Mond, Sonne und Feuer stehen hier nach Brahmānanda für Iḍā, Piṅgalā und Suṣumṇā. Ihr „Zusammentreffen“ entsteht, wenn Prāṇa in den mittleren Kanal gelangt. Der dabei eintretende „Todeszustand“ meint wiederum nicht den Tod des Übenden, sondern das Ausbleiben des Atemstroms in den beiden Seitenkanälen; erst danach wird langsam ausgeatmet.
Die dreifache Praxis aus Mahāmudrā, Mahābandha und Mahāvedha soll in jeder Yāma, einem etwa dreistündigen Tagesabschnitt, jeweils achtmal ausgeführt werden. Brahmānanda versteht diese Angabe als wiederkehrende Tagespraxis und verbindet sie mit dem Aufbau von Verdienst und dem Abbau schädlicher Folgen früheren Handelns.
puṇyasaṃbhārasaṃbhāvi MBHDL2026 ] puṇyasaṃbhārasandhāya NS1882
Die hohe Übungszahl gilt bei Brahmānanda nur für Menschen mit richtiger, aus der Überlieferung empfangener Guru-Unterweisung. Zu Beginn soll selbst bei ihnen jeweils nur wenig geübt und die Dauer allmählich gesteigert werden. Der Kommentar setzt die eindrucksvollen Zahlen des vorherigen Verses damit ausdrücklich unter einen Grundsatz stufenweiser Gewöhnung.
vahnistrīpathasevānām ādau varjanam ādiśet MBHDL2026 ] om. NS1882
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Illustrationen: KI-generiert.
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