Khecarī ist für Brahmānanda erst vollendet, wenn Prāṇa im „leeren Zentrum“, also in der Suṣumṇā, feststeht. Den dabei genannten Vyomacakra lokalisiert er zwischen den Augenbrauen, wo sich die inneren Kanäle treffen. Die Zungenhaltung allein erfüllt die Definition daher noch nicht.
Brahmānanda beschreibt zwei einander ergänzende Verschlüsse: Die zurückgewendete Zunge bedeckt die hintere Öffnung der Suṣumṇā im oberen Gaumen, während Prāṇa ihren vorderen Zugang erfüllt. Eine bloße Zungenposition ohne den entsprechenden Atemzustand könne zwar Benommenheit hervorrufen, sei aber keine vollendete Khecarīmudrā.
Yoganidrā bezeichnet hier das Erlöschen sämtlicher geistiger Bewegungen. Brahmānanda verbindet sie mit Turīya, dem „vierten“ Zustand jenseits von Wachen, Traum und Tiefschlaf. Weil in diesem Modell Sonnen- und Mondstrom stillstehen, soll der Yogi auch Zeit und Tod überschreiten; dies formuliert das Befreiungsziel des Kommentars.
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Illustrationen: KI-generiert.
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