Stāṇutva, wörtlich die Festigkeit eines unbeweglichen Pfostens, deutet Brahmānanda doppelt: als stabile lange Lebensdauer oder als eine Form von Herrschaft. Beides beruht darauf, dass Atem und Geist gemeinsam still werden. Prāṇāyāma ist für ihn damit ein unmittelbares Mittel geistiger Stabilisierung.
nibandhayet MBHDL2026 ] nirodhayet NS1882
malākulāsu nāḍīṣu; māruto naiva madhya-gaḥ | Analyse ▾ Analyse ▴
kathaṃ syād unmanī-bhāvaḥ; kāya-siddhiḥ kathaṃ bhavet ||4|| Analyse ▾ Analyse ▴
Die „Vollendung des zu Tuenden“ bestimmt Brahmānanda als Kaivalya, die endgültige Befreiung. Unreine Nāḍīs verhindern nach seiner Deutung, dass Prāṇa durch die Suṣumṇā fließt; ohne diesen mittleren Strom entstehen weder Unmanī noch das eigentliche Ziel des Yoga.
śuddhim eti yadā sarvaṃ; nāḍī-cakraṃ malākulam | Analyse ▾ Analyse ▴
prāṇābhyāsaṃ tataḥ kuryān; nityaṃ sāttvikayā dhiyā | Analyse ▾ Analyse ▴
yathā suṣumṇā, susvasthā; malāḥ śoṣaṃ prayānti ca ||6|| Analyse ▾ Analyse ▴
Ein sattvischer Geist ist für Brahmānanda hell und gelassen, weil rajasische Zerstreuung und tamasische Trägheit bereits zurückgedrängt wurden. Als Mittel nennt er Hingabe an Īśvara sowie die zuvor geforderten Eigenschaften Eifer, Mut und Ausdauer. Die Reinigung der Suṣumṇā verbindet damit Atemübung und geistige Ausrichtung.
suṣumṇā susvasthā MBHDL2026 ] suṣumṇānāḍīsthā NS1882
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Illustrationen: KI-generiert.
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