recya cāpūrya yaḥ kāryaḥ; sa vai sahita-kumbhakaḥ | Analyse ▾ Analyse ▴
Sahita wird geübt, bis Prāṇa die Suṣumṇā geöffnet hat und dort besondere innere Klänge hörbar werden; dies gilt Brahmānanda als Zeichen für das Entstehen von Kevala-Kumbhaka. Danach bleiben täglich zehn oder zwanzig Sahita-Runden bestehen, während die bis 80 aufgefüllte Hauptzahl zunehmend aus Kevala-Kumbhakas besteht.
yāvat kevalasiddhiḥ syāt tāvat sahitam abhyaset MBHDL2026 ] transp. NS1882 ante HP 2.74a
Kevala-Kumbhaka ist für Brahmānanda keine besonders lange absichtliche Atemhaltung nach Ein- oder Ausatmung. Er entsteht, wenn Recaka und Pūraka ganz entfallen und der Atem ohne Mühe stillsteht. Darin unterscheidet er sich grundsätzlich von den beiden vorbereitenden Sahita-Formen.
Haṭha und Rājayoga sind für Brahmānanda wechselseitig Mittel und Zielhilfe. Unter Rājayoga-Praxis versteht er nicht nur einen abstrakten Endzustand, sondern die im vierten Kapitel beschriebenen Verfahren wie Unmanī und Śāmbhavī sowie verschiedene vedāntische Samādhi-Systeme. Beide Wege werden daher gemeinsam bis zur Rājayoga-Vollendung fortgesetzt.
Den Geist „ohne Stütze“ zu machen, ordnet Brahmānanda nach einer gegenständlichen Sammlung ein: Zuerst besteht im Samprajñāta-Samādhi eine geistige Form von Brahman; anschließend wird selbst diese durch höchste Loslösung zum Erlöschen gebracht. Rājayoga bedeutet hier also das Überschreiten auch des subtilsten Meditationsgegenstandes.
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Illustrationen: KI-generiert.
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