Jālandharabandha wird unmittelbar nach vollständigem Einatmen gesetzt. Uḍḍiyānabandha beginnt nach Brahmānanda noch am Ende des Kumbhaka, solange ein kleiner Rest der Atemhaltung besteht, und damit unmittelbar vor dem Ausatmen. Er definiert Uḍḍiyāna hier als kräftiges Zurückziehen der Nabelregion zur Wirbelsäule.
madhye paścima-tāṇena; syāt prāṇo brahma-nāḍi-gaḥ ||46|| Analyse ▾ Analyse ▴
Brahmānanda überliefert zwei Wege zur Bandha-Verbindung. Wer den vom Guru gelehrten Zungenverschluss sicher kennt, könne Prāṇāyāma schon mit diesem und Jālandharabandha vollenden; andernfalls werden Jālandhara, Mūla und Uḍḍiyāna gemeinsam benötigt.
Für falsch ausgeführten Mūlabandha nennt er Gewebeverlust, Verstopfung, schwache Verdauung, schwachen inneren Klang und harten, pelletartigen Stuhl. Gute Ernährung der Gewebe, klare Ausscheidung, starke Verdauung und deutlicher Nāda gelten dagegen als Zeichen richtiger Ausführung. Alle drei Bandhas sollen deshalb vom Guru gelernt werden.
apānam ūrdhvam utthāpya; prāṇaṃ kaṇṭhād adho nayet | Analyse ▾ Analyse ▴
Der Vers beschreibt nach Brahmānanda vor allem Mūlabandha, der Apāna anhebt, und Jālandharabandha, der Prāṇa abwärts führt. Uḍḍiyāna wird nicht eigens genannt, weil das Einziehen unterhalb des Nabels beim gleichzeitigen Setzen der beiden anderen Verschlüsse seiner Überlieferung zufolge von selbst entsteht.
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Illustrationen: KI-generiert.
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