Metrum: Anuṣṭubh.
Die Namen lauten Mūlabandha, Uḍḍīyana und im folgenden Halbvers Jālandhara. Die Schreibungen für Uḍḍīyana schwanken im Entwurf; ich vereinheitliche seinen Sanskritwortlaut nicht still.
Metrum: Anuṣṭubh.
teṣāṃ lakṣaṇam ucyate ] lakṣaṇaṃ kathayamy ataḥ R7874apJM
Apāna bezeichnet den abwärts gerichteten Lebenswind. adhogatim ist grammatisch auffällig, wird aber im Zusammenhang als Bestimmung zu apānam gelesen. Der Satz wird in 53 abgeschlossen.
Metrum: Anuṣṭubh.
mūlabandho steht im Nominativ, obwohl der Anschluss an taṃ prāhuḥ einen Akkusativ erwarten ließe. Ich erhalte die Form und übersetze die erkennbare Benennung.
Metrum: Anuṣṭubh.
vāyunāhatā ] vāyur āhatā R7874apJM
vahnyapānau ] vahyamānau R7874apJM
Die Passage entwickelt das Zusammenwirken von Wind und Feuer innerhalb ihres eigenen Körpermodells. Die Fortsetzung in 55 ist elliptisch.
Metrum: Anuṣṭubh.
Im ersten Halbvers fehlt ein finites Verb; „wird entfacht“ ist eine aus dem Zusammenhang gewonnene Ergänzung. Die weiblichen Partizipien der zweiten Hälfte beziehen sich auf Kuṇḍalinī.
Metrum: Anuṣṭubh.
bhujaṃgīvā ist im Entwurf unregelmäßig für die erwartbare Folge bhujaṅgī iva. Ich kennzeichne die Analyse als unsicher und übersetze das erkennbare Schlangenbild. Das Bild rechtfertigt keine gewaltsame Übungsweise.
Metrum: Anuṣṭubh.
Die Passage wechselt von Mūlabandha zu Uḍḍīyana. Sie bestimmt den zeitlichen Anschluss ausdrücklich als Ende des Atemverhalts und Anfang der Ausatmung.
Metrum: Anuṣṭubh.
Die Benennung wird aus dem Verb uḍḍīyate, „fliegt aufwärts“, erklärt. Die Schreibvariation uḍḍīyaṇa bleibt im Grundtext erhalten.
Metrum: Anuṣṭubh.
Die genaue Lage von kanda wird nicht anatomisch festgelegt. Die Stellung dieses Halbverspaares innerhalb der Uḍḍīyana-Beschreibung bleibt erklärungsbedürftig; ich verschiebe es nicht.
Metrum: Anuṣṭubh.
Ich übersetze dhṛdaye als „im Herzen“ und verstehe es als verschriebene Form von hṛdaye. Dafür sprechen die benachbarten Körperorte Bauch und Kehle sowie Mallinsons Übersetzung „heart“ (2012, S. 270). Im Sanskrit bleibt die Entwurfsform erhalten; ihre unsichere Analyse wird dadurch nicht als reguläre Wortform ausgegeben. tundasandhi bezeichnet wörtlich eine Verbindungsstelle des Bauches. Ihre genaue Lage bleibt offen.
Metrum: Anuṣṭubh.
61ab schließt an die vorherige Bauchzug-Beschreibung an; 61cd beginnt Jālandhara. Der Entwurf benennt als Zeitpunkt das Ende der Einatmung.
Metrum: Anuṣṭubh.
Der zweite Halbvers leitet zum Zusammenwirken der Verschlüsse in 63 über. Mallinsons Parallelnachweis nennt an dieser Stelle einen abweichenden Anschluss; ich bleibe beim gelieferten Haupttext.
Metrum: Anuṣṭubh.
63ab beendet die Darstellung der Verschlüsse; 63cd leitet samādhi, die Versenkung, ein. Die Kurzform nāḍi im Kompositum bleibt im Sanskrit erhalten.
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Illustrationen: KI-generiert.
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