yadātamas, tan na divā na rātrir; na san na cāsac, chiva eva kevalaḥ | Analyse ▾ Analyse ▴
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yadā
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wenn | |
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atamas
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Dunkellosigkeit, kein Dunkel | |
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tat
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dann, das | |
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na
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nicht | |
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divā
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Tag, bei Tage | |
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na
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nicht | |
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rātriḥ
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Nacht | |
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na
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nicht | |
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sat
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das Seiende, Sein | |
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na
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nicht | |
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ca
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und | |
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asat
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das Nichtseiende, Nichtsein | |
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śivaḥ
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der Gütige, Heilvolle | |
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eva
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allein, gerade | |
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kevalaḥ
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einzig, allein |
tad akṣaraṃ, tat savitur vareṇyaṃ; prajñā ca tasmāt, prasṛtā purāṇī ||18|| Analyse ▾ Analyse ▴
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tat
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das, jenes | |
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akṣaram
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das Unvergängliche | |
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tat
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das, jenes | |
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savituḥ
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des Savitṛ, des Bewegers | |
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vareṇyam
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zu erwählen, verehrungswürdig | |
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prajñā
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Erkenntnis, Weisheit | |
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ca
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und | |
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tasmāt
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daraus, von jenem | |
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prasṛtā
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hervorgegangen, ausgeströmt | |
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purāṇī
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uralt, ursprünglich |
Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya bezieht den Vers auf den durch Erkenntnis aufgehobenen Dualismus. Wo Avidyā und ihre Wirkungen verbrannt sind, gelten weder Tag und Nacht noch Sein und Nichtsein als Gegensätze; übrig bleibt nicht Leere, sondern Śiva als reine, unterschiedslose Wirklichkeit.
Śaṅkarānanda erklärt das Dunkel als Avidyā mit Verhüllungs- und Projektionskraft. Nach ihrer Aufhebung bleibt das selbstleuchtende Freudenselbst ohne Erkenner-Erkanntes-Spaltung. Alternativ beschreibt der Vers einen Bereich jenseits von Tag, Nacht, Ursache und Wirkung; die uralte Erkenntnis geht aus diesem Śiva hervor.
Nārāyaṇa liest die Tilgung des Dunkels als Aufhebung aller Gegensatzpaare: Tag und Nacht, Ursache und Wirkung, Sein und Nichtsein. Allein der unveränderliche Śiva bleibt; auch die alte, aus den Schriften stammende Erkenntnis geht von ihm aus.
Vijñānabhagavat bietet eine erkenntnistheoretische und eine kosmologische Lesart. Im Wissen verschwinden die von Avidyā getragenen Gegensätze; in der Auflösung besteht die Welt nur als ungeschiedene Prakṛti. In beiden Fällen bleibt Śiva nichtdual, und die uralte Erkenntnis- oder Vedaüberlieferung stammt von ihm.
<1: Vgl. Chānd. 3,11,3. 8,4,1–2 (oben S. 105. 192).>
<2: Vgl. Bṛh. 2,4,10 und Śvet. 6,18.>
<1: tamas, perhaps metaphorically as well as literally. That is: when the darkness of ignorance and illusion has been removed, then all fluctuations and distinctions are also overpassed. Undifferenced bliss only remains. Compare the similar descriptions at Chānd. 3. 11. 3 and 8. 4. 1–2.>
<2: The first phrase of the famous Gāyatrī Prayer, RV. 3. 62. 10.>
<1: Vgl. Chānd. 3,11,3. 8,4,1–2 (oben S. 105. 192).>
<2: Vgl. Bṛh. 2,4,10 und Śvet. 6,18.>
<1: Atamas, no darkness, i. e. light of knowledge.>
<2: See on the difficulty of translating sat and asat, τὸ ὄν and τὸ μὴ ὄν, the remarks in the Preface.>
<3: Referring to the Gāyatrī, Rig-veda III, 62, 10; see also Śvet. Up. V, 4.>
Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya leitet aus Unbegrenztheit und Teillosigkeit die Unfassbarkeit des Herrn in jeder Richtung ab. Weil es kein zweites Wesen mit derselben grenzenlosen Freude gibt, besitzt er kein Ebenbild; sein Ruhm wird von Raum und Zeit nicht begrenzt.
Śaṅkarānanda bestreitet jede räumliche Auffindbarkeit oder Vergleichbarkeit des Selbst. Niemand ergreift es oben, quer oder in der Mitte; „großer Ruhm“ kann seine allbekannte Herrlichkeit oder sogar einen benennenden Ausdruck für ihn bezeichnen.
Nārāyaṇa erklärt, dass die zehn Richtungen vom Herrn ausgehen und ihn deshalb nicht umfassen können. Kein Mensch hat ihn irgendwo ergriffen; „Pratimā“ bedeutet hier ausdrücklich ein vergleichbares Gegenbild.
Vijñānabhagavat begründet die Richtungslosigkeit mit Ewigkeit, Nichtdualität und fehlenden Teilen. Der Herr ist weder oben noch quer noch in einer Mitte einzufangen. Mangels eines zweiten Wesens gleicher Freude gibt es keinen Vergleich; sein Name ist raumzeitlich unbegrenzter Ruhm.
<1: = Vāj. Saṃh. 32,2–3 (Gesch. d. Phil. I, 292).>
<1: This stanza = VS. 32. 2 c, d + 32. 3 a, b; TA. 10. 1. 2; Mahānār. 1. 10.>
<1: = Vāj. Saṃh. 32,2–3 (Gesch. d. Phil. I, 292).>
<1: See Muir, Metrical Translations, p. 198; Maitr. Up. VI, 17.>
na saṃdṛśe, tiṣṭhati rūpam asya; na cakṣuṣā, paśyati kaścanainam | Analyse ▾ Analyse ▴
hṛdā hṛdi-sthaṃ, manasā ya enam; evaṃ vidur, amṛtās te bhavanti ||20|| Analyse ▾ Analyse ▴
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hṛdā
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mit dem Herzen, durch das Herz | |
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hṛdi
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im Herzen | |
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stham
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befindlich, wohnend | |
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manasā
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mit dem Geist, durch Denken | |
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ye
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diejenigen, welche | |
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enam
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ihn, diesen | |
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evam
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so, auf diese Weise | |
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viduḥ
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sie wissen, erkennen | |
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amṛtāḥ
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unsterblich | |
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te
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sie, jene | |
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bhavanti
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sie werden |
Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya unterscheidet Sinneswahrnehmung und Selbsterkenntnis. Das formlose, selbstleuchtende Bewusstsein kann kein Auge oder anderes Organ zum Gegenstand machen. Im Herzen wird es durch gereinigte Buddhi als eigenes Brahman-Selbst unmittelbar erkannt; damit endet weitere Verkörperung.
Śaṅkarānanda vergleicht die Offenbarung im reinen Innenorgan mit Sonne im Wasser oder Raum im Gefäß. Das Selbst ist zwar aus sich selbst leuchtend, wird aber in einer völlig klaren, selbstförmigen Geistestätigkeit erkannt; dies meint die Erkenntnis der Brahmankenner.
Vijñānabhagavat betont die Nichtgegenständlichkeit des Herrn: Als eigenschaftsloses Bewusstsein steht er an keinem Ort für die Sinne bereit. Verneinende Unterweisung und eine gereinigte Buddhi erkennen ihn im inneren Ich-Bewusstsein als eigenes Selbst; dadurch kehrt keine sterbliche Leibbindung wieder.
<1: = Kāṭh. 6,9. Mahānār. 1,11 (verändert); vgl. oben zu 3,13.>
<1: This stanza = Kaṭha 6. 9 and Mahānār. 1. 11 with slight variation.>
<1: = Kāṭh. 6,9. Mahānār. 1,11 (verändert); vgl. oben zu 3,13.>
<1: B. reads hṛdā manīṣā manasābhikḷpto, yat tad vidur; A. hṛdi hṛdistham manasāya enam evaṃ vidur.>
rudra yat te dakṣiṇaṃ mukhaṃ; tena māṃ pāhi nityam ||21|| Analyse ▾ Analyse ▴
Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya lässt den vom vergänglichen Saṃsāra erschrockenen Suchenden beim ungeborenen Herrn Zuflucht nehmen. Rudras rechte oder südliche, ermutigende und freudige Gestalt soll ihn jederzeit schützen; die Zuschreibung bleibt dabei diejenige des überlieferten Bhāṣya.
Śaṅkarānanda verbindet das rechte Antlitz mit dem auf der rechten Herzseite verorteten Tor des Hörens. Dieses soll sich dem Vedānta-Hören zuwenden und den Suchenden so schützen, dass er niemals von der befreienden Unterweisung getrennt wird.
Nārāyaṇa versteht das rechte Antlitz als in Unterweisung kundige Seite Rudras. Der von Geburtsfurcht ergriffene Jīva nimmt bei ihr Zuflucht und bittet, durch diese lehrende Gegenwart dauerhaft geschützt und befreit zu werden.
Vijñānabhagavat deutet Rudras ungegliedertes, befreiungsfähiges Antlitz als die Seite jenseits begrenzter Formen. Der vorbereitete Suchende flüchtet vor Geburt, Tod und Verblendung zu ihr; Schutz bedeutet, dass Einheitswissen aufsteigt, Saṃsāras Wurzel verbrennt und die eigene Freude beständig offenbar bleibt.
<1: Dakshiṇa is explained either as invigorating, exhilarating, or turned towards the south.>
<1: “Dakshina,” according to Śankara, means either “auspicious,” or “southern” (right), that is, which is turned to the south.>
mā nas toke, tanaye mā na āyuṣi; mā no goṣu, mā no aśveṣu rīriṣaḥ | Analyse ▾ Analyse ▴
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mā
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nicht, keinesfalls | |
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naḥ
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uns | |
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toke
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am Nachwuchs, hinsichtlich der Kinder | |
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tanaye
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am Nachkommen, hinsichtlich des Sohnes | |
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mā
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nicht, keinesfalls | |
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naḥ
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uns | |
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āyuṣi
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am Leben, hinsichtlich der Lebenszeit | |
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mā
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nicht, keinesfalls | |
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naḥ
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uns | |
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goṣu
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an den Rindern, Kühen | |
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mā
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nicht, keinesfalls | |
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naḥ
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uns | |
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aśveṣu
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an den Pferden | |
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rīriṣaḥ
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du sollst nicht schädigen, zu verletzen suchen |
vīrān mā no, rudra bhāmito vadhīr; haviṣmantaḥ, sadam it tvā havāmahe ||22|| Analyse ▾ Analyse ▴
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vīrān
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Helden, tatkräftige Männer | |
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mā
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nicht, keinesfalls | |
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naḥ
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unsere, von uns | |
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rudra
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o Rudra | |
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bhāmitaḥ
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erzürnt, zornig | |
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vadhīḥ
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du sollst nicht töten | |
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haviṣmantaḥ
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Opfergaben habend, opfernd | |
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sadam
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immer, beständig | |
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it
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eben, gerade | |
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tvā
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dich | |
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havāmahe
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wir rufen an |
Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya weitet die Schutzbitte auf Kinder, Enkel, Lebenszeit, Rinder, Pferde, Leiber und tapfere Angehörige aus. Selbst wenn Rudra erzürnt ist, soll er sie verschonen; die Opfernden rufen ihn fortwährend zum Schutz an.
Śaṅkarānanda bezeichnet den Vers als Gnadenweg für Hausleute. Rudra soll Nachkommen, unversehrtes langes Leben, Vieh und tatkräftige Helfer bewahren. Die Opfernden besitzen häusliche und wilde Pflanzen, Milch und andere Gaben und vollziehen für ihn den Homa.
Nārāyaṇa erklärt die Bitte um Schonung der Angehörigen mit Rudras Gnade: Wer von ihm begünstigt ist, braucht zerstörerische Kräfte nicht selbst zu bekämpfen. Die Verehrer rufen ihn mit Opfergaben in die Opferhalle, damit er den Opferanteil annimmt und schützt.
Vijñānabhagavat liest die Bewahrung zweifach. Erkenntnissuchende bitten um Schutz für Schüler, Enkel, Lebenskräfte, Veden und Sinne, bis Wissen möglich ist; Weltlichgesinnte bitten um Familie, Leben, Vieh und Helfer. In beiden Fällen bedeutet fortwährendes Opfern, Rudra zum Schutz anzurufen.
<1: = Ṛgv. 1,114,8. Taitt. Saṃh. 4,5,10,3. Vāj. Saṃh. 16,16 (mit Varianten).>
<1: This stanza = RV. 1. 114. 8; TS. 4. 5. 10. 3; and VS. 16. 16 with variations.>
<1: = Ṛgv. 1,114,8. Taitt. Saṃh. 4,5,10,3. Vāj. Saṃh. 16,16 (mit Varianten).>
<1: See Colebrooke, Miscellaneous Essays, I, p. 141; Rig-veda I, 114, 8; Taitt. Saṃh. IV, 5, 10, 3; Vāg. Saṃh. XVI, 16. The various readings are curious. Āyuṣi in the Śvet. Up., instead of āyau in the Rig-veda, is supported by the Taitt. Saṃh. and the Vāg. Saṃh.; but Vijñānātman reads āyau. As to bhāmito, it seems the right reading, being supported by the Rig-veda, the Taitt. Saṃh., and the Śvet. Up., while bhāvito in Roer’s edition is a misprint. The Vāg. Saṃh. alone reads bhāmino, which Mahīdhara refers to vīrān. The last verse in the Rig-veda and Vāg. Saṃh. is haviṣmantaḥ sadam it tvā havāmahe; in the Taitt. Saṃh. haviṣmanto namasā vidhema te. In the Śvet. Up. haviṣmantaḥ sadasi tvā havāmahe, as printed by Roer, seems to rest on Śaṅkara’s authority only. The other commentators, Śaṅkarānanda and Vijñānātman, read and interpret sadam it.>
<1: This verse, according to Weber, occurs in the Vāj. Sanh. xvi, 16., in the Taitt. S. v, 10, 11, and in the Rig. V. S. i, 114–18.>
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