefschlaf: Prājña ist eins geworden, eine dichte Fülle von Bewusstsein, aus Wonne gebildet, Wonne erfahrend und mit Bewusstsein als Zugang. Er ist das dritte Viertel.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Gauḍapādas Kārikā liest die Stelle im Horizont von Ajāti (Nicht-Entstehung) und erläutert Prājña als vereinheitlichte, wonneartige Kausalgestalt im Tiefschlaf. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Gauḍapāda-Kārikā zur Māṇḍūkya Upaniṣad

Śaṅkara erklärt Prājña als vereinheitlichte, wonneartige Kausalgestalt im Tiefschlaf. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Māṇḍūkya-Upaniṣad Śaṅkara-Bhāṣya

Ānandagiri präzisiert Śaṅkaras Argument und hebt hervor: Prājña als vereinheitlichte, wonneartige Kausalgestalt im Tiefschlaf. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Ānandagiris Ṭīkā zum Māṇḍūkya-Bhāṣya

Śaṅkarānanda fasst die Stelle meditativ-systematisch und betont Prājña als vereinheitlichte, wonneartige Kausalgestalt im Tiefschlaf. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Śaṅkarānandas Māṇḍūkyopaniṣaddīpikā
evānandamayo em. ed. ] evā''nandamayo LV1958, Anand1900
Kritischer Apparat
If one asleep desires no desire whatsoever, sees no dream whatsoever,<1> that is deep sleep (suṣupta). The deep-sleep state (suṣupta-sthāna), unified (ekī-bhūta),<2> just (eva) a cognition-mass (prajñāna-ghana),<3> consisting of bliss (ānanda-maya),<4> enjoying bliss (ānanda-bhuj), whose mouth is thought (cetas-), the Cognitional (prājña), is the third fourth.
<1: The sentence to this point occurs already at Bṛh. 4.3.19.>
<2: A detailed description of being unified occurs at Bṛh. 4.4.2.>
<3: This compound occurs at Bṛh. 4.5.13.>
<4: A description of the self consisting of bliss occurs at Tait. 2.5.>
Robert Hume - 1921
Der Zustand, ‚wo er, eingeschlafen, keine Begierde mehr empfindet und kein Traumbild schaut‘, ist der Tiefschlaf. Der im Stande des Tiefschlafes befindliche, einsgewordene, durch und durch ganz aus Erkenntnis bestehende, aus Wonne bestehende, die Wonne genießende, das Bewusstsein als Mund habende Prājña ist sein drittes Viertel.
Paul Deussen - 1921
That is the state of deep sleep wherein the sleeper does not imagine anything, and does not see any dream. The third quarter therefore is the Prājña, whose sphere is (this) deep sleep, in whom all melts into one, who is a mass all sentiency, who is all bliss, whose fruition is of bliss, and who is the way of sentiency (to the objective).
Manilal Nabhubhai Dvivedi - 1894
When the sleeper desires no desires, sees no dream, this is sound sleep. His third condition is Prājna (who completely knows) who has become one, whose knowledge is uniform alone, whose nature is like bliss, who enjoys bliss, and whose mouth is knowledge.
Edward Röer - 1853
Māṇḍūkya Upaniṣad 6
एष सर्वेश्वर एष सर्वज्ञ एषो ऽन्तर्याम्येष योनिः सर्वस्य प्रभवाप्ययौ हि भूतानाम् ||6||
eṣa sarveśvara eṣa sarvajña eṣo 'ntaryāmy eṣa yoniḥ sarvasya prabhavāpyayau hi bhūtānām ||6|| Analyse ▾ Analyse ▴
eṣaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Pronomen dem
er, dieser
sarveśvaraḥ
Nominativ Singular
Pronomen quant
Substantiv Maskulin
Herr über alles
eṣaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Pronomen dem
er, dieser
sarvajñaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
der Allwissende
eṣaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Pronomen dem
er, dieser
antaryāmiḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
der innere Lenker
eṣaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Pronomen dem
er, dieser
yoniḥ
Nominativ Singular
Substantiv Feminin
Ursprung
sarvasya
Genitiv Singular Neutrum
Pronomen quant
von allem
prabhava
Dvandva-Kompositum
Substantiv Maskulin
Entstehung
apyayau
Nominativ Dual
Substantiv Maskulin
und Auflösung
hi
Partikel
denn, fürwahr
bhūtānām
Genitiv Plural
Substantiv Neutrum
der Wesen
Metrum: keines
Dieser (eṣaḥ | nom sg m) [ist] der Herr über alles (sarveśvaraḥ | nom sg), dieser (eṣaḥ | nom sg m) [ist] der Kenner von allem (sarvajñaḥ | nom sg), dieser (eṣaḥ | nom sg m) [ist] der innere Lenker (antaryāmī | nom sg), dieser (eṣaḥ | nom sg m) [ist] der Ursprung (yoniḥ | nom sg) von allem (sarvasya | gen sg); denn (hi) [er ist] Entstehung und Auflösung (prabhavāpyayau | nom du) der Wesen (bhūtānām | gen pl).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Er ist der Herr über alles, der Kenner von allem, der innere Lenker und der Ursprung von allem; denn er ist Entstehung und Auflösung der Wesen.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Gauḍapādas Kārikā liest die Stelle im Horizont von Ajāti (Nicht-Entstehung) und erläutert Prājña als Herr, Allkenner, innerer Lenker, Ursprung und Rückkehr der Wesen. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Gauḍapāda-Kārikā zur Māṇḍūkya Upaniṣad

Śaṅkara erklärt Prājña als Herr, Allkenner, innerer Lenker, Ursprung und Rückkehr der Wesen. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Māṇḍūkya-Upaniṣad Śaṅkara-Bhāṣya

Ānandagiri präzisiert Śaṅkaras Argument und hebt hervor: Prājña als Herr, Allkenner, innerer Lenker, Ursprung und Rückkehr der Wesen. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Ānandagiris Ṭīkā zum Māṇḍūkya-Bhāṣya

Śaṅkarānanda fasst die Stelle meditativ-systematisch und betont Prājña als Herr, Allkenner, innerer Lenker, Ursprung und Rückkehr der Wesen. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Śaṅkarānandas Māṇḍūkyopaniṣaddīpikā
sarveśvara eṣa sarvajña eṣo 'ntaryāmy eṣa Anand1900 ] sarveśvaraḥ | eṣa sarvajñaḥ | eṣo 'ntaryāmī | eṣa LV1958

sarvasya prabhavāpyayau Anand1900 ] sarvasya | prabhavāpyayau LV1958
Kritischer Apparat
This is the lord of all (sarveśvara).<5> This is the all-knowing (sarva-jña).<6> This is the inner controller (antar-yāmin).<7> This is the source (yoni)<8> of all, for this is the origin and the end (prabhavāpyayau)<9> of beings.
<5: A phrase in Bṛh. 4.4.22.>
<6: A phrase in Muṇḍ. 1.1.9 and 2.2.7.>
<7: The subject of discourse in Bṛh. 3.7.>
<8: Literally, ‘womb.’>
<9: A phrase in Kaṭha 6.11.>
Robert Hume - 1921
Er ist der Herr des Alls, er ist der Allwissende, er ist der innere Lenker, er ist die Wiege des Weltalls, denn er ist Schöpfung und Vergang der Wesen.
Paul Deussen - 1921
This is the Lord of all, this is all-knowing, this is the antaryāmin, this is the source of all—the origin and final resort of all beings.
Manilal Nabhubhai Dvivedi - 1894
He (the Prājna) is the lord of all; he is omniscient, he is the internal ruler; he is the source of all; for he is the origin and destruction of (all) beings.
Edward Röer - 1853
Māṇḍūkya Upaniṣad 7
नान्तःप्रज्ञं न बहिष्प्रज्ञं नोभयतःप्रज्ञं न प्रज्ञानघनं न प्रज्ञं नाप्रज्ञम् |
nāntaḥ-prajñaṃ na bahiṣ-prajñaṃ nobhayataḥ-prajñaṃ na prajñāna-ghanaṃ na prajñaṃ nāprajñam | Analyse ▾ Analyse ▴
na
Partikel
nicht
antaḥ
Adverb
nach innen
prajñaṃ
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
erkennend
na
Partikel
nicht
bahis
Adverb
außen, außerhalb
prajñaṃ
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
erkennend
na
Partikel
nicht
ubhayatas
Adverb
nach beiden Seiten
prajñaṃ
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
erkennend
na
Partikel
nicht
prajñāna
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Neutrum
des Bewusstseins
ghanam
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
kompakte Masse
na
Partikel
nicht
prajñaṃ
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
erkennend
na
Partikel
nicht
aprajñam
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
nicht-erkennend
अदृष्टमव्यवहार्यमग्राह्यमलक्षणमचिन्त्यमव्यपदेश्यमेकात्मप्रत्ययसारं प्रपञ्चोपशमं शान्तं शिवमद्वैतं चतुर्थं मन्यन्ते |
adṛṣṭam avyavahāryam agrāhyam alakṣaṇam acintyam avyapadeśyam ekātma-pratyaya-sāraṃ prapañcopaśamaṃ śāntaṃ śivam advaitaṃ caturthaṃ manyante | Analyse ▾ Analyse ▴
adṛṣṭam
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
unsichtbar
avyavahāryam
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
nicht verfügbar
agrāhyam
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
ungreifbar
alakṣaṇam
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
ohne Kennzeichen
acintyam
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
undenkbar
avyapadeśyam
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
unbezeichenbar
eka
Karmadhāraya-Kompositum
Zahlwort
ein, einzig
ātma
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
des Selbstes
pratyaya
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
der Gewissheit
sāram
Akkusativ Singular Maskulin
Substantiv Maskulin
Wesenskern
prapañca
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
der Weltentfaltung
upaśamam
Akkusativ Singular
Substantiv Maskulin
Zur-Ruhe-Kommen
śāntam
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
beruhigt
śivam
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
heilvoll
advaitam
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
zweitlos, nicht zwei
caturtham
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
den vierten
manyante
3. Person Plural Medial Präsens
Verbalwurzel
sie erkennen
स आत्मा स विज्ञेयः ||7||
sa ātmā sa vijñeyaḥ ||7|| Analyse ▾ Analyse ▴
saḥ
Nominativ Singular Maskulin
Pronomen dem
er
ātmā
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Atman, das Selbst, Seele, Wesenskern
saḥ
Nominativ Singular Maskulin
Pronomen dem
er
vijñeyaḥ
Nominativ Singular Maskulin Partizip Futur Passiv
Präfix
Verbalwurzel
zu erkennen
Metrum: keines
[Er ist] nicht nach innen erkennend (nāntaḥ-prajñam | acc sg m), nicht nach außen erkennend (na bahiṣ-prajñam | acc sg m), nicht nach beiden Seiten erkennend (nobhayataḥ-prajñam | acc sg m), keine Bewusstseinsfülle (na prajñāna-ghanam | acc sg m), weder erkennend (na prajñam | acc sg m) noch nicht-erkennend (nāprajñam | acc sg m); unsichtbar (adṛṣṭam | acc sg m), nicht verfügbar (avyavahāryam | acc sg m), ungreifbar (agrāhyam | acc sg m), ohne Kennzeichen (alakṣaṇam | acc sg m), undenkbar (acintyam | acc sg m), unbezeichenbar (avyapadeśyam | acc sg m), mit der Gewissheit des einen Selbstes als Wesenskern (ekātma-pratyaya-sāram | acc sg m), das Zur-Ruhe-Kommen der Weltentfaltung (prapañcopaśamam | acc sg m), still (śāntam | acc sg m), heilvoll (śivam | acc sg m), nicht-zwei (advaitam | acc sg m): [So] betrachten sie (manyante | 3p pl med pres) den Vierten (caturtham | acc sg m). Er (saḥ | nom sg) [ist] das Selbst (ātmā | nom sg); er (saḥ | nom sg) ist zu erkennen (vijñeyaḥ | nom sg m pfp).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Der Vierte erkennt weder nach innen noch nach außen noch nach beiden Seiten; er ist weder Bewusstseinsfülle noch gewöhnliches Erkennen noch Nicht-Erkennen. Unsichtbar, nicht verfügbar, ungreifbar, ohne Kennzeichen, undenkbar und unbezeichenbar, hat er die Gewissheit des einen Selbstes zum Wesenskern. In ihm kommt die Entfaltung der Welt zur Ruhe. Er ist still, heilvoll und nicht-zwei. Dies ist das Selbst; dies ist zu erkennen.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Gauḍapādas Kārikā liest die Stelle im Horizont von Ajāti (Nicht-Entstehung) und erläutert den Vierten durch Verneinung aller erfahrbaren Bewusstseinsweisen und als nichtduale Ruhe. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Gauḍapāda-Kārikā zur Māṇḍūkya Upaniṣad

Śaṅkara erklärt den Vierten durch Verneinung aller erfahrbaren Bewusstseinsweisen und als nichtduale Ruhe. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Māṇḍūkya-Upaniṣad Śaṅkara-Bhāṣya

Ānandagiri präzisiert Śaṅkaras Argument und hebt hervor: den Vierten durch Verneinung aller erfahrbaren Bewusstseinsweisen und als nichtduale Ruhe. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Ānandagiris Ṭīkā zum Māṇḍūkya-Bhāṣya

Śaṅkarānanda fasst die Stelle meditativ-systematisch und betont den Vierten durch Verneinung aller erfahrbaren Bewusstseinsweisen und als nichtduale Ruhe. Die Begriffe werden als Stufen der Erkenntnis des einen Ātman verstanden, nicht als voneinander unabhängige Wirklichkeiten.

Śaṅkarānandas Māṇḍūkyopaniṣaddīpikā
manyante | sa LV1958 ] manyante sa Anand1900

sa ātmā sa Anand1900 ] sa ātmā | sa LV1958
Kritischer Apparat
Not inwardly cognitive, not outwardly cognitive, not both-wise cognitive, not a cognition-mass, not cognitive, not non-cognitive, unseen, with which there can be no dealing, ungraspable, having no distinctive mark, non-thinkable, that cannot be designated, the essence of the assurance of which is the state of being one with the Self,<10> the cessation of development, tranquil, benign, without a second—[such] they think is the fourth.<11> He is the Self. He should be discerned.
<10: Or, according to the reading ekātma-, ‘the oneness of the Self’ or ‘one’s own self.’>
<11: Later philosophical treatises generally use turīya as the technical designation for the fourth state.>
Robert Hume - 1921
Nicht nach innen erkennend und nicht nach außen erkennend, nicht nach beiden Seiten erkennend, nicht durch und durch ganz aus Erkenntnis bestehend, weder bewusst noch unbewusst, unsichtbar, unbetastbar, ungreifbar, uncharakterisierbar, unausdenkbar, unbezeichenbar, nur in der Gewissheit des eigenen Selbstes beruhend, die ganze Weltausbreitung auslöschend, ruhig, selig, zweitlos: das ist der vierte, so meint man. Er ist der Ātman, er ist zu erkennen.
Paul Deussen - 1921
The Fourth is that which is not cognizant of the subjective, nor that which is cognizant of the objective, nor that which is conscious of both, nor that which is simple consciousness, nor that which is a mass all sentiency, nor that which is all darkness. It is unseen, transcendent, unapprehensible, uninferable, unthinkable, indescribable, the sole essence of the consciousness of self, the negative of all illusion, the ever peaceful, the all bliss, the one without a second. This is ātman, it should be known.
Manilal Nabhubhai Dvivedi - 1894
They think the fourth him, whose knowledge are not internal objects, nor external, nor both, who has not uniform knowledge, who is not intelligent and not unintelligent, invisible, imperceptible, unseizable, incapable of proof, beyond thought, not to be defined, whose only proof is the belief in the soul, in whom all the spheres have ceased, who is tranquil, blissful, and without duality.
Edward Röer - 1853

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Dr. Ronald Steiner

Aus Ulm

Dr. Ronald Steiner, der „Yoga Doc“, begründete die AYI Methode: traditioneller Ashtanga, moderne Yogatherapie und lebendige Philosophie – als persönliche Praxis von sportlich-akrobatisch bis meditativ-therapeutisch. Er... mehr ›

Nils Jacob Liersch

Meine Begeisterung für Yoga, indische Philosophie und Sanskrit führte mich zum Studium der Indologie und Religionswissenschaft an der Universität Heidelberg. Seit 2004 befinde ich mich auf meinem persönlichen Yogaweg... mehr ›

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