uttiṣṭhaty uttame prāṇa;-rodhe padmāsane muhuḥ ||12|| Analyse ▾ Analyse ▴
Brahmānanda zitiert unterschiedliche Maße für kurze, mittlere und höchste Atemhaltung und warnt damit indirekt vor einer scheinbar eindeutigen Zeitangabe. Entscheidend ist seine Stufenlehre: Mit wachsender Dauer und Stabilität des im Scheitelbereich gehaltenen Prāṇa wird derselbe Vorgang nacheinander Pratyāhāra, Dhāraṇā, Dhyāna und Samādhi genannt. Die höheren Yogaglieder erscheinen so als Vertiefungen des Prāṇāyāma.
jalena śrama-jātena; gātra-mardanam ācaret | Analyse ▾ Analyse ▴
Der durch die Anstrengung entstandene Schweiß soll nicht abgewischt werden. Brahmānanda lässt ihn wie bei einer Ölmassage in den Körper einreiben; dadurch sollen Festigkeit und Leichtigkeit entstehen. Der Kommentar versteht den Schweiß somit als Bestandteil der historischen Übung.
abhyāsa-kāle prathame; śastaṃ kṣīrājya-bhojanam | Analyse ▾ Analyse ▴
tato 'bhyāse dṛḍhī-bhūte; na tādṛṅ-niyama-grahaḥ ||14|| Analyse ▾ Analyse ▴
Die anfängliche Ernährung mit Milch und Ghee bleibt nach Brahmānanda so lange verbindlich, bis die Praxis im Kevala-Kumbhaka gefestigt ist. „Gefestigte Übung“ bezeichnet den bereits erreichten spontanen Atemstillstand.
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Illustrationen: KI-generiert.
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