SVU 4.6-4.10: Zwei Vögel und Māyā
SVU 4.6-4.10: Zwei Vögel und Māyā

SVU 4.6-4.10: Gebundenes Selbst, Zeuge und Welterscheinung

Das Vogelgleichnis unterscheidet leidendes Selbst und schauenden Herrn; Texte und Opfer gehen aus dem Unvergänglichen hervor, die Welt aus der Māyā des Māyin.

Śvetāśvatara Upaniṣad 4.6
द्वा सुपर्णा सयुजा सखाया समानं वृक्षं परिषस्वजाते |
dvā suparṇā, sayujā sakhāyā; samānaṃ vṛkṣaṃ, pariṣasvajāte | Analyse ▾ Analyse ▴
dvā
Nominativ Dual Maskulin
Zahlwort
zwei
suparṇā
Nominativ Dual
Substantiv Maskulin
schöngefiederte Vögel
sayujā
Nominativ Dual Maskulin
Adjektiv
eng verbunden, vereint
sakhāyā
Nominativ Dual
Substantiv Maskulin
zwei Freunde, Gefährten
samānam
Akkusativ Singular Maskulin
Adjektiv
denselben, gemeinsamen
vṛkṣam
Akkusativ Singular
Substantiv Maskulin
Baum
pariṣasvajāte
3. Person Dual Medial Perfekt
Präfix
Verbalwurzel
beide haben sich angeschmiegt, umfassen
तयोरन्यः पिप्पलं स्वाद्वत्त्यनश्नन्नन्यो अभिचाकशीति ||6||
tayor anyaḥ, pippalaṃ svādv atty; anaśnann anyo, abhicākaśīti ||6|| Analyse ▾ Analyse ▴
tayoḥ
Genitiv Dual Maskulin
Pronomen dem
von den beiden
anyaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Pronomen quant
der eine, andere
pippalam
Akkusativ Singular
Substantiv Neutrum
Feigenfrucht, Frucht
svādu
Akkusativ Singular Neutrum
Adjektiv
süße, wohlschmeckende
atti
3. Person Singular Aktiv Präsens
Verbalwurzel
er isst
anaśnan
Nominativ Singular Maskulin Partizip Präsens Aktiv
Präfix
Verbalwurzel
nicht essend
anyaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Pronomen quant
der andere
abhicākaśīti
3. Person Singular Aktiv Präsens Intensive
Präfix
Verbalwurzel
er blickt zu, schaut leuchtend zu
Metrum: Pāda 1: Triṣṭubh mit Vajrā-Ausklang — 10 Silben; Pāda 2: Triṣṭubh mit Vajrā-Ausklang; Pāda 3: Triṣṭubh — 9 Silben; Pāda 4: Triṣṭubh mit Vajrā-Ausklang
Zwei (dvā | nom du m) schöngefiederte Vögel (suparṇā | nom du), eng verbunden (sayujā | nom du m), zwei Freunde (sakhāyā | nom du), haben denselben (samānam | acc sg m) Baum (vṛkṣam | acc sg) umschlungen (pariṣasvajāte | 3p du med perf). Von den beiden (tayoḥ | gen du m) [ist es] der eine (anyaḥ | nom sg m), [der] die Feigenfrucht (pippalam | acc sg), die wohlschmeckende (svādu | acc sg n), isst (atti | 3p sg act pres); nicht essend (anaśnan | nom sg m pca) schaut der andere (anyaḥ | nom sg m) leuchtend zu (abhicākaśīti | 3p sg act pres inte).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Zwei schöngefiederte Vögel, unzertrennliche Freunde, sitzen auf demselben Baum. Der eine isst die süße Frucht, während der andere zuschaut, ohne zu essen.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya sieht in den zwei Vögeln Jīva und Paramātman am selben Körperbaum. Der von Avidyā, Begehren und latenten Eindrücken geprägte Jīva genießt die vielfältigen Karmafrüchte; der stets reine und freie Herr bleibt ungefesselt schauender Zeuge.

Śvetāśvatara-Upaniṣad Śaṅkara-Bhāṣya

Śaṅkarānanda deutet den gemeinsamen Baum als vergänglichen Doppelkörper. Der Jīva besitzt Verdienst und Schuld gleichsam als Flügel und kostet deren Freude und Schmerz; Īśvara ist mit Avidyā nur als Herr verbunden und bleibt ohne Genießeranspruch allseits leuchtend.

Śaṅkarānandas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Nārāyaṇa nennt die beiden Vögel den bewussten Jīva und Paramātman, die stets denselben vergänglichen Körper umfassen. Nur der Jīva verzehrt die aus Karma erwachsene Frucht; Paramātman isst nicht, sondern leuchtet unverändert.

Nārāyaṇas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Vijñānabhagavat erklärt die Zweiheit mit Spiegelbild und Urbild. Jīva und Herr erscheinen durch Avidyā als begrenztes Abbild und unbegrenztes Bewusstsein am vielverzweigten Körperbaum. Das Abbild übernimmt dessen Eigenschaften und Karmafrüchte, während das Urbild selbstleuchtend und unverändert bleibt.

Vijñānabhagavats Śvetāśvataropaniṣadvivaraṇa
„Zwei schönbeflügelte, verbundene Freunde Umarmen einen und denselben Baum; Einer von ihnen speist die süße Beere, Der andre schaut, nicht essend, nur herab.“<1>
<1: Der Vers Ṛgv. 1,164,20 wird als Vers 6 zitiert und (Vers 7) im Sinne der Vedāntalehre (vgl. namentlich Kāṭh. 3,1, oben S. 276) interpretiert. Die ursprüngliche Bedeutung ist eine ganz andre (vgl. darüber Gesch. d. Phil. I, 112). Vers 6–7 kehren Muṇḍ. 3,1,1–2 wieder. — Hieran schließt sich, etwas unvermittelt, Vers 8 = Ṛgv. 1,164,39, wohl um den Om-Laut als den Weg zu Gott durch Berufung auf denselben Ṛgvedahymnus zu erweisen.>
Paul Deussen - 1921
Two birds, fast bound companions, Clasp close the self-same tree. Of these two, the one<1> eats sweet fruit; The other<2> looks on without eating.<3>
<1: That is, the individual person.>
<2: That is, the universal Brahma.>
<3: This stanza = RV. 1. 164. 20 and Muṇḍ. 3. 1. 1.>
Robert Hume - 1921
Two beautiful-winged birds (or two beings of good movement) ever-connected, and friends, resort to the same tree (or body); of these the one eats the fruit of varied or (attractive) taste, while the other shines (or looks) without eating (the fruit).
Siddhesvar Varma Shastri - 1916
„Zwei schönbeflügelte, verbundene Freunde Umarmen einen und denselben Baum; Einer von ihnen speist die süße Beere, Der andre schaut, nicht essend, nur herab.“<1>
<1: Der Vers Ṛgv. 1,164,20 wird als Vers 6 zitiert und (Vers 7) im Sinne der Vedāntalehre (vgl. namentlich Kāṭh. 3,1, oben S. 276) interpretiert. Die ursprüngliche Bedeutung ist eine ganz andre (vgl. darüber Gesch. d. Phil. I, 112). Vers 6–7 kehren Muṇḍ. 3,1,1–2 wieder. — Hieran schließt sich, etwas unvermittelt, Vers 8 = Ṛgv. 1,164,39, wohl um den Om-Laut als den Weg zu Gott durch Berufung auf denselben Ṛgvedahymnus zu erweisen.>
Paul Deussen - 1897
Two birds, inseparable friends, cling to the same tree. One of them eats the sweet fruit, the other looks on without eating.<1>
<1: The same verses occur in the Muṇḍaka Up. III, 1.>
F. Max Müller - 1884
Two birds,<1> (the supreme and the individual souls) always united, of equal name, dwell upon one and the same tree (the body). The one of them (the individual soul), enjoys the sweet fruit of the fig-tree, the other (the supreme soul) looks round as a witness.
<1: This and the next verses are literally taken from the Mund. U. iii, 1–2.>
Edward Röer - 1853
Śvetāśvatara Upaniṣad 4.7
समाने वृक्षे पुरुषो निमग्नो अनीशया शोचति मुह्यमानः |
samāne vṛkṣe, puruṣo nimagno; anīśayā, śocati muhyamānaḥ | Analyse ▾ Analyse ▴
samāne
Lokativ Singular Maskulin
Adjektiv
auf demselben, gemeinsamen
vṛkṣe
Lokativ Singular
Substantiv Maskulin
Baum
puruṣaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Mensch, Person, Seele
nimagnaḥ
Nominativ Singular Maskulin Partizip Perfekt Passiv
Präfix
Verbalwurzel
versunken, niedergesunken
anīśayā
Instrumentalis Singular
Substantiv Feminin
durch Ohnmacht, aufgrund fehlender Herrschaft
śocati
3. Person Singular Aktiv Präsens
Verbalwurzel
er trauert, leidet
muhyamānaḥ
Nominativ Singular Maskulin Partizip Präsens Medial
Verbalwurzel
verwirrt werdend, verblendet
जुष्टं यदा पश्यत्यन्यमीशं अस्य महिमानमिति वीतशोकः ||7||
juṣṭaṃ yadā, paśyaty anyam īśaṃ; asya mahimānam, iti vīta-śokaḥ ||7|| Analyse ▾ Analyse ▴
juṣṭam
Akkusativ Singular Maskulin Partizip Perfekt Passiv
Verbalwurzel
begünstigt, huldvoll
yadā
Adverb
wenn, sobald
paśyati
3. Person Singular Aktiv Präsens
Verbalwurzel
er sieht, erkennt
anyam
Akkusativ Singular Maskulin
Pronomen quant
den anderen
īśam
Akkusativ Singular
Substantiv Maskulin
Herrn, Gebieter
asya
Genitiv Singular Maskulin
Pronomen dem
dessen, von ihm
mahimānam
Akkusativ Singular
Substantiv Maskulin
Größe, Herrlichkeit
iti
Partikel
so, auf diese Weise
vīta
Bahuvrīhi-Kompositum Partizip Perfekt Passiv
Präfix
Verbalwurzel
frei geworden, gewichen
śokaḥ
Nominativ Singular Maskulin Bahuvrīhi-Kompositum
Substantiv Maskulin
Kummer habend, vom Kummer frei
Metrum: Pāda 1: Triṣṭubh mit Vajrā-Ausklang; Pāda 2: Triṣṭubh mit Vajrā-Ausklang; Pāda 3: Triṣṭubh — 10 Silben; Pāda 4: Triṣṭubh mit Vajrā-Ausklang — 12 Silben
Auf demselben (samāne | loc sg m) Baum (vṛkṣe | loc sg) [ist] der Puruṣa (puruṣaḥ | nom sg) versunken (nimagnaḥ | nom sg m ppp); aufgrund seiner Ohnmacht (anīśayā | ins sg) trauert er (śocati | 3p sg act pres), verwirrt werdend (muhyamānaḥ | nom sg m pcm). [Er erkennt] den Huldvollen (juṣṭam | acc sg m ppp), sobald (yadā) er [ihn] sieht (paśyati | 3p sg act pres): den anderen (anyam | acc sg m) Herrn (īśam | acc sg), [und] dessen (asya | gen sg m) Herrlichkeit (mahimānam | acc sg). So (iti) [wird er] vom Kummer frei (vīta-śokaḥ | nom sg m bv).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Auf demselben Baum sitzt die Seele, in Ohnmacht versunken, verwirrt und voller Kummer. Erkennt sie den anderen – den huldvollen Herrn – und seine Herrlichkeit, wird sie frei von Leid.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya schildert den gebundenen Menschen als vom Körperdenken überwältigt: Geburt, Verwandtschaft, Verlust und Ohnmacht erzeugen Trauer. Nach langer Läuterung erkennt er den anderen, innersten Herrn als sein eigenes Selbst und wird vom ganzen Meer des Kummers frei.

Śvetāśvatara-Upaniṣad Śaṅkara-Bhāṣya

Śaṅkarānanda sieht den Jīva durch anfangslose Gewohnheiten in Sorge und Verblendung versunken. Sobald er das von Avidyā und ihren Wirkungen verschiedene, selbstleuchtende Freudenselbst als Herr und eigene Herrlichkeit unmittelbar erkennt, fällt mit der Unwissenheit jede Trauer fort.

Śaṅkarānandas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Nārāyaṇa erklärt das Versinken als Identifikation mit dem gemeinsamen Körper. Der Jīva hält sich für machtlos und hängt an Sinnesobjekten. Erkennt er den durch Verehrung gnädig gewordenen Herrn und dessen Größe, wird er frei von Trauer.

Nārāyaṇas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Vijñānabhagavat deutet die Ohnmacht als Überlagerung der fünf Hüllen. Durch Hören, Nachdenken und Vertiefung beim Lehrer erkennt der vorbereitete Jīva, dass die unbegrenzte Herrlichkeit des vermeintlich anderen Īśvara sein eigenes innerstes Selbst ist; diese Unmittelbarkeit zerstört Saṃsāra und seine Ursache.

Vijñānabhagavats Śvetāśvataropaniṣadvivaraṇa
asya mahimānam LV1958, ASS1927 ] tanmahimānam Hauschild apud LV1958-app
Kritischer Apparat
Zu solchem Baum der Geist, herabgesunken, In seiner Ohnmacht grämt sich wahnbefangen; Doch wenn er ehrt und schaut des andern Allmacht Und Majestät, dann weicht von ihm sein Kummer.
Paul Deussen - 1921
On the self-same tree a person, sunken, Grieves for his impotence, deluded; When he sees the other, the Lord (īś), contented, And his greatness, he becomes freed from sorrow.<1>
<1: This stanza = Muṇḍ. 3. 1. 2.>
Robert Hume - 1921
The individual soul, entangled in the same tree (or body), being deluded, grieves on account of powerlessness; when he sees another Being, i.e., God, pleased (or served by Him) and His greatness, he is freed from sorrow.
Siddhesvar Varma Shastri - 1916
Zu solchem Baum der Geist, herabgesunken, In seiner Ohnmacht grämt sich wahnbefangen; Doch wenn er ehrt und schaut des andern Allmacht Und Majestät, dann weicht von ihm sein Kummer.
Paul Deussen - 1897
On the same tree man sits grieving, immersed, bewildered, by his own impotence (an-īśa). But when he sees the other lord (īśa) contented, and knows his glory, then his grief passes away.
F. Max Müller - 1884
Dwelling on the same tree (with the supreme soul) the deluded soul (the individual soul), immersed, (in the relations of the world) is grieved by the want of power; but when it sees the other, the (long) worshipped ruler as different (from all worldly relations) and his glory, then its grief ceases.
Edward Röer - 1853
Śvetāśvatara Upaniṣad 4.8
ऋचो अक्षरे परमे व्योमन्यस्मिन्देवा अधि विश्वे निषेधुः |
ṛco akṣare, parame vyoman; yasmin devā, adhi viśve niṣedhuḥ | Analyse ▾ Analyse ▴
ṛcaḥ
Genitiv Singular
Substantiv Feminin
des Ṛc-Verses, des Hymnus
akṣare
Lokativ Singular
Substantiv Neutrum
im Unvergänglichen, in der Silbe
parame
Lokativ Singular Neutrum
Adjektiv
im höchsten
vyoman
Lokativ Singular
Substantiv Neutrum
im Himmelsraum
yasmin
Lokativ Singular Neutrum
Pronomen rel
in welchem
devāḥ
Nominativ Plural
Substantiv Maskulin
die Götter
adhi
Partikel
darauf, darüber
viśve
Nominativ Plural Maskulin
Adjektiv
alle, sämtliche
niṣedhuḥ
3. Person Plural Aktiv Perfekt
Präfix
Verbalwurzel
sie haben sich niedergesetzt, wohnen
यस्तन्न वेद किमृचा करिष्यति य इत्तद्विदुस्त इमे समासते ||8||
yas tan na veda, kim ṛcā kariṣyati; ya it tad vidus, ta ime samāsate ||8|| Analyse ▾ Analyse ▴
yaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Pronomen rel
wer, welcher
tat
Akkusativ Singular Neutrum
Pronomen dem
das, jenes
na
Partikel
nicht
veda
3. Person Singular Aktiv Perfekt
Verbalwurzel
er weiß, kennt
kim
Akkusativ Singular Neutrum
Pronomen inter
was, wozu
ṛcā
Instrumentalis Singular
Substantiv Feminin
mit dem Ṛc-Vers, durch den Hymnus
kariṣyati
3. Person Singular Aktiv Futur
Verbalwurzel
er wird tun, bewirken
ye
Nominativ Plural Maskulin
Pronomen rel
diejenigen, welche
it
Partikel
eben, gerade
tat
Akkusativ Singular Neutrum
Pronomen dem
das, jenes
viduḥ
3. Person Plural Aktiv Perfekt
Verbalwurzel
sie wissen, kennen
te
Nominativ Plural Maskulin
Pronomen dem
sie, jene
ime
Nominativ Plural Maskulin
Pronomen dem
diese hier
samāsate
3. Person Plural Medial Präsens
Präfix
Verbalwurzel
sie sitzen beisammen, sind versammelt
Metrum: Pāda 1: Triṣṭubh — 10 Silben; Pāda 2: Triṣṭubh mit Śālinī-Ausklang; Pāda 3: Jagatī mit Vaṃśa-Ausklang; Pāda 4: Jagatī mit Vaṃśa-Ausklang
Das [Wesen] des Ṛc-Verses (ṛcaḥ | gen sg) [ruht] im Unvergänglichen (akṣare | loc sg), im höchsten (parame | loc sg n) Himmelsraum (vyoman | loc sg), in welchem (yasmin | loc sg n) die Götter (devāḥ | nom pl) sich darauf (adhi) alle (viśve | nom pl m) niedergelassen haben (niṣedhuḥ | 3p pl act perf). Wer (yaḥ | nom sg m) das (tat | acc sg n) nicht (na) kennt (veda | 3p sg act perf), was (kim | acc sg n) wird er mit dem Ṛc-Vers (ṛcā | ins sg) bewirken (kariṣyati | 3p sg act fut)? Diejenigen (ye | nom pl m), die eben (it) das (tat | acc sg n) kennen (viduḥ | 3p pl act perf), sie (te | nom pl m) – diese hier (ime | nom pl m) – sind versammelt (samāsate | 3p pl med pres).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Das unvergängliche Wesen des heiligen Verses ruht im höchsten Himmelsraum, in dem alle Götter ihren Sitz haben. Was kann der heilige Vers einem Menschen nützen, der dies nicht erkennt? Diejenigen, die es erkennen, sind hier versammelt.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya verankert Veden und Götter im unvergänglichen höchsten Raum. Wer den Paramātman nicht kennt, gewinnt durch bloße Ṛc nichts; wer ihn wirklich erkennt, ruht erfüllt und hat sein Ziel erreicht.

Śvetāśvatara-Upaniṣad Śaṅkara-Bhāṣya

Śaṅkarānanda unterscheidet das Wortbrahman und seinen Bedeutungsgrund. Die Veden, ihre Bedeutungen, Gottheiten oder Organe beruhen im höchsten Brahman. Wer nur Wörter kennt, verfehlt ihren Zweck; die wirklichen Kenner gehen in der allgegenwärtigen Freude auf.

Śaṅkarānandas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Nārāyaṇa betont, dass bloßes Rezitieren und Lehren der Ṛc ohne Kenntnis ihres unvergänglichen Grundes nutzlos bleibt. Diejenigen, die diesen Grund erkennen, sind wahrhaft gesammelt und mit ihm verbunden.

Nārāyaṇas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Vijñānabhagavat ordnet den Veden eine vorbereitende und vollendende Funktion zu. Riten und Verehrung reinigen das Innenorgan; Hören, Nachdenken und Vertiefung erschließen dann das Akṣara als eigenes Selbst. Ohne dieses Einheitswissen bleibt selbst die gesamte vedische Praxis ohne Endzweck.

Vijñānabhagavats Śvetāśvataropaniṣadvivaraṇa
„Des Hymnus Laut im höchsten Himmelsraume, Auf dem gestützt die Götter alle thronen, Wenn man den nicht kennt, wozu hilft der Hymnus dann? — Wir, die ihn kennen, haben uns versammelt hier.“
Paul Deussen - 1921
That syllable of the sacred hymn (ṛc, Rig-Veda) whereon, in highest heaven, All the gods are seated—Of what avail is the sacred hymn (ṛc, Rig-Veda) to him who knows not That? They, indeed, who know That, are here assembled.<1>
<1: This stanza = RV. 1. 164. 39.>
Robert Hume - 1921
What will he do with (the study of) the Rig (and other Vedas) who does not know Him, the Eternal, Supreme and All-pervading Being (like ether), in whom all the gods and the Rig (and other Vedas) sustain their existence; those who know Him in this way, they attain the True Stage.
Siddhesvar Varma Shastri - 1916
„Des Hymnus Laut im höchsten Himmelsraume, Auf dem gestützt die Götter alle thronen, Wenn man den nicht kennt, wozu hilft der Hymnus dann? — Wir, die ihn kennen, haben uns versammelt hier.“
Paul Deussen - 1897
He who does not know that indestructible being of the Rig-veda, that highest ether-like (Self) wherein all the gods reside, of what use is the Rig-veda to him? Those only who know it, rest contented.<1>
<1: It is difficult to see how this verse comes in here. In the Taitt. Ār. II, 11, 6, it is quoted in connection with the syllable Om, the Akshara, in which all the Vedas are comprehended. It is similarly used in the Nṛsiṃha-pūrva-tāpanī, IV, 2; V, 2. In our passage, however, akshara is referred by Śaṅkara to the paramātman, and I have translated it accordingly. Ṛcaḥ is explained as a genitive singular, but it may also be taken as a nom. plur., and in that case both the verses of the Veda and the gods are said to reside in the Akshara, whether we take it for the Paramātman or for the Om. In the latter case, parame vyoman is explained by utkṛṣṭe and rakṣake.>
F. Max Müller - 1884
Of what use are the hymns of the Rig to him that does not know him, the immortal letter of the Rig (or the eternal meaning of the Rig,) the highest ether, in whom all gods abide? but those who know him, obtain the highest end.
Edward Röer - 1853
Śvetāśvatara Upaniṣad 4.9
छन्दांसि यज्ञाः क्रतवो व्रतानि भूतं भव्यं यच्च वेदा वदन्ति |
chandāṃsi yajñāḥ, kratavo vratāni; bhūtaṃ bhavyaṃ, yac ca vedā vadanti | Analyse ▾ Analyse ▴
chandāṃsi
Nominativ Plural
Substantiv Neutrum
metrische Verse, heilige Texte
yajñāḥ
Nominativ Plural
Substantiv Maskulin
Opfer
kratavaḥ
Nominativ Plural
Substantiv Maskulin
Opferhandlungen, Zeremonien
vratāni
Nominativ Plural
Substantiv Neutrum
Gelübde, religiöse Observanzen
bhūtam
Nominativ Singular Neutrum Partizip Perfekt Passiv
Verbalwurzel
das Gewordene, Vergangene
bhavyam
Nominativ Singular Neutrum Partizip Futur Passiv
Verbalwurzel
das Künftige, zu Werdende
yat
Akkusativ Singular Neutrum
Pronomen rel
was, welches
ca
Partikel
und
vedāḥ
Nominativ Plural
Substantiv Maskulin
die Veden
vadanti
3. Person Plural Aktiv Präsens
Verbalwurzel
sie sagen, verkünden
अस्मान्मायी सृजते विश्वमेतत्तस्मिंश्चान्यो मायया संनिरुद्धः ||9||
asmān māyī, sṛjate viśvam etat; tasmiṃś cānyo, māyayā saṃniruddhaḥ ||9|| Analyse ▾ Analyse ▴
asmāt
Ablativ Singular Neutrum
Pronomen dem
aus diesem, von diesem
māyī
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
der Māyā-Wirker, Zauberer
sṛjate
3. Person Singular Medial Präsens
Verbalwurzel
er erschafft, projiziert
viśvam
Akkusativ Singular Neutrum
Adjektiv
das ganze, allumfassende
etat
Akkusativ Singular Neutrum
Pronomen dem
dieses
tasmin
Lokativ Singular Neutrum
Pronomen dem
darin, in diesem
ca
Partikel
und
anyaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Pronomen quant
der andere
māyayā
Instrumentalis Singular
Substantiv Feminin
durch Māyā, Täuschung
saṃniruddhaḥ
Nominativ Singular Maskulin Partizip Perfekt Passiv
Präfix
Präfix
Verbalwurzel
eingeschlossen, gefesselt
Metrum: Pāda 1: Triṣṭubh mit Vajrā-Ausklang; Pāda 2: Triṣṭubh mit Śālinī-Ausklang; Pāda 3: Triṣṭubh mit Śālinī-Ausklang; Pāda 4: Triṣṭubh mit Śālinī-Ausklang
Die heiligen Texte (chandāṃsi | nom pl), die Opfer (yajñāḥ | nom pl), die Zeremonien (kratavaḥ | nom pl), die Gelübde (vratāni | nom pl), das Gewordene (bhūtam | nom sg n ppp), das Künftige (bhavyam | nom sg n pfp) und das, was (yat | acc sg n) auch (ca) die Veden (vedāḥ | nom pl) verkünden (vadanti | 3p pl act pres): Aus diesem (asmāt | abl sg n) [heraus] wird der Māyā-Wirker (māyī | nom sg) schöpferisch tätig (sṛjate | 3p sg med pres) und bringt das All (viśvam | acc sg n), dieses [hier] (etat | acc sg n), hervor. Darin (tasmin | loc sg n) [ist] auch (ca) der andere (anyaḥ | nom sg m) durch Māyā (māyayā | ins sg) gefesselt (saṃniruddhaḥ | nom sg m ppp).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Die heiligen Texte, Opfer, Zeremonien und Gelübde, Vergangenheit und Zukunft und alles, was die Veden lehren, gehen aus jenem Unvergänglichen hervor. Der Herr der Māyā erschafft daraus diese Welt; in ihr hält Māyā die einzelne Seele gefangen.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya lässt Veden, Riten und die Zeitenwelt aus dem unveränderlichen Brahman kraft eigener Māyā hervorgehen. Im so projizierten Kosmos erscheint der Jīva durch dieselbe Māyā gebunden und wandert im Saṃsāra.

Śvetāśvatara-Upaniṣad Śaṅkara-Bhāṣya

Śaṅkarānanda ordnet Chandas, Opfer, Gelübde sowie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als Erzeugnisse des Māyin. Īśvara schafft die fünfgliedrige Welt; der von ihm verschieden erscheinende Jīva wird durch Avidyā in ihr festgehalten.

Śaṅkarānandas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Nārāyaṇa fasst die vedische und zeitliche Ordnung weit: Chandas, Opferarten, Gelübde und alles von den Veden Bezeichnete gehören dazu. Der Māyin erschafft dieses Ganze, während der Jīva darin von Māyā vollständig gebunden wird.

Nārāyaṇas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Vijñānabhagavat versteht Veden, Riten und alle drei Zeiten als Māyā-Wirkungen Brahmans. Der unveränderliche Grund wird nicht selbst zum Weltstoff, sondern erscheint durch seine Macht als Schöpfer. In derselben Gesamt- und Einzelwelt nimmt er, von Māyā eingeschlossen, die Bezeichnung Jīva an.

Vijñānabhagavats Śvetāśvataropaniṣadvivaraṇa
Aus dem die Hymnen, Opfer, Werk, Gelübde, Vergangnes, Künftiges, Vedalehren stammen. Der hat als Zauberer diese Welt geschaffen. In der der andre<1> ist verstrickt durch Blendwerk.
<1: Der andre, anya, kann nur die Vers 6–7 erwähnte individuelle Seele sein.>
Paul Deussen - 1921
Sacred poetry (chandas), the sacrifices, the ceremonies, the ordinances, The past, the future, and what the Vedas declare—This whole world the illusion-maker (māyin) projects out of this [Brahma]. And in it by illusion (māyā) the other<1> is confined.
<1: That is, the individual soul.>
Robert Hume - 1921
The Vedas, the Sacrifices without Soma, the Sacrifices with Soma, the vows, the Past, the Future (and the Present), (in short) whatever the Vedas speak of, is born from the Supreme Being. (He), accompanied with Maya, created this universe, and in that (universe) the other (individual soul) is fettered by Maya.
Siddhesvar Varma Shastri - 1916
Aus dem die Hymnen, Opfer, Werk, Gelübde, Vergangnes, Künftiges, Vedalehren stammen. Der hat als Zauberer diese Welt geschaffen. In der der andre<1> ist verstrickt durch Blendwerk.
<1: Der andre, anya, kann nur die Vers 6–7 erwähnte individuelle Seele sein.>
Paul Deussen - 1897
That from which the maker (māyin<1>) sends forth all this—the sacred verses, the offerings, the sacrifices, the panaceas, the past, the future, and all that the Vedas declare—in that the other is bound up through that māyā.
<1: It is impossible to find terms corresponding to māyā and māyin. Māyā means making, or art, but as all making or creating, so far as the Supreme Self is concerned, is phenomenal only or mere illusion, māyā conveys at the same time the sense of illusion. In the same manner māyin is the maker, the artist, but also the magician or juggler. What seems intended by our verse is that from the akshara, which corresponds to brahman, all proceeds, whatever exists or seems to exist, but that the actual creator or the author of all emanations is Īśa, the Lord, who, as creator, is acting through māyā or devātmaśakti. Possibly, however, anya, the other, may be meant for the individual purusha.>
F. Max Müller - 1884
The sacred metres, the sacrifices, offerings, expiations, what has been, what is to be, and what the Vedas declare, (all spring forth) from that (immortal letter).<1>—United with delusion (Māyā), he creates the universe; to this the other (the individual) soul is chained by delusion (Māyā).
<1: Or, according to Śankara’s explanation: The sacred metres, the sacrifices, offerings, expiations, what has been, and what is to be, all, according to the evidence of the Vedas, springs from that immortal letter.>
Edward Röer - 1853
Śvetāśvatara Upaniṣad 4.10
मायां तु प्रकृतिं विद्यान्मायिनं तु महेश्वरम् |
māyāṃ tu prakṛtiṃ vidyān; māyinaṃ tu maheśvaram | Analyse ▾ Analyse ▴
māyām
Akkusativ Singular
Substantiv Feminin
Māyā, schöpferische Täuschung
tu
Partikel
aber, nun
prakṛtim
Akkusativ Singular
Substantiv Feminin
Urnatur, Prakṛti
vidyāt
3. Person Singular Aktiv Optativ
Verbalwurzel
man soll erkennen, wissen
māyinam
Akkusativ Singular
Substantiv Maskulin
den Māyā-Wirker, Zauberer
tu
Partikel
aber, hingegen
maheśvaram
Akkusativ Singular
Substantiv Maskulin
den großen Herrn, Maheśvara
तस्यावयवभूतैस्तु व्याप्तं सर्वमिदं जगत् ||10||
tasyāvayava-bhūtais tu; vyāptaṃ sarvam idaṃ jagat ||10|| Analyse ▾ Analyse ▴
tasya
Genitiv Singular Maskulin
Pronomen dem
dessen, von ihm
avayava
Upapada-Kompositum
Substantiv Maskulin
zu Gliedern, Teilen
bhūtaiḥ
Instrumentalis Plural Maskulin Partizip Perfekt Passiv
Verbalwurzel
gewordenen
tu
Partikel
aber, nun
vyāptam
Nominativ Singular Neutrum Partizip Perfekt Passiv
Präfix
Verbalwurzel
durchdrungen, erfüllt
sarvam
Nominativ Singular Neutrum
Pronomen quant
alles, das ganze
idam
Nominativ Singular Neutrum
Pronomen dem
dieses
jagat
Nominativ Singular
Substantiv Neutrum
Welt, bewegte Schöpfung
Metrum: Anuṣṭubh
Als Māyā (māyām | acc sg) aber (tu) soll man Prakṛti (prakṛtim | acc sg) erkennen (vidyāt | 3p sg act opt), als Māyā-Wirker (māyinam | acc sg) hingegen (tu) Maheśvara (maheśvaram | acc sg). Durch dessen (tasya | gen sg m) zu Gliedern gewordene [Wesen] (avayava-bhūtaiḥ | ins pl m ppp) aber (tu) durchdrungen (vyāptam | nom sg n ppp) [ist] das Ganze (sarvam | nom sg n), diese (idam | nom sg n) Welt (jagat | nom sg).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Erkenne Prakṛti als Māyā und Maheśvara als ihren Herrn. Die ganze Welt ist von Wesen durchdrungen, die seine Glieder bilden.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Das Śaṅkara zugeschriebene Bhāṣya bestimmt die Māyā ausdrücklich als Prakṛti und Maheśvara als ihren bewussten Träger. Die Welt ist ihm nicht als wirkliche Veränderung eingegliedert, sondern wie eine Schlange auf dem Seil durch Überlagerung seiner scheinbaren Teile ausgebreitet.

Śvetāśvatara-Upaniṣad Śaṅkara-Bhāṣya

Śaṅkarānanda nennt Māyā die materielle Ursache der Welt und Maheśvara den Lenker auch der großen Gottheiten. Das ganze bewusste und unbewusste All ist von den als Glieder bezeichneten Wirkungen dieses Māyin durchdrungen.

Śaṅkarānandas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Nārāyaṇa versteht die Wesen und Weltteile als Glieder Maheśvaras nur im übertragenen Sinn. Durch diese gliedergleichen Jīvas ist das ganze Weltganze von dem Herrn erfüllt, ohne dass sein eigentliches Wesen zusammengesetzt wäre.

Nārāyaṇas Śvetāśvataropaniṣaddīpikā

Vijñānabhagavat beschreibt Māyā als Weltursache und abhängige Überlagerung. Maheśvara gibt ihr Sein und Leuchten, ohne sich in sie zu verwandeln; wie Silber auf Perlmutt erscheint das ganze sichtbare All auf dem nichtdualen Bewusstsein und kann durch rechte Erkenntnis aufgehoben werden.

Vijñānabhagavats Śvetāśvataropaniṣadvivaraṇa
Als Blendwerk die Natur wisse, Als den Zaub’rer den höchsten Gott; Doch<1> ist von seinen Teilstoffen Durchdrungen diese ganze Welt.
<1: Die Natur ist doch nicht völlig wesenlose Māyā, sofern sie von den (individuellen) Seelen durchzogen wird, welche hier wie öfter (Bṛh. 2,1,20. Muṇḍ. 2,1,1 etc.) bildlich als Teile des Brahman vorgestellt werden und an seiner Realität teilhaben.>
Paul Deussen - 1921
Now, one should know that Nature (Prakṛti) is illusion (māyā), And that the Mighty Lord (maheśvara) is the illusion-maker (māyin). This whole world is pervaded With beings that are parts of Him.
Robert Hume - 1921
The material cause (of the universe) should be known as Maya alone, and the supreme God should be known as only the Controller (or Life-Giver) of Maya. By His portions this world is pervaded.
Siddhesvar Varma Shastri - 1916
Als Blendwerk die Natur wisse, Als den Zaub’rer den höchsten Gott; Doch<1> ist von seinen Teilstoffen Durchdrungen diese ganze Welt.
<1: Die Natur ist doch nicht völlig wesenlose Māyā, sofern sie von den (individuellen) Seelen durchzogen wird, welche hier wie öfter (Bṛh. 2,1,20. Muṇḍ. 2,1,1 etc.) bildlich als Teile des Brahman vorgestellt werden und an seiner Realität teilhaben.>
Paul Deussen - 1897
Know then Prakṛti (nature) is Māyā (art), and the great Lord the Māyin (maker); the whole world is filled with what are his members.
F. Max Müller - 1884
Know delusion (Māyā) as nature (Prakriti), him<1> who is united with her, as the Great Ruler (Maheśwara); this whole world in truth is pervaded by (powers which are) his parts.<2>
<1: Attempt to reconcile the doctrine of the Vedānta with the Sānkhya.>
<2: Or, by the elements (the five great elements) which are his parts.>
Edward Röer - 1853

Mit AYI Free weitermachen

Illustrationen: KI-generiert.

Nachrichten und Bewertungen
0 Nachrichten

Bitte melde Dich an, um eine Nachricht zu schreiben. Hier gehts zum Login

Noch keine Nachrichten.