Metrum: Anuṣṭubh.
svānubhūtam wird als „selbst erfahren“ verstanden.
su-dhīr bhavācyuta rati;-vidyayā 'nyonya majjati | Analyse ▾ Analyse ▴
Metrum: Anuṣṭubh.
Ich folge für den beschädigten ersten Halbvers vorläufig Mallinsons Deutung: Der Verständige fällt nicht in Wiedergeburt, während die Lehre von der Liebeslust Menschen gemeinsam versinken lässt (2012, S. 266–267). bhavācyuta liefert dafür keine sicher zerlegbare Form; insbesondere „fällt nicht in“ ist eine sinnstützende Ergänzung, keine gesicherte Wortentsprechung. anyonya deute ich als „miteinander“. Subjektwechsel und Satzgrenze sind interpretierend gesetzt. Im zweiten Halbvers ist der Gegensatz zwischen Unterwiesenem und Ununterwiesenem deutlich: Auch wer zu Fall gekommen ist, kann durch Unterweisung Reife erlangen. Der Sanskritwortlaut bleibt unverändert.
Metrum: Anuṣṭubh.
Der Mauer- und der Brunnenbau veranschaulichen eine Bewegung nach oben beziehungsweise unten. Daraus leite ich keine pauschale moralische Bewertung dieser Berufe ab.
Metrum: Anuṣṭubh.
labhet ] bhajet WBH2019
Ich behalte Mallinsons Konjektur labhet („man möge finden“) bei. Die handschriftlich berichtete Form bhavet passt nicht zu guruṃ als Objekt. Das 2019 veröffentlichte Sanskritzitat liest dagegen bhajet („man möge sich zuwenden“).
Metrum: Anuṣṭubh.
Ich verstehe die Ruhe von Blick, Geist und Atem als unabhängig von einer äußeren Gestalt, auf die sich die Aufmerksamkeit stützt. rūpālambanniśodhanam ist sprachlich beschädigt; „Beruhigung durch eine äußere Gestalt als Stütze“ ist meine vorläufige Deutung. Das Kontrollzitat WBH2019 bietet rūpālambanarodhanam mit dem deutlicheren Sinn einer Hemmung oder Stillstellung. Mallinson übersetzt 2012, S. 267, die Unabhängigkeit von einer Formstütze, markiert den Schluss jedoch selbst als Crux. Ich behalte den Entwurfswortlaut bei; die gewählte Übersetzung entscheidet seine Grammatik nicht abschließend.
Metrum: Anuṣṭubh.
nāstam ] nāstim R7874apJM
Die Aussage beschreibt Befreiung durch eine paradoxe Bestimmung des Geistes. „Weder schlafend noch wachend“ bezeichnet hier keinen gewöhnlichen Schlafzustand. Mallinson ersetzt die stark abweichende Handschriftenpassage unter Bezug auf die Haṭhapradīpikā.
Metrum: Anuṣṭubh.
Die Formulierung verbindet Befreiung mit einem vollständigen Stillstand des Atemwindes. Sie gehört zum historischen Yogamodell; eine Gleichsetzung mit einem physiologisch dauerhaften Atemstillstand wäre nicht sachgerecht.
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Illustrationen: KI-generiert.
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