Eine Figur betrachtet ein Seil und dessen schlangenähnlichen Schatten.
Eine Figur betrachtet ein Seil und dessen schlangenähnlichen Schatten.

Gorakṣaśataka 89–94: Was trägt eine Vorstellung vom Körper?

Der Schluss fragt nach unterschiedlichen Körpergestalten und ihrem Verhältnis zu Bewusstsein und Benennung. Seil, Schlange und Hasenhorn liefern Bilder.

Dr. Ronald Steiner Dr. Ronald Steiner
Gorakṣaśataka (Original) 89
आधिभौतिकदेहे तु चाधिदेविकविग्रहे |
ādhibhautika-dehe tu; cādhidevika-vigrahe | Analyse ▾ Analyse ▴
ādhibhautika
Karmadhāraya-Kompositum
Adjektiv
elementbezogen
dehe
Lokativ Singular
Substantiv Maskulin
im Körper
tu
Partikel
aber
ca
Partikel
und
ādhidevika
Karmadhāraya-Kompositum
ādhidevika
Adjektiv
götterbezogen
vigrahe
Lokativ Singular
Substantiv Maskulin
in der Gestalt
देहो ऽतिविमलं याति तद्वक्ष्याम्य् अधुना स्फुतम् ||89||
deho 'ti-vimalaṃ yāti; tad vakṣyāmy adhunā sphutam ||89|| Analyse ▾ Analyse ▴
dehaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Körper
ati
Karmadhāraya-Kompositum
Präfix
äußerst
vimalam
Akkusativ Singular Neutrum
Adjektiv
rein
yāti
3. Person Singular Aktiv Präsens
Verbalwurzel
geht, erlangt
tat
Akkusativ Singular Neutrum
Pronomen dem
dessen
vakṣyāmi
1. Person Singular Aktiv Futur
Verbalwurzel
ich werde darlegen
adhunā
Adverb
jetzt
sphutam
sphuta
Adjektiv
deutlich; ungewöhnliche Schreibung
Wenn der aus den Elementen bestehende Körper (ādhibhautika-dehe | loc sg) aber (tu) in der göttlichen Gestalt (ādhidevika-vigrahe | loc sg) [aufgeht], gelangt (yāti | 3p sg act pres) der Körper (dehaḥ | nom sg) [zu] höchster Reinheit (ati-vimalam | acc sg n). Und (ca) dies (tat | acc sg n) werde ich (vakṣyāmi | 1p sg act fut) jetzt (adhunā) deutlich (sphutam) darlegen.

Metrum: Anuṣṭubh.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Du kannst Deinen Körper aus unterschiedlichen Perspektiven erfahren. Eine einzelne Beschreibung muss nicht alles erfassen.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Ich verstehe die beiden Lokative mit Mallinson 2012, S. 271, als verkürzte Beschreibung eines Übergangs: Der elementhafte Körper geht in der göttlichen Gestalt auf. Das dafür nötige Verb ist im Deutschen ergänzt. ādhidevika bleibt in der abweichenden Schreibung des Entwurfs erhalten. ativimalam gebe ich als Ziel „höchste Reinheit“ wieder. Die Folge 89–91 enthält eine im Entwurf nicht abschließend geklärte Anordnung der Halbverse; die deutsche Satzverbindung entscheidet ihre Überlieferungsgeschichte nicht.

Apparat-Kommentar
Gorakṣaśataka (Original) 90
जाड्यभावविनिर्मुक्तम् अमलं चिन्मयात्मकम् ||90||
jāḍya-bhāva-vinirmuktam; amalaṃ cin-mayātmakam ||90|| Analyse ▾ Analyse ▴
jāḍya
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Neutrum
Unbewusstheit, Starrheit
bhāva
Tatpuruṣa-Kompositum Ablativ
Substantiv Maskulin
Zustand
vinirmuktam
Nominativ Singular Neutrum Partizip Perfekt Passiv
Präfix
Präfix
Verbalwurzel
befreit
amalam
Nominativ Singular Neutrum
Adjektiv
makellos
cit
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Feminin
Bewusstsein
maya
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Suffix
daraus bestehend
ātmakam
Nominativ Singular Neutrum
Adjektiv
von der Beschaffenheit
[Dieser Körper ist] vom Zustand der Unbewusstheit befreit (jāḍya-bhāva-vinirmuktam | nom sg n ppp), makellos (amalam | nom sg n) [und] seinem Wesen nach reines Bewusstsein (cit-maya-ātmakam | nom sg n).

Metrum: Anuṣṭubh — zwei metrisch passende Pādas; Halbversumfang beibehalten.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Klarheit kann sich zeigen, wenn starre Vorstellungen leiser werden. Nimm wahr, was sich dann an Deiner Erfahrung verändert.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Die beiden vorhandenen Pādas bilden einen metrisch passenden Anuṣṭubh-Halbvers. Die Zahl von zwei Pādas verlangt keine Ergänzung für die Metrumbestimmung. Die zuvor im Manuskript stehende weitere Zeile ist im Entwurf auskommentiert und teilweise in 91 aufgenommen. Ich behalte den aktiven Umfang bei; die versübergreifende Anordnung und die nominativische Deutung bleiben vorläufig.

Apparat-Kommentar
Gorakṣaśataka (Original) 91
तदातिवाहिकं मुख्यं सर्वेषां च मदात्मकम् |
tad ātivāhikaṃ mukhyaṃ; sarveṣāṃ ca mad-ātmakam | Analyse ▾ Analyse ▴
tat
Nominativ Singular Neutrum
Pronomen dem
dies
ātivāhikam
Nominativ Singular Neutrum
Adjektiv
hinübertragend
mukhyam
Nominativ Singular Neutrum
Adjektiv
vorzüglich
sarveṣām
Genitiv Plural Maskulin
Pronomen quant
aller
ca
Partikel
und
asmad
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Pronomen pers 1p
meiner
ātmakam
Nominativ Singular Neutrum
Adjektiv
vom Ich geprägt, von der Beschaffenheit
जाड्यभावविनिर्मुक्तिः कालरूपस्य विभ्रमः ||91||
jāḍya-bhāva-vinirmuktiḥ; kāla-rūpasya vibhramaḥ ||91|| Analyse ▾ Analyse ▴
jāḍya
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Neutrum
Unbewusstheit, Starrheit
bhāva
Tatpuruṣa-Kompositum Ablativ
Substantiv Maskulin
Zustand
vinirmuktiḥ
Nominativ Singular
Substantiv Feminin
Befreiung
kāla
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
Zeit
rūpasya
Genitiv Singular
Substantiv Neutrum
der Gestalt
vibhramaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Irrtum
Jener (tat | nom sg n) [ist] der feinstoffliche [Körper] (ātivāhikam | nom sg n), der vorzüglichste (mukhyam | nom sg n) unter allen (sarveṣām | gen pl m), und (ca) vom Ich geprägt (asmad-ātmakam | nom sg n). „Befreiung vom Zustand der Unbewusstheit (jāḍya-bhāva-vinirmuktiḥ | nom sg)“ [und] „Irrtum (vibhramaḥ | nom sg) über die Gestalt der Zeit (kāla-rūpasya | gen sg)“ …

Metrum: Anuṣṭubh.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Nicht jede gewohnte Vorstellung trägt Dich weiter. Es kann sich lohnen, gerade die selbstverständlichsten Bilder zu prüfen.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

ātivāhika bezeichnet hier den feinstofflichen, wörtlich hinüberführenden Körper. madātmakam deute ich mit Mallinson 2012, S. 271, als vom Ich geprägt; die Form mad- ist das Erstpersonpronomen, nicht ein Eigenname. Die beiden Nominative des zweiten Halbverses werden als angeführte Vorstellungen mit iti und matī in 92 verbunden. Diese Satzverbindung ist vorläufig; sie wird nicht durch eine Änderung des Sanskrit abgesichert.

Apparat-Kommentar
Gorakṣaśataka (Original) 92
इति तं सस्वरूपा हि मती रज्जुभुजंगवत् |
iti taṃ sa-sva-rūpā hi; matī rajju-bhujaṃga-vat | Analyse ▾ Analyse ▴
iti
Partikel
so
tam
Akkusativ Singular Maskulin
Pronomen dem
jenen
sa
Bahuvrīhi-Kompositum
Präfix
mit
sva
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Adjektiv
eigen
rūpā
Nominativ Singular Feminin
Substantiv Neutrum
von der Gestalt
hi
Partikel
denn
matī
unklar: Denken oder Auffassung
rajju
Dvandva-Kompositum
Substantiv Feminin
Seil
bhujaṅga
Avyayībhāva-Kompositum
Substantiv Maskulin
Schlange
vat
Suffix
wie
तत्त्वरूपस्य सन्देहः कालेनेत्य् उदितस्थितिः ||92||
tattva-rūpasya sandehaḥ; kālenety udita-sthitiḥ ||92|| Analyse ▾ Analyse ▴
tattva
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Neutrum
Wirklichkeit
rūpasya
Genitiv Singular
Substantiv Neutrum
der Gestalt
sandehaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Zweifel
kālena
Instrumentalis Singular
Substantiv Maskulin
durch Zeit
iti
Partikel
so
udita
Karmadhāraya-Kompositum Partizip Perfekt Passiv
Präfix
Verbalwurzel
aufgestiegen
sthitiḥ
Nominativ Singular
Substantiv Feminin
Bestand
… so (iti) [lautet] denn (hi) die Vorstellung (matī) über ihn (tam | acc sg m), die eine eigene Gestalt [annimmt] (sa-sva-rūpā | nom sg f), wie [bei der Verwechslung von] Seil und Schlange (rajju-bhujaṅga-vat). [Daraus entsteht] Zweifel (sandehaḥ | nom sg) an der Gestalt der Wirklichkeit (tattva-rūpasya | gen sg). „Durch die Zeit (kālena | ins sg) [bedingt]“: So (iti) [erklärt man] den entstandenen Zustand (udita-sthitiḥ | nom sg).

Metrum: Anuṣṭubh.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Ein Seil kann im falschen Licht wie eine Schlange wirken. Prüfe, welchen Anteil Deine Deutung an dem hat, was Du wahrnimmst.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer
kālenety ] kālenāty R7874apJM
Kritischer Apparat

Ich lese iti als Rückverweis auf die in 91 genannten Vorstellungen und tam als deren Bezug auf den Körper. Das Bild von Seil und Schlange verdeutlicht eine täuschende Vorstellung. sasvarūpā und matī lassen sich im überlieferten Wortlaut nicht sicher zusammen konstruieren; die deutschen Verben „lautet“ und „annimmt“ ergänzen die gewählte Deutung. Auch der Schluss ist elliptisch. Ich verstehe kāleneti als angeführte Erklärung „durch die Zeit bedingt“ für einen entstandenen Zustand. kāleneti ist bereits Mallinsons Konjektur gegenüber kālenāty. Die Druckübersetzung (2012, S. 271) stützt den Zusammenhang von Vorstellungen, Zweifel und Zeit, liefert aber keinen gesicherten Sanskritsatz.

Apparat-Kommentar
Gorakṣaśataka (Original) 93
आधिभौतिकरूपो ऽयं मृगतृष्णाम्बुवद्दृढः |
ādhibhautika-rūpo 'yaṃ; mṛga-tṛṣṇāmbu-vad dṛḍhaḥ | Analyse ▾ Analyse ▴
ādhibhautika
Karmadhāraya-Kompositum
Adjektiv
elementbezogen
rūpaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Substantiv Neutrum
von der Gestalt
ayam
Nominativ Singular Maskulin
Pronomen dem
dieser
mṛga
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
Wildtier
tṛṣṇā
Nominativ Singular
Substantiv Feminin
Durst; Luftspiegelung
ambu
Avyayībhāva-Kompositum
Substantiv Neutrum
Wasser
vat
Suffix
wie
dṛḍhaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Adjektiv
fest
कालरूपेण देहेन मध्ये समवलोकितम् ||93||
kāla-rūpeṇa dehena; madhye samavalokitam ||93|| Analyse ▾ Analyse ▴
kāla
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
Zeit
rūpeṇa
Instrumentalis Singular Maskulin
Substantiv Neutrum
von der Gestalt
dehena
Instrumentalis Singular
Substantiv Maskulin
durch den Körper
madhye
Lokativ Singular
Substantiv Neutrum
in der Mitte
samavalokitam
Nominativ Singular Neutrum Partizip Perfekt Passiv
Präfix
Präfix
Verbalwurzel
betrachtet
Dieser (ayam | nom sg m) [Körper ist] von der Gestalt der Elemente (ādhibhautika-rūpaḥ | nom sg m) [und erscheint so] fest (dṛḍhaḥ | nom sg m) wie Wasser (ambu-vat) [in einer] Luftspiegelung (mṛga-tṛṣṇā | nom sg). [Er wird] im Inneren (madhye | loc sg) durch den Körper (dehena | ins sg) in Gestalt der Zeit (kāla-rūpeṇa | ins sg m) betrachtet (samavalokitam | nom sg n ppp).

Metrum: Anuṣṭubh — eigene Sandhi-Konjektur: mṛgatṛṣṇā ambuvad → mṛgatṛṣṇāmbuvad.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Was fest und wirklich wirkt, kann eine Täuschung enthalten. Halte einen Moment inne, bevor Du Wahrnehmung und Wirklichkeit gleichsetzt.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer
mṛgatṛṣṇāmbuvad ] mṛgatṛṣṇā ambuvad JMoJ
samavalokitam ] śamavalokitam R7874apJM
Kritischer Apparat

Ich verbinde mṛgatṛṣṇā ambuvad zu mṛgatṛṣṇāmbuvad. Diese eigene Sandhi-Konjektur gegenüber Mallinsons Entwurf verschmilzt ā + a zu ā; die erste Zeile erhält damit sechzehn statt siebzehn Silben. Der zweite Pāda mṛgatṛṣṇāmbuvad dṛḍhaḥ hat die Folge LLGGLGLG und die regelmäßige gerade Anuṣṭubh-Kadenz. Die Änderung steht in IAST und Velthuis. Ein Stern entfällt, weil keine Silbe ergänzt wird. Eine abweichende Gorakṣaśataka-Lesart wird hierfür nicht als Zeugenbeleg beansprucht.

mṛgatṛṣṇā, wörtlich „Durst des Wildtiers“, bezeichnet eine Luftspiegelung. Ich verbinde die Wörter im Deutschen mit Mallinson 2012, S. 271, zum Bild vom scheinbar festen Wasser in einer Luftspiegelung. Die Nominativform mṛgatṛṣṇā und die Rückbezüge des zweiten Halbverses bleiben ungewöhnlich; „in einer“ und das Subjekt „er“ sind deutsche Ergänzungen. Als Bezug wähle ich den Körper aus 89–91. Die metrische Sandhi-Konjektur entscheidet diese syntaktischen Fragen nicht.

Apparat-Kommentar
Gorakṣaśataka (Original) 94
विश्वंभरादि तस्यैव कृतं नामाधिभौतिकम् |
viśvaṃbharādi tasyaiva; kṛtaṃ nāmādhibhautikam | Analyse ▾ Analyse ▴
viśvaṃbhara
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
Weltträger
ādi
Nominativ Singular Neutrum
Substantiv Maskulin
und so weiter
tasya
Genitiv Singular Maskulin
Pronomen dem
dessen
eva
Partikel
eben
kṛtam
Nominativ Singular Neutrum Partizip Perfekt Passiv
Verbalwurzel
gemacht
nāma
Nominativ Singular
Substantiv Neutrum
Name
ādhibhautikam
Nominativ Singular Neutrum
Adjektiv
elementbezogen
न शब्दार्थस्वरूपाभ्यां सत्यं तच्छशशृङ्गवत् ||94||
na śabdārtha-sva-rūpābhyāṃ; satyaṃ tac chaśa-śṛṅga-vat ||94|| Analyse ▾ Analyse ▴
na
Partikel
nicht
śabda
Dvandva-Kompositum
Substantiv Maskulin
Wort
artha
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
Bedeutung
sva
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Adjektiv
eigen
rūpābhyām
Instrumentalis Dual
Substantiv Neutrum
durch beide Wesensformen
satyam
Nominativ Singular Neutrum
Adjektiv
wahr
tat
Nominativ Singular Neutrum
Pronomen dem
dies
śaśa
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
Hase
śṛṅga
Avyayībhāva-Kompositum
Substantiv Neutrum
Horn
vat
Suffix
wie
„Weltträger“ und ähnliche [Bezeichnungen] (viśvaṃbhara-ādi | nom sg n) [sind] als dessen (tasya | gen sg m) auf die Elemente bezogener (ādhibhautikam | nom sg n) Name (nāma | nom sg) eben (eva) geschaffen (kṛtam | nom sg n ppp). Dies (tat | nom sg n) [ist] in den Gestalten von Wort und Bedeutung (śabda-artha-sva-rūpābhyām | ins du) nicht (na) wirklich (satyam | nom sg n), wie ein Hasenhorn (śaśa-śṛṅga-vat).

Metrum: Anuṣṭubh.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Ein Name macht eine Sache noch nicht wirklich. Frage Dich, ob Du gerade eine Erfahrung beschreibst oder nur ein vertrautes Wort wiederholst.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Das Hasenhorn ist ein Bild für etwas, das benannt werden kann, ohne real zu existieren. Ich beziehe tasya auf den zuvor betrachteten Körper und verstehe viśvaṃbharādi als seine Benennungen, beginnend mit „Weltträger“. Mallinson 2012, S. 271, bezieht den Ausdruck freier auf Erde und andere Bestandteile. Ich bleibe bei der erkennbaren Namensbildung im Entwurf; ihr genauer philosophischer Bezug bleibt offen.

Apparat-Kommentar

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