Für die Abfolge der Mahāmudrā erkennt Brahmānanda im Halsverschluss Jālandharabandha und im Hochhalten des Atems in der Suṣumṇā einen angedeuteten Mūlabandha. Nach der von ihm angeführten Überlieferung erfüllen bereits Fersendruck und Zungenverschluss dessen Funktion. Wenn Prāṇa die beiden Seitenkanäle Iḍā und Piṅgalā verlässt, entsteht dort die als „Todeszustand“ bezeichnete Regungslosigkeit. Ausgeatmet wird langsam, weil hastiges Ausatmen die Kraft mindern soll.
dvipuṭāśritā MBHDL2026 ] dvipuṭāśrayā NS1882
iyaṃ khalu mahāmudrā mahāsiddhaiḥ pradarśitā MBHDL2026 ] transp. NS1882 post HP 3.14b
Die „großen Bedrängnisse“ sind die fünf klassischen Kleśas: Unwissenheit, Ich-Verhaftung, Begehren, Abneigung und Festhalten am Leben. Brahmānanda leitet den Namen Mahāmudrā davon her, dass sie diese Kleśas samt ihren Folgen wie Kummer und Verblendung sowie Alter und Tod „versiegelt“, das heißt beruhigt oder zum Schwinden bringt.
mahākleśādayo doṣā jīryante maraṇādayaḥ MBHDL2026 ] transp. NS1882 post HP 3.13b
doṣā jīryante MBHDL2026 ] doṣāḥ kṣīyante NS1882
kṣaya-kuṣṭha-gudāvarta;-gulmājīrṇa-puro-gamāḥ | Analyse ▾ Analyse ▴
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Illustrationen: KI-generiert.
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