nityam abhyāsayuktasya jaṭharāgnivivardhanī MBHDL2026 ] transp. NS1882 ante HP 3.75a
alpāhāro yadi bhaved agnir dehaṃ dahet kṣaṇāt MBHDL2026 ] transp. NS1882 ante HP 3.76a
saṃpādyaḥ sādhakasya tu MBHDL2026 ] sampādyaḥ sādhakasya ca NS1882
agnir dehaṃ dahet kṣaṇāt MBHDL2026 ] agnir dahati tatkṣaṇāt NS1882
Die Körperlage präzisiert Brahmānanda so: Hände stützen die Hüften, während Oberarme, Schultern, Nacken und Hinterkopf den Boden tragen; die Füße weisen nach oben. Begonnen wird für einen Augenblick, dann verlängert man die Dauer täglich in kleinen Schritten. Die Beschreibung zielt auf einen abgestützten Umkehrsitz, nicht notwendig auf einen freien Kopfstand.
kṣaṇāc ca kiṃcid adhikam abhyasec ca dine dine MBHDL2026 ] transp. NS1882 ante HP 3.77a
Die Verheißung, die Zeit zu überwinden, verbindet Brahmānanda mit einer weitreichenden Karma-Aussage: Yogapraxis könne sogar das bereits zur gegenwärtigen Geburt herangereifte Prārabdha-Karman hemmen. Deshalb erklärt er Überlieferungen, nach denen vollendete Yogis ihren Körper aus eigenem Entschluss in Samādhi verlassen.
Der innere Mond befindet sich nach Brahmānanda an der Gaumenwurzel und lässt Nektar nach unten fließen. Die Sonne ist das Feuer am Nabel, das diesen Nektar verschlingt und dadurch Altern bewirkt. Dieses Körpermodell bildet die Begründung für Viparītakaraṇī: Durch die Umkehr soll der gewöhnliche Verlust des Nektars verhindert werden.
piṇḍaṃ jarāyutam MBHDL2026 ] piṇḍo jarāyutaḥ NS1882
Die entscheidende Umkehrtechnik lässt sich nach Brahmānanda nicht aus noch so vielen theoretischen Schriftauslegungen gewinnen. Sie muss durch Guru-Unterweisung gelernt werden. Der Kommentar markiert damit ausdrücklich eine Grenze zwischen schriftlicher Beschreibung und praktisch übermitteltem Wissen.
mukhabandhanam MBHDL2026 ] mukhavañcanam NS1882
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Illustrationen: KI-generiert.
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