madhye-bodha-sudhābdhi viśvam abhitas tat-phena-piṇḍopamaṃ | Analyse ▾ Analyse ▴
Der erste Epilogvers greift Kṣemarājas Bild vom Ozean der Bewusstheit auf. Körper, Lebensenergie und Freude begrenzen den Menschen, solange er darin seine ganze Identität sieht. Dieselbe Welt kann als Schaum innerhalb des umfassenden Bewusstseins erfahren werden.
Wer so erkennt, wird im Vers Śiva selbst genannt. Das ist eine Aussage der nichtdualen Lehre über die erkannte Natur des Selbst. Der Vers steht nach der Auslegung des zwanzigsten Sūtras und bildet den ersten Teil des Epilogs; er ist kein zusätzliches Sūtra.
śaktā jñātuṃ neśvara-pratyabhijñām | Analyse ▾ Analyse ▴
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śaktāḥ
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fähig | |
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jñātum
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zu verstehen | |
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na
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nicht | |
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īśvara
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des Herrn | |
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pratyabhijñām
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die Wiedererkennung |
Der zweite Epilogvers nimmt die Zielgruppe des Prologs wieder auf. Śaktipāta, das Herabsteigen der Kraft, bezeichnet hier ein von Śiva ausgehendes Erwachen. Es wird bei den angesprochenen Menschen bereits vorausgesetzt.
Die fehlende Übung betrifft die anspruchsvolle philosophische Argumentation. Mit Īśvarapratyabhijñā ist das ausführliche Werk Utpaladevas zur Wiedererkennung gemeint. Die vorliegende Unterweisung soll dessen Lehre zugänglich machen. Nach diesem Vers folgen in der Vorlage der Kolophon mit Kṣemarājas Namen und der Schlusssegen śubham astu.
Śubham astu steht nach den beiden Epilogversen und dem Kolophon. Die konventionelle kolophonische Segensformel wünscht Heil beziehungsweise glückliches Gelingen. Sie gehört zum überlieferten Rahmen, ist aber weder ein weiteres Sūtra noch ein Endmantra im engeren Sinn.
Illustrationen: KI-generiert.
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