Eine nachdenkliche Figur betrachtet eine silbrig glänzende Perlmuttschale.
Eine nachdenkliche Figur betrachtet eine silbrig glänzende Perlmuttschale.

Gorakṣaśataka 95–100: Täuschung, Vergegenwärtigung und offene Stufen

Traum und scheinbares Silber zeigen die Unsicherheit von Wahrnehmung. Der beschädigte Wortlaut erlaubt keine geschlossene Deutung aller Aussagen.

Dr. Ronald Steiner Dr. Ronald Steiner
Gorakṣaśataka (Original) 95
अन्तर् ओदेति दुःस्वप्नो यस्य प्रत्यय उत्थितः |
antar odeti duḥ-svapno; yasya pratyaya utthitaḥ | Analyse ▾ Analyse ▴
antar
Adverb
innen
udeti
3. Person Singular Aktiv Präsens
Präfix
Verbalwurzel
geht auf
duḥ
Karmadhāraya-Kompositum
dus
Präfix
schlecht
svapnaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Traum
yasya
Genitiv Singular Maskulin
Pronomen rel
dessen
pratyayaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Vorstellung
utthitaḥ
Nominativ Singular Maskulin Partizip Perfekt Passiv
Präfix
Verbalwurzel
aufgestiegen
पुरुषः किं प्रमत्तो ऽसौ गजोन्मत्तनिरीक्षवत् ||95||
puruṣaḥ kiṃ pramatto 'sau; gajonmatta-nirīkṣa-vat ||95|| Analyse ▾ Analyse ▴
puruṣaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
der Mensch
kim
Partikel
warum
pramattaḥ
Nominativ Singular Maskulin Partizip Perfekt Passiv
Präfix
Verbalwurzel
verwirrt
asau
Nominativ Singular Maskulin
Pronomen dem
jener
gaja
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
Elefant
unmatta
Karmadhāraya-Kompositum Partizip Perfekt Passiv
Präfix
Verbalwurzel
rasend
nirīkṣa
Avyayībhāva-Kompositum
nirīkṣa
Substantiv Maskulin
Betrachter
vat
Suffix
wie
Im Inneren (antar) geht (udeti | 3p sg act pres) ein schlechter Traum (duḥ-svapnaḥ | nom sg) auf, dessen (yasya | gen sg m) Vorstellung (pratyayaḥ | nom sg) entstanden [ist] (utthitaḥ | nom sg m ppp). Warum (kim) [ist] jener (asau | nom sg m) Mensch (puruṣaḥ | nom sg) verwirrt (pramattaḥ | nom sg m ppp), wie beim Anblick eines rasenden Elefanten (gaja-unmatta-nirīkṣa-vat)?

Metrum: Anuṣṭubh.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Ein inneres Bild kann starke Gefühle auslösen. Nimm die Erfahrung ernst und prüfe zugleich, worauf sie sich bezieht.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Die Beziehung zwischen Traum, Vorstellung und Betrachter ist nur teilweise klar. Das Elefantenbild wird vorläufig als Vergleich für die Reaktion auf ein bedrohliches Bild verstanden.

Apparat-Kommentar
Gorakṣaśataka (Original) 96
मृषैवोदेति सकलं मृषैव प्रविलीयते |
mṛṣaivodeti sakalaṃ; mṛṣaiva pravilīyate | Analyse ▾ Analyse ▴
mṛṣā
Adverb
fälschlich, zum Schein
eva
Partikel
gerade
udeti
3. Person Singular Aktiv Präsens
Präfix
Verbalwurzel
geht auf
sakalam
Nominativ Singular Neutrum
Adjektiv
alles
mṛṣā
Adverb
fälschlich, zum Schein
eva
Partikel
eben
pravilīyate
3. Person Singular Medial Präsens
Präfix
Präfix
Verbalwurzel
löst sich völlig auf
रौप्यबुद्धिः शुक्तिकायां स्त्रीपुंसो भ्रमतो यथा ||96||
raupya-buddhiḥ śuktikāyāṃ; strī-puṃso bhramato yathā ||96|| Analyse ▾ Analyse ▴
raupya
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Neutrum
Silber
buddhiḥ
Nominativ Singular
Substantiv Feminin
Vorstellung
śuktikāyām
Lokativ Singular
Substantiv Feminin
in Perlmutt
strī
Dvandva-Kompositum
Substantiv Feminin
Frau
puṃsoḥ
Genitiv Dual
Substantiv Maskulin
von Frau und Mann
bhramataḥ
bhramatas
Adverb
aus Irrtum
yathā
Partikel
wie, sodass, damit
Alles (sakalam | nom sg n) entsteht (udeti | 3p sg act pres) nur (eva) zum Schein (mṛṣā) [und] löst sich (pravilīyate | 3p sg med pres) ebenso nur (eva) zum Schein (mṛṣā) völlig auf, wie (yathā) bei Frau und Mann (strī-puṃsoḥ | gen du) aus Irrtum (bhramataḥ) die Vorstellung von Silber (raupya-buddhiḥ | nom sg) in Perlmutt (śuktikāyām | loc sg) [entsteht].

Metrum: Anuṣṭubh.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Ein glänzender Eindruck kann täuschen. Wenn Du genauer hinsiehst, darf sich Deine erste Deutung verändern.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer
mṛṣaivodeti ] mūṣaivodeti JMoJ
mṛṣaiva pravilīyate ] mūṣaiva pravilīyate JMoJ
Kritischer Apparat

Ich übernehme zweimal mṛṣā, „fälschlich, zum Schein“, aus der Parallelstelle Yogakuṇḍalinī-Upaniṣad 1.80 anstelle von mūṣā, „Schmelztiegel“, im Entwurf. Mallinson vermerkt diesen Unterschied bereits in seiner Sanskritnotiz; seine Übersetzung von 2012, S. 271, folgt ebenfalls dem Sinn „fälschlich“. Mit mṛṣā passen Entstehen und Vergehen zum anschließenden Beispiel einer Täuschung: Perlmutt wird für Silber gehalten. Es handelt sich um eine ausdrücklich gewählte Paralleltextlesart, nicht um eine neu kollationierte GoS-Handschrift. Beide Änderungen sind im Sanskrit und in der Segmentanalyse nachgeführt; die Silbenzahl bleibt unverändert.

Apparat-Kommentar
Gorakṣaśataka (Original) 97
स्वप्नज्ञानं न देहाख्यं सैव वा संभवेद्दृढम् |
svapna-jñānaṃ na dehākhyaṃ; saiva vā saṃbhaved dṛḍham | Analyse ▾ Analyse ▴
svapna
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
Traum
jñānam
Nominativ Singular
Substantiv Neutrum
Erkenntnis
na
Partikel
nicht
deha
Upapada-Kompositum
Substantiv Maskulin
Körper
ākhyam
Nominativ Singular Neutrum
Adjektiv
genannt
saḥ
Nominativ Singular Maskulin
Pronomen dem
der
eva
Partikel
eben
vā
Partikel
oder
saṃbhavet
3. Person Singular Aktiv Optativ
Präfix
Verbalwurzel
es könnte entstehen
dṛḍham
Adverb
fest
तथैव सुविचारेण स्थिरं च भ्रमणादनु ||97||
tathaiva su-vicāreṇa; sthiraṃ ca bhramaṇād anu ||97|| Analyse ▾ Analyse ▴
tathā
Adverb
so
eva
Partikel
eben
su
Karmadhāraya-Kompositum
Präfix
gut
vicāreṇa
Instrumentalis Singular
Substantiv Maskulin
durch Prüfung
sthiram
Nominativ Singular Neutrum
Adjektiv
fest
ca
Partikel
und
bhramaṇāt
Ablativ Singular
Substantiv Neutrum
nach Irren
anu
Partikel
danach
Traumerkenntnis (svapna-jñānam | nom sg) [ist] nicht (na) das, was Körper genannt wird (deha-ākhyam | nom sg n); oder (vā) gerade (eva) er (saḥ | nom sg m) könnte (saṃbhavet | 3p sg act opt) fest (dṛḍham) [erscheinen]. Und (ca) ebenso (tathā) [wird die Erkenntnis] erst (eva) nach (anu) dem Irrtum (bhramaṇāt | abl sg) durch gründliche Prüfung (su-vicāreṇa | ins sg) gefestigt (sthiram | nom sg n).

Metrum: Anuṣṭubh — eigene Doppel-Sandhi-Konjektur: sa eva → saiva; Analyse saḥ + eva.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Eine gründliche Prüfung darf Deine erste Gewissheit verändern. Manchmal wird erst im Nachhinein sichtbar, worin Du Dich geirrt hast.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer
saiva ] sa eva JMoJ
Kritischer Apparat

Ich lese als eigene Konjektur saiva statt sa eva. Damit erhält der zweite Pāda saiva vā saṃbhaved dṛḍham acht statt neun Silben und die Folge GLGGLGLG; der ganze Vers entspricht unter dieser Lesung dem Anuṣṭubh-Muster. Die Konjektur verbindet das aus saḥ entstandene sa nochmals mit eva. Das ist ein doppelter Sandhi: Nach der regulären Visarga-Regel bleibt sa eva getrennt. Die zusätzliche Zusammenziehung ist als sprachliche Erscheinung belegt, für diese Gorakṣaśataka-Stelle aber nicht durch einen von mir geprüften unabhängigen Sanskritzeugen gesichert. Ich übernehme sie in IAST und Velthuis; es wird keine Silbe ergänzt und kein Stern gesetzt.

Die Analyse bleibt saḥ + eva, nicht sā + eva. Ich beziehe das maskuline Pronomen vorläufig auf den in dehākhyam genannten Körper. Der zweite Halbvers erhält als ergänztes Subjekt „die Erkenntnis“: Nach dem Irrtum wird sie durch gründliche Prüfung gefestigt. Mallinson 2012, S. 272, ergänzt hier sinngemäß die Wahrheit. Beide Ergänzungen erschließen den Zusammenhang, ohne durch ein ausdrückliches Sanskritsubstantiv gesichert zu sein. Die metrische Konjektur klärt diese Rückbezüge nicht.

Apparat-Kommentar
Gorakṣaśataka (Original) 98
तथैवेदं शरीरं तु दृढभावनया स्फुटं |
tathaivedaṃ śarīraṃ tu; dṛḍha-bhāvanayā sphuṭaṃ | Analyse ▾ Analyse ▴
tathā
Adverb
so
eva
Partikel
gerade
idam
Nominativ Singular Neutrum
Pronomen dem
dies
śarīram
Nominativ Singular
Substantiv Neutrum
Körper
tu
Partikel
aber
dṛḍha
Karmadhāraya-Kompositum
Adjektiv
fest
bhāvanayā
Instrumentalis Singular
Substantiv Feminin
durch Betrachtung, durch Vorstellung
sphuṭam
Nominativ Singular Neutrum
Adjektiv
deutlich
अधिभौतिकभावेन जडरूपं विजृम्भते ||98||
adhibhautika-bhāvena; jaḍa-rūpaṃ vijṛmbhate ||98|| Analyse ▾ Analyse ▴
adhibhautika
Karmadhāraya-Kompositum
adhibhautika
Adjektiv
elementbezogen
bhāvena
Instrumentalis Singular
Substantiv Maskulin
in der Seinsweise
jaḍa
Karmadhāraya-Kompositum
Adjektiv
unbelebt
rūpam
Nominativ Singular Neutrum
Substantiv Neutrum
von der Gestalt
vijṛmbhate
3. Person Singular Medial Präsens
Präfix
Verbalwurzel
entfaltet sich
Ebenso (tathā) zeigt sich (vijṛmbhate | 3p sg med pres) aber (tu) gerade (eva) dieser (idam | nom sg n) Körper (śarīram | nom sg) durch beständige Betrachtung (dṛḍha-bhāvanayā | ins sg) deutlich (sphuṭam | nom sg n) als unbewusste Gestalt (jaḍa-rūpam | nom sg n), weil er aus den Elementen besteht (adhibhautika-bhāvena | ins sg).

Metrum: Anuṣṭubh.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Vorstellungen prägen, wie Du Deinen Körper erlebst. Du kannst ihre Wirkung untersuchen, ohne die körperliche Erfahrung zu leugnen.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

dṛḍhabhāvanā gebe ich hier als beständige Betrachtung wieder. Zusammen mit suvicāra, der gründlichen Prüfung im vorhergehenden Vers, ergibt sich die Untersuchung des Körpers als eines aus Elementen bestehenden, selbst nicht bewussten Gebildes. Mallinson 2012, S. 272, versteht die Wendung ebenfalls als gründliche innere Betrachtung. bhāvanā kann auch Vorstellung oder Vergegenwärtigung bedeuten; diese Alternative ist nicht zusätzlich in den Lesetext aufgenommen.

Apparat-Kommentar
Gorakṣaśataka (Original) 99
तथैवम् अविचारेण प्राणाभ्यासक्रमस्तथा |
tathaivam a-vicāreṇa; prāṇābhyāsa-kramas tathā | Analyse ▾ Analyse ▴
tathā
Adverb
so
evam
Adverb
so
a
Karmadhāraya-Kompositum
Präfix
nicht
vicāreṇa
Instrumentalis Singular
Substantiv Maskulin
durch Prüfung
prāṇa
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
Atem
abhyāsa
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
Übung
kramaḥ
Nominativ Singular
Substantiv Maskulin
Abfolge
tathā
Adverb
ebenso
यथा विलीयते यस्तु उभैदैषेदवस्तु तम् ||99||
yathā vilīyate yas tu; ubhaidaiṣed avastu tam ||99|| Analyse ▾ Analyse ▴
yathā
Partikel
wie, sodass, damit
vilīyate
3. Person Singular Medial Präsens
Präfix
Verbalwurzel
löst sich auf
yaḥ
Nominativ Singular Maskulin
Pronomen rel
welcher
tu
Partikel
aber
ubhaidaiṣed
unklar: beschädigte Wortfolge
avastu
Nominativ Singular
Substantiv Neutrum
Nichtwirkliches
tam
Akkusativ Singular Maskulin
Pronomen dem
jenen
Ebenso (tathā) [verhält es sich] auf diese Weise (evam) durch mangelnde Prüfung (a-vicāreṇa | ins sg) [mit] der Abfolge der Atemübung (prāṇa-abhyāsa-kramaḥ | nom sg). Wie (yathā) diese (yaḥ | nom sg m) sich auflöst (vilīyate | 3p sg med pres), so (tathā) [betrachte man] sie (tam | acc sg m) aber (tu) [als] unwirklich (avastu | nom sg).

Metrum: Anuṣṭubh.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Prüfe auch einen vertrauten Übungsweg immer wieder. Eine geübte Form ersetzt nicht die eigene Aufmerksamkeit.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer

Der zweite Halbvers enthält die nicht sicher zerlegbare Folge ubhaidaiṣed. Auch Mallinson 2012, S. 272, setzt hier eine Crux. Für diese Folge gebe ich keine erfundene Wortübersetzung und keine neue Sanskritlesung an: Sie bleibt im Sanskrit und in der Segmentliste vollständig erhalten, erhält aber in der deutschen Lesefassung keine eigene Wortentsprechung. Dies ist eine ausdrücklich begrenzte Übersetzungslücke. Die übrigen Wörter verbinde ich vorläufig so: Die Abfolge der Atemübung löst sich auf und wird als unwirklich betrachtet. „Betrachte man“ ergänzt das fehlende Satzglied zur Verbindung mit tam; die Form dieses Verbs ist nicht aus ubhaidaiṣed hergeleitet. Worauf avastu letztlich zielt und wie der Gegensatz von Prüfung und Nichtprüfung zu verstehen ist, bleibt offen.

Apparat-Kommentar
Gorakṣaśataka (Original) 100
तथैव भूमिकाः सप्त ज्ञानजन्यसमुद्भवात् |
tathaiva bhūmikāḥ sapta; jñāna-janya-samudbhavāt | Analyse ▾ Analyse ▴
tathaiva
Adverb
ebenso
bhūmikāḥ
Nominativ Plural
Substantiv Feminin
Stufen
sapta
Nominativ Plural Feminin
saptan
Zahlwort
sieben
jñāna
Upapada-Kompositum
Substantiv Neutrum
Erkenntnis
janya
Karmadhāraya-Kompositum
Adjektiv
hervorgebracht
samudbhavāt
Ablativ Singular
Substantiv Maskulin
durch Entstehen
अनग्निप्रोक्तम् इत्यादौ सदासुखम् अवाप्नुयात् ||100||
anagni-proktam ityādau; sadā-sukham avāpnuyāt ||100|| Analyse ▾ Analyse ▴
anagni
unklar: vorläufig ohne Feuer
proktam
Nominativ Singular Neutrum Partizip Perfekt Passiv
Präfix
Verbalwurzel
verkündet
iti
Partikel
so
ādau
Lokativ Singular
Substantiv Maskulin
am Anfang, in Zuständen wie
sadā
Karmadhāraya-Kompositum
Adverb
immer
sukham
Akkusativ Singular
Substantiv Neutrum
Glück
avāpnuyāt
3. Person Singular Aktiv Optativ
Präfix
Verbalwurzel
er möge erlangen
Ebenso (tathaiva) [gibt es] sieben (sapta | nom pl f) Stufen (bhūmikāḥ | nom pl), weil [sie] aus dem durch Erkenntnis Hervorgebrachten entstehen (jñāna-janya-samudbhavāt | abl sg). In [Zuständen] wie (ādau | loc sg) dem als „feuerlos“ bezeichneten (anagni-proktam | nom sg n ppp) [möge man] so (iti) immerwährendes Glück (sadā-sukham | acc sg) erlangen (avāpnuyāt | 3p sg act opt).

Metrum: Anuṣṭubh.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Ein Weg kann mehrere Stufen haben, ohne dass jede schon klar benannt ist. Lass Erkenntnis und Erfahrung Dein weiteres Vorgehen prägen.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer
jñāna ] jñāya R7874apJM
Kritischer Apparat

Ich verstehe anagni vorläufig wörtlich als „feuerlos“ und proktam als „so bezeichnet“. Wie Mallinson 2012, S. 272, lese ich ityādau als Hinweis auf Zustände, die mit dieser Bezeichnung beginnen; deshalb ist „Zuständen“ ergänzt. Die Grammatik und die sachliche Bedeutung dieses Ausdrucks bleiben ungesichert. Die sieben bhūmikās werden hier nicht einzeln genannt. jñāna ist bereits Mallinsons Konjektur. Die Übersetzung behauptet keine Zuordnung zu einer bestimmten ausgearbeiteten Stufenlehre.

Apparat-Kommentar

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