baddhaḥ sunādagandhena sadyaḥsaṃtyaktacāpalaḥ MBHDL2026 ] baddhaṃ tu nādabandhena manaḥ santyaktacāpalam NS1882
nāda-śravaṇataś cittam; antaraṅga-bhujaṅgamaḥ | Analyse ▾ Analyse ▴
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nāda
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des Nāda | |
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śravaṇatas
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durch das Hören | |
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cittam
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der Geist | |
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antaraṅga
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innere | |
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bhujaṅgamaḥ
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Schlange |
Wie eine Schlange vom Klang gebannt wird, verliert der Geist nach Brahmānanda durch Nāda seine Beweglichkeit. Er identifiziert diesen noch auf einen Gegenstand bezogenen Zustand mit Saṃprajñāta-Samādhi und erläutert ihn mithilfe von Definitionen aus der Yoga- und Viṣṇupurāṇa-Tradition. Die vollständige gegenstandslose Versenkung folgt erst später.
nādaśravaṇataś cittam MBHDL2026 ] nādaśravaṇataḥ kṣipram NS1882
javino MBHDL2026 ] yamino NS1882
Ich verstehe kuraṅga hier mit MBHDL2026 als Pferd: Der Zügel im folgenden Pāda trägt dieses Bild.
rodhe MBHDL2026 ] vadhe NS1882
Der Geist ist der Pfeil, die Beherrschung des Prāṇa der Bogenschütze. Dessen Aufgabe besteht darin, den schnellen „Atempfeil“ durch die Suṣumṇā bis zum Brahmarandhra zu lenken. Brahmānanda verbindet das Bild damit ausdrücklich mit Atemführung; bloße mentale Konzentration wäre noch nicht die im Vers gemeinte Kunst des Schützen.
Im Nāda liegt für Brahmānanda das zu Erkennende: selbstleuchtendes Bewusstsein. Der Geist nimmt zunächst dessen Gestalt an; danach enden auch diese Erkenntnisbewegungen, während nur eine feine Prägung zurückbleibt. „Viṣṇu“ bezeichnet hier das alles durchdringende, von begrenzenden Bestimmungen freie Selbst.
jyotir jyotirantargataṃ MBHDL2026 ] jñeyaṃ jñeyasyāntargataṃ NS1882
Solange Klang wahrgenommen wird, bleibt auch die Vorstellung von Ākāśa, dem Raum als seinem Träger, bestehen. Das Klanglose liegt nach Brahmānanda jenseits beider und wird als Brahman oder höchstes Selbst bezeichnet. Nāda ist somit ein äußerst feines Mittel, aber nicht der letzte Gegenstand der Versenkung.
Jeder hörbare Nāda ist für Brahmānanda eine Erscheinung von Śakti. Ihr formloser Grund, in dem die Elemente und Erkenntnisprinzipien aufgehen, ist Parameśvara. Die Verse 4.50 bis 4.54 ordnet er dem gegenstandslosen Asaṃprajñāta-Samādhi zu: Der Klang führt bis an die Grenze, an der auch sein eigener Unterschied zum Hörenden endet.
Hier besteht ein entscheidender Textunterschied: In der von Brahmānanda kommentierten Lesart sollen Ohren, Augen, Nase und Mund verschlossen werden. Er erklärt dazu Parāṅmukhīmudrā mit den Daumen an den Ohren, den Zeigefingern an den Augen und den übrigen Fingern an Nase und Mund. MBHDL2026 liest dagegen ein Verbot dieses Verschließens; der Kommentar darf daher nicht stillschweigend auf deren gegenteiligen Wortlaut übertragen werden.
śravaṇamukhanayananāsānirodhanaṃ naiva kartavyam MBHDL2026 ] śravaṇapuṭanayanayugalaghrāṇamukhānāṃ nirodhanaṃ kāryam NS1882
saṃkṣīṇe vāsanācaye MBHDL2026 ] kṣīyante pāpasaṃcayāḥ NS1882
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Illustrationen: KI-generiert.
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