DYS 124: Samādhi
DYS 124: Samādhi

Dattātreyayogaśāstra 124: Vom Eigenschaftslosen zur Versenkung

Die Meditation auf das Eigenschaftslose, das dem Raum verglichen wird, führt auf den Weg der Befreiung; nach ihrer Vollendung beginnt die Praxis des Samādhi.

Dr. Ronald Steiner Dr. Ronald Steiner Nils Jacob Liersch Nils Jacob Liersch
Dattātreyayogaśāstra 124
निर्गुणं खमिव ध्यात्वा मोक्षमार्गं प्रपद्यते |
nir-guṇaṃ kham iva dhyātvā; mokṣa-mārgaṃ prapadyate | Analyse ▾ Analyse ▴
nir
Präfix
ohne
guṇam
Akkusativ Singular
Substantiv Maskulin
Eigenschaft
kham
Akkusativ Singular
Substantiv Neutrum
den Raum
iva
Partikel
wie
dhyātvā
Absolutus
Verbalwurzel
meditiert habend
mokṣa
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
Erlösung
margam
Akkusativ Singular
Substantiv Maskulin
Pfad, Weg
prapadyate
3. Person Singular Medial Präsens
Präfix
Verbalwurzel
er erreicht
निर्गुणध्यानसंपन्नः समाधिं च ततोऽभ्यसेत् ||124||
nir-guṇa-dhyāna-saṃpannaḥ; samādhiṃ ca tato'bhyaset ||124|| Analyse ▾ Analyse ▴
nir
Präfix
ohne
guṇa
Tatpuruṣa-Kompositum Genitiv
Substantiv Maskulin
Eigenschaft
dhyāna
Tatpuruṣa-Kompositum Akkusativ
Substantiv Neutrum
Meditation
saṃpannaḥ
Nominativ Singular Maskulin Partizip Perfekt Passiv
Präfix
Verbalwurzel
perfektioniert, erlangt
samādhim
Akkusativ Singular
Substantiv Maskulin
meditative Absorption, Samādhi, Einheitserlebnis
ca
Partikel
und
tataḥ
Adverb
dann
abhyaset
3. Person Singular Aktiv Optativ
Präfix
Verbalwurzel
er möge beharrlich üben
Metrum: Anuṣṭubh
Nachdem er über das Eigenschaftslose (nir-guṇam | acc sg) wie (iva) den Raum (kham | acc sg) meditiert hat (dhyātvā | abs), erreicht er (prapadyate | 3p sg med pres) den Weg der Befreiung (mokṣa-mārgam | acc sg). Wenn er in der Meditation ohne Eigenschaften vollendet ist (nir-guṇa-dhyāna-saṃpannaḥ | nom sg), soll er danach (tataḥ) auch (ca) Samādhi (samādhim | acc sg) üben (abhyaset | 3p sg act opt).
Dr. Ronald Steiner - 2026 - historisch wörtlich
Die Meditation ohne Eigenschaften führt auf den Weg der Befreiung. Ist sie gefestigt, folgt die Praxis des Samādhi.
Dr. Ronald Steiner - 2026 - moderner Transfer
nirguṇadhyānasaṃpannaḥ JM2024 ] nirguṇadhyānasampannaḥ DYŚ
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Editor:innen

Dr. Ronald Steiner

Aus Ulm

Dr. Ronald Steiner, der „Yoga Doc“, begründete die AYI Methode: traditioneller Ashtanga, moderne Yogatherapie und lebendige Philosophie – als persönliche Praxis von sportlich-akrobatisch bis meditativ-therapeutisch. Er... mehr ›

Nils Jacob Liersch

Meine Begeisterung für Yoga, indische Philosophie und Sanskrit führte mich zum Studium der Indologie und Religionswissenschaft an der Universität Heidelberg. Seit 2004 befinde ich mich auf meinem persönlichen Yogaweg... mehr ›

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4 Nachrichten Ø

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An den 12 Tagen zweifle ich etwas... aber Versenkung ohne Eigenschaften ist definitiv erstrebenswert, egal wie lange es dauert.......
Die Gesamte Meditation ist ja noch länger:
1) 5 Elemente (i.a. Chakren) je 2,5h => 12,5 Stunden
2) Das göttliche in uns (i.a. im Kopf) 24 Stunden
3) Verbindung mit dem absoluten göttlichen 12 Tage
Mit diesen Zeitangaben meditieren wir also 13 1/2 Tage. Ob das die Yogis damals wirklich so gemacht haben?
Oh, danke für die Antwort. Das bedeutet, dass wir aus heutiger Sicht über ein Ideal sprechen, da es nicht alltagstauglich ist. Wir verbringen unsere Tage ja nicht sitzend auf einem Kissen, sondern mit Beruf, Familie, evtl. sonstigen Verpflichtungen. Kann es trotzdem sein, dass es vereinzelt Yogis gab, die das so praktiziert haben und demnach über eine tatsächliche Erfahrung sprechen?
Ja, das kann man so nicht umsetzen. Ich denke es macht auch aus heutiger Sicht gar keinen Sinn. Wir können mit genau dieser Technik ein wirklich tiefes meditatives Erlebnis haben mit kürzeren Zeiten. Z.B. 2,5 bis 10 Minuten pro Chakra.
- So leite ich die Meditation an und praktiziere sie. So ist sie eine meiner Lieblings-Meditationen.