Ghaṭa, „Gefäß“ oder „Vereinigung“, bezeichnet das Zusammenkommen von Prāṇa und Apāna, Nāda und Bindu sowie individuellem und höchstem Selbst. Mit der „Mitte“ ist nun das Viśuddhi-Zentrum im Hals gemeint. Festigkeit von Körper und Erkenntnis gilt als Folge dieser gebündelten inneren Kräfte.
In der dritten Stufe, Paricaya, hört der Übende im Raum zwischen den Augenbrauen einen Trommelklang und erreicht das Mahāśūnya, den „großen leeren Raum“. Brahmānanda unterscheidet dabei drei Räume: Śūnya im Herzen, Atiśūnya im Hals und Mahāśūnya an der Stirn. Die zunehmende „Leere“ folgt somit der aufsteigenden inneren Topografie.
Die Vollendung beginnt mit dem Durchdringen des Rudra-Knotens im Ājñā-Zentrum. Prāṇa steigt nach Brahmānanda zunächst zu Śivas Sitz zwischen den Augenbrauen und schließlich zum Brahmarandhra; Flöten- und Vīṇāklang begleiten diese Stufe. Wenn der Geist darin einsgerichtet wird, nennt der Kommentar diesen Zustand Rājayoga und verbindet ihn zugleich mit außergewöhnlichen Fähigkeiten.
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Illustrationen: KI-generiert.
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