Für Bhastrikā kennt Brahmānanda zwei Abläufe. In einer Form wird zunächst durch ein Nasenloch wiederholt rasch aus- und eingeatmet; bei Ermüdung folgen Einatmung, Kumbhaka und Ausatmung durch die Gegenseite, danach wird gewechselt. In der zweiten Form wechseln Ein- und Ausatmung von Anfang an die Seiten. Beide enden nach der schnellen „Blasebalg“-Phase in gehaltenem Atem und ruhiger Ausatmung.
kuṇḍalī-bodhakaṃ vakra;-bhāva-ghnaṃ sukha-daṃ śubham | Analyse ▾ Analyse ▴
brahma-nāḍī-mukhe saṃstha; kaphādy-argala-nāśanam ||67|| Analyse ▾ Analyse ▴
Brahmānanda ordnet die Kumbhakas nach Temperatur und Doṣa-Wirkung: Sūryabhedana und Ujjāyī gelten als wärmend, Sītkārī und Śītalī als kühlend, Bhastrikā als thermisch ausgeglichen. Vorwiegend soll Sūryabhedana Vāta, Ujjāyī Kapha, die beiden kühlenden Formen Pitta und Bhastrikā alle drei Doṣas mindern.
Die drei von Bhastrikā zu durchbrechenden Knoten benennt Brahmānanda als Brahma-, Viṣṇu- und Rudra-Granthi. Er lokalisiert sie gemeinsam innerhalb der Suṣumṇā und versteht sie als feste Hindernisse des aufsteigenden Prāṇa. Deshalb erhält Bhastrikā gegenüber den übrigen, nur nach Möglichkeit zu übenden Kumbhakas besonderen Rang.
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Illustrationen: KI-generiert.
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