Beim Erwachen der Kuṇḍalinī werden nach Brahmānanda die sechs Cakras durchdrungen und drei innere „Knoten“ gelöst: Brahma-granthi, Viṣṇu-granthi und Rudra-granthi. Er liest den Vers damit als vollständige Öffnung des zentralen Weges, nicht nur als allgemeines Bild für gesteigerte Energie.
Die „leere Bahn“ identifiziert Brahmānanda mit der Suṣumṇā. Sobald Prāṇa dort ungehindert wie auf einer Königsstraße fließt, wird der Geist nirālamba, also frei von einem Gegenstand oder Halt. Die „Täuschung der Zeit“ bedeutet entsprechend das Überwinden des Todes.
Das Tor zu Brahman ist für Brahmānanda die Suṣumṇā als Mittel, Brahman zu erreichen. Brahman bestimmt er dabei als Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit (sat-cit-ānanda). Kuṇḍalinī verschließt mit ihrem Mund den Eingang dieses Weges; die Mudrās sollen sie deshalb wecken und den Zugang öffnen.
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Illustrationen: KI-generiert.
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